Waffen-SS Uniformen

Uniformen der Waffen-SS.

Soldat der LSAAH

Soldat der LSAAH vor einem ausgeschalteten T-34-Panzer an der Ostfront.

Uniformen der Waffen-SS

 SS-Formationen in schwarzer Uniform

Aufmarsch von SS-Formationen in schwarzer Uniform in der Vorkriegszeit.

Die Vorkriegsuniform der Waffen-SS war schwarz, aber bereits 1935 begann eine graue Uniform für den Dienstgebrauch zu erscheinen.
Zuerst wollte Himmler für die Waffen-SS eine eigene Felduniform entwerfen lassen, aber umso mehr die Angehörigen der SS unter den Einfluß des Trainingsprogramm des Heeres gerieten und von diesem ausgerüstet wurden, desto mehr wollten sie wie richtige Soldaten aussehen.

Auf der feldgrauen Uniform trugen die Männer der Waffen-SS das SS-Abzeichen – ein Staatswappen über einem Totenkopf -, SS-Rangabzeichen am linken Kragenstück und ein Heeres-Rangabzeichen auf den Schulterstücken.
Auf dem rechten Kragenstück trugen sie ein Einheiten-Symbol (entweder SS-Runen oder einen Totenkopf), während sie auf dem linken Ärmelaufschlag ein schmales, schwarzes Band mit silbernen Kanten hatten, welches mit dem Namen der Einheit, Formation oder Einrichtung bestickt war.
Eine weitere, unverwechselbare Eigenheit der Waffen-SS-Uniform war das Tragen einer am Nacken offenen Feldbluse mit einem braunen (später feld-grauen) Hemd und schwarzer Krawatte.

SS-Kampfanzug

Schütze der Panzertruppe bei der LSAAH. Ab Januar 1944 wurde dieser zweiteilige Tarn- und Kampfanzug für Angehörige der Waffen-SS ausgegeben.

Schon vor dem Ausbruch des Krieges begann die Waffen-SS mit der Entwicklung leichter Bekleidung, welche von ihren Sturmeinheiten getragen werden sollte, zusammen mit Tarnkleidung.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, ausreichende Mengen an Tarnkleidung herzustellen, wurden Überzüge für Helme und Hemden mit Tarnmustern in begrenzten Mengen ausgegeben (siehe Foto ganz oben).
Im Laufe des Krieges wurden diese Tarnmuster weit verbreitet verwendet und wurden zu einem unverwechselbaren Erkennungssymbol von Soldaten der Waffen-SS.

Rangabzeichen der Waffen-SS

Die Rangabzeichen wurden von allen Rängen der Waffen-SS bis zum Oberstleutnant (Obersturmbannführer) auf dem linken Kragenstück getragen. Offiziere ab dem Rang des Obersten hatten Rangabzeichen an beiden Kragenstücken.
Auf den Schulterstücken dagegen trugen sie die entsprechenden Rangabzeichen des Heeres. Auf Uniformen ohne Schulterstücke (z.B. Tarnanzüge) trugen die Soldaten die neuen Heeres-und Waffen-SS-Rangabzeichen auf beiden Ärmeln.

Nach den SS-Vorschriften hatten Offiziere weiße Kordeln an ihrer Kopfbedeckung, einschließlich der Seitenkappen. Bei Offizieren im Generalsrang waren diese in silberner Farbe. SS-Generale hatten graue Revers auf ihrem Mantel.

Waffen-SS-Rangabzeichen

Abzeichen der Waffen-SS (I), v.l.n.r: Generaloberst, General, Generalleutnant, Generalmajor, Brigadegeneral (Kavallerie), Oberst (Nachrichten), Oberstleutnant (Verwaltung), Major (Infanterie), Hauptmann (Sanitäter), Leutnant (Nachschub), 2. Leutnant (Gebirgstruppe). Oben Kragenstücke, unten Schulterstücke. Die Farbe der Waffengattung umrandet die Schulterstücke.

Die Waffenfarbe wurde auf Kordeln auf den Schulterstücken sowie auf dem Dienstgradabzeichen auf der Vorderseite der Seitenkappe zu Beginn des Krieges angezeigt.
Einige Offiziere und Mannschaften trugen farbige Kordeln auf der Schirmmütze, was nicht offiziell war. Entsprechend der Vorschriften waren die Kordeln an der Schirmmütze und langen Hosen immer weiß und nicht in der Waffenfarbe.
Angehörige der Waffen-SS mit Spezialausbildung oder Sonderaufgaben trugen ein diamantenförmiges Abzeichen am linken Ärmelaufschlag.

Waffen-SS-Rangabzeichen

Abzeichen der Waffen-SS (II), v.l.n.r: Stabs-Unteroffizizier (KZ), Oberfeldwebel (Kavallerie), Feldwebel (Panzer), Unterfeldwebel (Nebelwefer), Unteroffizier (Veterinäre), Obergefreiter (Artillerie), Stabsgefreiter (Nachrichten), Oberschütze (Infanterie), Schütze (Feldpolizei). Rechts von oben nach unten: Nationalabzeichen (linker Arm), für Generaloberst und Brigade-General auf Tarnanzügen. Oben Kragenstücke, unten Schulterstücke. Die Farbe der Waffengattung umrandet die Schulterstücke.

Ränge der Waffen-SS

Waffen-SS-Ränge
Waffen-SS Heer Waffen-SS Heer
SS-Oberstgruppenführer, General der Waffen-SS GeneraloberstSS-Obergruppenführer, General der Waffen-SS General der Infanterie usw.
SS-Gruppenführer, Generalleutnant der Waffen-SS GeneralleutnantSS-Brigadeführer, Generalmajor der Waffen-SS Generalmajor
SS-Oberführer(unbekannt im Heer, entspricht Brigade-General) SS-Standartenführer Oberst
SS-Obersturmbannführer Oberstleutnant SS-Sturmbannführer Major
SS-Hauptsturmführer Hauptmann SS-Obersturmführer Oberleutnant
SS-Untersturmführer Leutnant SS-Sturmscharführer Stabsfeldwebel
SS-Hauptscharführer Oberfeldwebel SS-Oberscharführer Feldwebel
SS-Scharführer Unterfeldwebel SS-Unterscharführer Unteroffizier
SS-Rottenführer Obergefreiter SS-Sturmmann Gefreiter
SS-Oberschütze Oberschütze SS-Schütze Schütze

Norwegische Angehörige der Waffen-SS

Angehöriger der Norwegische Freiwilligen-Legion

Angehöriger der Norwegische Freiwilligen-Legion 1942. Am Ärmel trägt er die norwegische Flagge.

Im Juni 1941 begann die SS mit der Aufstellung einer Streitmacht aus norwegischen Freiwilligen aus zwei Bataillonen, welche zur Norwegische Freiwilligen-Legion wurden.
Anfang 1943 wurde beschlossen, eine neue ‘germanische’ Division aufzustellen, welche als Nordland bezeichnet wurden. In dieser Einheit sollten Dänen und Norweger zusammen mit Holländern dienen.
Insgesamt dienten aber nur etwa 2.000 Norweger in der Nordland-Division, was nur ein kleiner Anteil der etwa 30.000 Norweger war, welche in militärischen oder para-militärischen Formationen unter deutscher Oberaufsicht während des 2. Weltkrieges eingesetzt waren.

Uniform: Ursprünglich verwendeten die ersten norwegischen Freiwilligen in der Waffen-SS die feldgraue Standard-Uniform mit einer norwegischen Flagge am linken Ärmel.
Später erschien der norwegische Löwe am rechten Kragenstück, wenn auch die SS-Runen trotzdem noch weit verbreitet getragen wurden. Die Flagge wurde durch ein schildförmiges Wappen in den norwegischen Nationalfarben ersetzt und am linken Ärmel trugen Mitglieder der Legion (jedoch nicht die Kompanien, welche aus norwegischen Polizisten aufgestellt waren) ein Manschettenband mit der Inschrift ‘Frw. Legion Norwegen’.
Als die Legion aufgelöst wurde und daraus ein Regiment der Division ‘Nordland’ gebildet wurde, stand auf dem Regiments-Manschettenband ‘Norge’ (Norwegen).

Dänische Angehörige der Waffen-SS

Die militärische Kollaboration Dänemarks begann mit dem Einsatz dänischer Freiwilliger in den SS-Regimentern Nordwest und Nordland.
Anfang 1941 wurde geschätzt, daß etwa 200 Dänen mit oder bei der Waffen-SS dienten. Im Juni 1941 begann dann die Rekrutierung der dänischen Freiwilligen-Legion, welche nach der Grundausbildung an den Nordabschnitt der Ostfront geschickt wurde.
Das ‘Dänische Freikorps’, wie es genannt wurde, kämpfte herausragend und erlitt auch schwere Verluste. Im März 1943 wurde das zerschlagene ‘Freikorps’ nach Deutschland verlegt und am 6. Mai 1943 aufgelöst.
Viele Dänen traten einem neuen dänischen Regiment bei, welches Teil der ‘Nordland’-Division wurde. Diese Einheit kämpfte in Jugoslawien auf dem Balkan und an der Ostfront.

Uniform: Die Waffen-SS-Uniform der Dänen hatte SS-Insignien mit einem Schild in den dänischen Nationalfarben am linken Ärmel. Alternativ wurde ein Danebrog am rechten Kragenstück getragen. Am linken Ärmelaufschlag trugen sie ein schwarzes Manschettenband mit der Aufschrift ‘Freikorps Danmark’ in silbernen Buchstaben.

Holländische Angehörige der Waffen-SS

Die Rekrutierung von Holländern begann mit der Aufstellung der ‘Niederlande‘-Fremdenlegion. Diese war organisiert und wurde erweitert in zwei Regimentern, welche zu einer Brigade wurden. Als eine Streitmacht von etwa 5.500 Mann kämpfte dieser Verband von Ende 1943 an in Kroatien.
Im Dezember 1944 wurden sie an die eigentliche Ostfront verlegt und als ‘Nederland’-Division bezeichnet.

Uniform: Die holländischen Freiwilligen der Waffen-SS trugen die Waffen-SS-Uniformen mit holländischen Nationalabzeichen auf dem Kragen, Ärmel und am linken Ärmelaufschlag.
Die ersten Abzeichen wurden noch von den Holländern gemacht und bestand aus einem Emblem der holländischen Nationalpartei am rechten Kragenstück, dem ‘Wolfshaken’, ein schildförmiges oder rechteckiges Abzeichen in den holländischen Nationalfarben am linken Ärmel und ein Manschettenband mit der Aufschrift ‘Legioen Nederland’ in weißen Buchstaben.
Später wurden diese holländischen Abzeichen durch reguläre Abzeichen dsr Waffen-SS ersetzt. Der ‘Wolfshaken’ am Kragenstück wurde horizontal anstatt wie zuvor vertikal angebracht, die Schildabzeichen entsprachen den üblichen SS-Standards und das Manschettenband führte die Inschrift ‘Frw.Legion Niederlande’.

Belgische Angehörige der Waffen-SS

Frw. Legion Flandern

Flämische Freiwillige aus Belgien der ‘Frw. Legion Flandern’.

Am 8. August 1941 verließ die erste Gruppe von belgischen Freiwilligen, welche alle aus Wallonien stammten, Brüssel in Richtung Polen zum Training. Dieses 1.000 Mann starke Kontingent wurde dann als Infanterie-Bataillon 373 geführt. An der Ostfront kamen sie zuerst neben rumänischen Einheiten zum Einsatz, bevor sie zur deutschen 100. Jäger-Division verlegt wurden.
Im Juni 1943 wurde die ‘Wallonische Legion’ zur Waffen-SS überführt und als ‘SS-Sturmbrigade Wallonien’ bezeichnet. Danach waren sie weiterhin an der Ostfront im Rahmen der SS-Division Wiking im Einsatz.
Die Belgier kämpften in mehreren verzweifelten, verlustreichen Gefechten, insbesondere bei Tscherkassy im Jahr 1943 und an der Narwa 1944.

Uniform: Auf der deutschen Heeres-Uniform trugen die Belgier anfangs ein Schildabzeichen in den belgischen Nationalfarben. Bei der Waffen-SS wurden die drei Heeres-Abzeichen weiterhin verwendet und da die Belgier die SS-Runen auf dem rechten Kragenstück führten, war das einzige belgische SS-Abzeichen das Manschettenband ‘Wallonie’, welches am linken Ärmelaufschlag geführt wurde.

Französische Angehörige der Waffen-SS

Ab 1943 wurden Franzosen mit reinrassiger arischer Abstammung im Alter von 20 bis 25 Jahren zur Waffen-SS zugelassen und es begann die Rekrutierung für ein französisches SS-Regiment.
Im Juli 1944 wurde dieses Regiment mit voller Stärke aus 1.688 Mann als ‘französische SS-Freiwilligen-Sturmbrigade’ bezeichnet und an die Ostfront in Galizien geschickt. Dort erlitt die Einheit schwere Verluste in den erbitterten Kämpfen und wurde aus der Frontlinie gezogen und nach Danzig verlegt.
In Danzig wurden die Überlebenden mit den Franzosen des aufgelösten Heeres-Regiments LVF zusammengelegt und bildeten nun die Waffen-Grenadier-Brigade der SS Charlemagne. Die Brigade wurde zur Ausbildung nach Wildflecken verlegt und als weitere aus Frankreich vor den Allierten geflohene, ehemalige französische Kollaborateure der Brigade beigetreten waren, wurde beschlossen, die Einheit als 33. Waffen-Grenadier-Division der SS Charlemagne zu bezeichnen.

Uniform: Die Franzosen, welche in der Waffen-SS dienten, trugen die Standard-Uniform der Waffen-SS mit der Tricolore auf einem schildförmigen Abzeichen am unteren linken Ärmel.
Obwohl besondere ‘Charlemgane’-Kragenstücke und Maschettenbänder geplant waren, wurden diese niemals ausgegeben.

Baltische Angehörige der Waffen-SS

Im Sommer 1942 begann die Waffen-SS mit der Aufstellung einer estnischen Legion, welche im März 1943 aus 37 Offizieren, 175 Unteroffizieren und 757 Mannschaften bestand.
Im Mai 1943 wurde diese Legion zu einer Brigade, und im Januar 1944 zu einer Division erweitert. Vom Februar bis September 1944 kämpfte diese Division am Nordabschnitt der Ostfront.

Im August 1941 begann die Wehrmacht mit der Rekrutierung von Letten für Hilfspolizei-Bataillone, wovon es bis 1944 mehr als 40 gab. Diese Bataillone wurden als ‘Schutzmannschaften’ bezeichnet.
An 10. Februar 1943 ordnete Hitler dann die Aufstellung einer lettischen Freiwilligen-Legion an und praktisch umgehend wurde mit der Aufstellung von zwei Waffen-SS-Divisionen aus Letten begonnen. Diese wurden später als 15. und 19. Waffe-SS-Grenadier-Divisionen bezeichnet.
Beide Division verfügten über drei Grenadier-Regimenter und einem Artillerie-Regiment sowie Unterstützungseinheiten, was eine jeweilige Gesamtstärke von etwa 15.000 Mann ergab. Ab Oktober 1943 bildeten diese Divisionen mit einem weiteren Grenadier-Regiment das VI. SS-Korps.

Uniform: Esten in der Waffen-SS trugen die übliche feldgraue Uniform mit estnischen Nationalfarben in Form eines schildförmigen Abzeichens am linken Ärmel.
Letten in den deutschen Hilfspolizei-Bataillonen verwendet zuerst ursprüngliche lettische Uniformen mit einem grünen Ärmelband, aber diese wurden nach und nach durch deutsche Polizei-Uniformen ersetzt, auf welchen sich anfangs lettische und später deutsche Polizei-Rangabzeichen befanden. An dem linken oder rechten Ärmel führten Letten ein schildförmiges Abzeichen in den lettischen Nationalfarben.
Die ‘Lettische Legion’ trug Waffen-SS-Uniformen mit dem lettischen Schildabzeichen am Ärmel. Angehörige der 15. SS-Division trugen das ursprüngliche lettische Armee-Abzeichen mit dem Sonnendurchbruch und Sternen, während diejenigen der 19. SS-Division das Hakenkreuz auf dem rechten Kragenstück führten.

Kroatische Angehörige der Waffen-SS

SS-Militärpolizei der kroatischen Handschar-Division

Offiziere der SS-Militärpolizei der kroatischen Handschar-Division.

Am 1. März 1943 ordnete Hitler die Aufstellung der 13. Waffen-SS-Freiwilligen-Division an. Diese sollte von Moslems in Kroatien rekrutiert werden, welche bekannt dafür waren, die traditionellen Feinde der christlichen Serben zu sein. Die Serben bildeten den Großteil von Titos jugoslawischen Partisanen.
Dies war die erste SS-Division, welche aus nicht-Ariern rekrutiert wurde. Anfangs gab es viele Freiwillige, aber später wurde es notwendig, auch Männer einzuziehen. Die Division befand sich 1944 im Einsatz gegen Titos Partisanen als Teil des V. SS-Gebirgskorps, zu dem auch die SS-Division Prinz Eugen gehörte.
Im Juni 1944 wurde dann mit der Aufstellung einer zweiten Moslem-Division begonnen, der 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS Kama (kroatische Nr. 2). Diese bestand aus acht bis neun Tausend Moslems und Volksdeutschen. Aber die Division stellte sich als unzuverlässig heraus und wurde im Herbst 1944 aufgelöst.

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