Schusswaffen

Videos vom Schiessen mit verschiedenen Faustfeuerwaffen und Langwaffen.
Geschichte und Spezifikationen Kalaschnikow-Versionen und Dragunow-Scharfschützengewehr.

Dragunow-Scharfschützengewehr

Schiessen mit dem halbautomatischen PSL-Scharfschützengewehr, der rumänischen Version der sowjetischen Dragunow.

Videos vom Schiessen mit verschiedenen Schusswaffen (Faustfeuerwaffen und Langwaffen) aus anderen Perioden als dem 2. Weltkrieg.

Videos vom Schiessen mit verschiedenen Faustfeuerwaffen und Langwaffen in dieser Reihenfolge: Automatik-Pistole, Weihrauch cal. 22, Magnum Revolver, Marlin Centerfire Bolt Action Karabiner, Beretta Assault Rifle, Kalschnikow, Molot, PSL Scharfschützengewehr (Dragunow)

Die Videos vom Feuern mit Schusswaffen aus dem 2. Weltkrieg sind auf den jeweiligen Handfeuerwaffen-Seiten zu finden:

Reihenfolge im Video:

Automatik-Pistole

Feuern mit einer tschechischen Automatik-Pistole.

Weihrauch Kal.22

Stupsnasen-Revolver

Die handliche Größe des Weihrauch Stupsnasen-Revolvers.

Schnellfeuer mit dem Selbstverteidigungs-Nahkampf-Revolver Weihrauch Kal.22 für bis zu 8 Patronen. Die Waffe liegt fast vollständig in der Hand, ist kaum zu sehen und leicht zu tragen.

Magnum-Revolver Kaliber 45

Abfeuern des ‘Dirty Harry‘ Magnum-Revolvers Kaliber 45.

Marlin Centerfire Bolt Action Karabiner

Schiessen mit einem amerikanischen Marlin Centerfire Bolt Action Karabiner Kal. 30-30 Winchester oder 35 Remington vom Ende des 19. Jahrhunderts, einem Ableger der berühmten Winchester-Gewehre aus den Wild-West-Filmen.

Beretta-Sturmgewehr

Schiessen mit einem Beretta-Sturmgewehr, dem modernen Nachfolger der berühmten italienischen Maschinenpistole aus dem Zweiten Weltkrieg und im Einsatz bei der Polizei.

Kalaschnikow AKM

Kalaschnikow AKM, darüber Magnum-Revolver Kaliber 45 (links) und Automatik-Pistole

Kalaschnikow

Schiessen mit dem Kalaschnikow-Gewehr, dem echten Nachfolger des ersten Sturmgewehres (StG44) aus dem 2. Weltkrieg.

Molot

Schiessen mit einer ‘Molot’, einer halb-automatischen Kalaschnikow für hochwirksame Schrotladungen, welche u.a. von Sondereinheiten der Polizei verwendet wird.

PSL-Scharfschützengewehr

Schiessen mit dem halbautomatischen PSL-Scharfschützengewehr, der rumänischen Version der russischen Dragunow.


Kalaschnikow-Gewehre

AK-47

Kalaschnikow AK-47

Kalaschnikow AK-47

Eines der wichtigsten Sturmgewehre aller Zeiten, die AK-47, steht für Automat Kalashnikova Modell von 1947. Das AK-47 wurde von dem legendären Waffenentwickler M.T. Kalaschnikow, inspiriert durch das deutsche Sturmgewehr 44 aus dem Zweiten Weltkrieg, in der Mitte der 1940er Jahre entworfen und von der sowjetischen Armee 1949 übernommen.

Es wurde in gigantischen Mengen hergestellt, sowohl für die Verwendung in der Sowjetunion, als auch für den Export. Viele Länder, wie Rumänien, Bulgarien, Deutsche Demokratische Republik (DDR), China und andere, stellten auch ihre eigenen Versionen der AK-47 her und die Waffe wird immer noch in verschiedenen Versionen weltweit gebaut.

Der Auswahlschalter für das Feuern oder Sicherungssperre befindet sich an der rechten Seite des Auslösers und hat drei Einstellungen: ‘Gesichert’ (obere Position), ‘Automatisch’ (mittlere Position) und ‘Einzelfeuer’ (untere Position). Dieser Sicherheitsschalter ist jedoch etwas unkomfortabel zu bedienen.
Das AK-47 verfügt über ein offenes Visier aus Metall mit verstellbarem Zielkorn für die Windrichtung und Stärke und einer Höhenverstellung, welche in Schritten zu einhundert Metern markiert ist. Der Schaft und der Griff der AK-47 sind aus Holz.

Die legendäre Zuverlässigkeit des AK-47 beruht auf seinem schlichten Entwurf und dem überwältigenden, starken Gasdruck. Wenn unter normalen Bedingungen geschossen wird, bewegt sich die Verschlußgruppe mit hoher Geschwindigkeit gegen die Rückwand des Verschlussgehäuses und schlägt bei der Rückwärtsbewegung wiederum hart gegen die Vorderwand.
Dies verringert zwar die Genauigkeit, gibt dem System jedoch die notwendige Kraft, um noch mit einem fehlerhaften oder verschmutzten Verschlussgehäuse zu arbeiten.

AK-74

AK-74

Kalaschnikow AK-74

Diese Waffe, entwickelt für den Einsatz bei der motorisierten Infanterie, wurde 1974 bei den sowjetischen Streitkräften eingeführt. Im Gegensatz zur AKM, die im Wesentlichen ja nur eine modifizierte und modernisierte AK-47 war, hat die AK-74 eine Reihe charakteristischer Eigenschaften.

Der Vorblickwinkel hat beispielsweise zwei vorstehende zylindrische Hülsen. Das vordere ist mit einem Gewinde für die Befestigung des Rückstoßkompensators versehen, während der hintere mit einer Öse mit einem Loch für den Reinigungsstab versehen ist.
Der längliche Rückstoßkompensator umfasst zwei Kammern. Die erste Kammer ist ein Zylinder mit einem Loch für den Geschossdurchgang, die drei oberen Löchern für das Entweichen der Pulvergase und zwei Schlitzen auf der linken und rechten Seite der Blende. Die zweite Kammer hat rechts und links breite Öffnungen und vorne eine Blende mit Löchern für den Geschoss-Ausgang. Die Blendenkanten sind ebenfalls abgeschrägt, um sicherzustellen, dass die in diese Richtung gerichteten Gase entweichen können.
Die Kolbenplatte ist aus Gummi, mit Quernuten, um die Stabilität der Waffe gegen die Schulter zu verbessern.

Der Hauptunterschied zwischen dieser Waffe und dem AKM ist natürlich das reduzierte Kaliber auf 5,4S mm. Die AK-74 wird mit einem Bajonett ausgeliefert und der Granatwerfer BG15 kann auch unter dem Lauf angebracht werden.
Wie die AK-47 wurde diese Waffe in zahlreichen Ländern nachgebaut, wobei Kopien in China und im ehemaligen Jugoslawien für die NATO-Patrone 5,56 mm angefertigt wurden.

AKS-74

AKS-74

Kalaschnikow AKS-74

Das AKS-74, welches ebenfalls für die motorisierte Infanterie entwickelt wurde, wurde 1974 in Dienst gestellt. Es ist im Wesentlichen das AK-74 mit einem Klappschaft für die Verwendung und Lagerung in beengten, geschlossenen Räumen.
Der Pistolen- und Vordergriff, Handschutz und das Magazin bestehen aus glasfaserverstärktem Polyamid, das Gewicht spart, aber die Robustheit der Waffe nicht beeinträchtigt.

Das Gewehr wird auch von Luftlandetruppen eingesetzt und neben einem Metallklapp-Kolben gibt es eine Reihe von Unterschieden zum Modell der motorisierten Infanterie. Der Handgriff, der Handschutz und das Magazin sind zum Beispiel aus Kunststoff gefertigt.

Ein ungewöhnliches Merkmal dieser Waffe ist das Anbringen einer Mündungsbremse am Ende des Laufes, welche die Mündungsgase gegen die Ablenkplatten und dann zur Seite ablenkt, wodurch der Rückstoß verringert wird.
In Verbindung mit seinem Gewicht ist das AKS-74 daher im automatischen Feuermodus einfacher zu handhaben als andere, ähnliche Gewehre. Das Gewehr hat ein kunststoffummanteltes Magazin, daß 30 Patronen mit 5,45-mm- Munition enthält. Statt wie bei dem AKM unterhalb des Gehäuses herausgezogen, wird es zur Seite geklappt.

Das AKS-74 behält die Einfachheit und Zuverlässigkeit der früheren Kalaschnikows. Einige Modelle wurden mit bildverstärkenden Nachtsichtgeräten versehen, und einige wurden von dem Spetsnaz-Spezialeinheiten verwendet, welche mit Schalldämpfer ausgerüstet sind und spezielle Unterschall-Geschosse abfeuern.

AKS-74U

AKS-74U

Kalaschnikow AKS-74U

Die AKS-74U ist eine Version des AKM-SU mit reduziertem Kaliber, mit einem viel kürzeren Lauf und einem konischen Mündungsfeuer-Unterdrücker anstelle einer Mündungsbremse.
Die vorhergehende AKM-SU war selbst eine verkürzte Version des AKM-S und wurde für den Gebrauch bei der mechanisierte Infanterie entworfen und hatte einen klappbaren Kolben, ein kurzes Vorderende, eine gerippte Expansionskammer und eine Mündungsbremse.

Wie die AKS-74 hatte die AKS-74U einen einklappbaren Metallbügel, welcher sich zur Seite klappte. Die Kimme ist vom Typ einer kippbare U-Kerbe, während das Zielkorn ein zylindrischer Pfosten ist.
Die Waffe hat auch eine Expansionskammer (die Vorrichtung am Ende des Laufes ist dafür da, um Gase abzulassen, die sonst einen heftigen Rückstoß verursachen würden) und einen Unterdrücker für Mündungsfeuer. Die Gehäuseabdeckung ist an der Vorderseite so angelegt, dass sie zwar geöffnet, aber nicht abgenommen werden kann.

Diese Waffe wurde für die Verwendung durch die Besatzungen von Fahrzeugen entworfen und ist kurz genug, um leicht gehandhabt werden zu können, wenn die Besatzung aus dem Fahrzeug ein- oder aussteigt.
Mit einem Gewicht von 3,1 kg ist diese Waffe wesentlich leichter als das AK-74 Sturmgewehr und hat eine etwas höhere Schussrate. Allerdings hat die AKS-74U aufgrund des verkürzten Laufs eine stark reduzierte Reichweite. Jedoch hat sie immer noch mehr Feuerkraft und eine größere Reichweite als herkömmliche Maschinenpistolen, welche nur Pistolen-Patronen abfeuern.
Die AKS-74U wurde erstmals 1984 bei sowjetischen Luftlandetruppen gesehen. Sie dürfte jedoch etwa vier Jahre zuvor in Dienst gestellt worden sein, obwohl genaue Bestätigungen dafür fehlen.

AK-101

AK-101

Kalaschnikow AK-101

In seinem Bestreben, harte Währung zu verdienen, stellte Kalaschnikow die Hunderter-Serie vor, die im Wesentlichen die gleiche ist wie die älteren Entwürfe, aber mit Patronen im NATO-Kaliber.

Die Funktion ist das bewährte Kalaschnikow-Verfahren: Das Nachladen basiert auf der Nutzung der Energie von Treibgasen, die in die oben auf dem Lauf befindliche Gaszylinder getrieben werden. Wenn die Patronen abgefeuert werden, entweichen einige der Treibmittel-Verbrennungsgase, die das Geschoß entlang des gebohrten Laufes drücken, in den Gaszylinder und üben einen Druck auf die vordere Oberfläche des Kolbens aus.
Dadurch wird die gesamte Verschlußgruppe nach hinten gedrückt, der Riegel dreht sich nach rechts und löst seine beiden Verriegelungslaschen aus ihren Ausbuchtungen im Verschlussgehäuse. Die Auszieherklaue entfernt das leere Patronengehäuse aus der Kammer und der Auswurfmechanismus entsorgt es durch die Öffnung in der rechten Seite der oberen Abdeckung. Wenn sich der Verschlußträger weiter bewegt, wird die Einzelstrang-Rückstellfeder zusammengedrückt und der Bolzen wird erneut gespannt und mit der selbstsichernden Spannnocke in Kontakt gebracht.
Wenn der Zyklus somit abgeschlossen ist, beginnt die Verschlußgruppe ihre Rücklaufbewegung, angetrieben durch die Rückholfeder. Der Mechanismus geht vorwärts, eine weitere Patrone wird aus dem Magazin geladen und in die Kammer transportiert, der Verschluß dreht sich nach links, um die Kammer zu verriegeln, während der Verschlußträger den Bolzen von dem automatischen Sicherheitsabzug freigibt. Mit dem Bolzen gespannt und dem Verschluss verriegelt, ist das Gewehr bereit, erneut zu feuern.

Spezifikationen Kalaschnikow-Modelle

Spezifikationen
Spezifikation AK-47 AK-74 AKS-74 AKS-74U AK-101
Hersteller Kalaschnikow = = = =
Typ Sturmgewehr = = = =
Kaliber 7,62 mm 5,45 mm 5,45 mm 5,45 mm 5,56 mm
Patrone 7,62x39mm M1943 5,45×39.5mm = = 5,56x45mm NATO
Länge 86,9 cm 92,8 cm 69-92,8 cm 42,2-67,5 cm 94,3 cm
Lauflänge 41,4 cm 40 cm 40 cm 20,6 cm 41,5 cm
Züge 4 4 4 4 4
Gewicht 4,3 kg 3,86 kg 3,86 kg 2,7 kg 3,4 kg
Feuerrate/min 775 650 650 700 600
Praktische Feuerrate/min 400 100 100 200 400
Funktion Gas = = = =
Magazin 30 30 30 30 30
Feuermodus halb- und voll-auto = = = =
Geschoss-geschwindigkeit 710 m/s 900 m/s 900 m/s 735 m/s 910 m/s
Max. Schussweite 1.000m 900m 900m 400m 1.000m
Effektive Schussweite 400m 400m 400m 100m 400m
Indiensstellung 1949 1974 1974 ca.1980 1988

Dragunow

Dragunow

Dragunow SVD

Das Dragunow-Scharfschützengewehr ist eine gasbetriebene, halbautomatische Waffe, welche die russische 7,62x54Rmm-Patrone abfeuert und ein abnehmbares 10-Schuß-Magazin verwendet.
Ihr Verschlussmechanismus und das Gas-Rückgewinnungssystem ähneln denen der AK- und AKM-Sturmgewehre, aber wegen des Unterschieds bei den Patronen werden Teile verwendet, die nicht mit den Sturmgewehren austauschbar sind.

Das hervorstechende Merkmal des Dragunow ist der offene Hinterschaft, der einen Prüfblock zur Erleichterung der Sicht hat und ein Zielfernrohr, das über dem Verschlussgehäuse angebracht ist. Das Gewehr hat auch einen Unterdrücker und Kompensator für das Mündungsfeuer.

Im Einsatz verwenden die russischen Scharfschützen das Dragunow mit vier Magazinen, einer Reinigungsausrüstung und einer Zusatzbatterie und Lampe für das Zielfernrohr.
Das Dragunow kann etwa 30 Schuss pro Minute im halbautomatischen Modus abgeben, obwohl die Feuerrate bei Scharfschützengewehren natürlich von geeigneten Zielen abhängt, welche sich im Schussfeld präsentieren.

Das Gewehr hat eine maximale effektive Reichweite von 1.300 Metern mit dem Vierfach-Teleskop oder 800 Mertern ohne das Teleskop. Die optische Sehhilfe PSQ-1 hat ein Sichtfeld von sechs Grad und enthält eine integrierte Infrarot-Erfassungshilfe und einen beleuchteten Entfernungsmesser mit Fadenkreuz.

Zu den Munitionstypen, welche mit der Dragunow verwendet werden können, gehören leichte und schwere Kugeln, Stahlkern-Geschosse, Indikator- und panzerbrechende Geschosse.

Obwohl das Dragunow nun schon ziemlich lange im Einsatz ist, ist es immer noch ein sehr gutes Scharfschützengewehr.

Spezifikationen Dragunow
Dragunow SVD Spezifikation
Hersteller Staatsbetriebe
Typ Scharfschützengewehr
Kaliber 7,62 mm
Patrone 7,62x54Rmm
Länge 122,5 cm
Lauflänge 62,2 cm
Züge 4
Gewicht 4,3 kg
Feuerrate/min
Praktische Feuerrate/min 20
Funktion Gas
Magazin 10
Feuermodus halb-automatisch
Geschoss-geschwindigkeit 830 m/s
Max. Schussweite 3.000 m
Effektive Schussweite 1.300 m
Indiensstellung 1967
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