PPSh


Sowjetische FlaggeRussische Maschinenpistole PPSh-1941G aus dem 2. Weltkrieg.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

PPSh-1941G mit Munitionstasche

Eine Original PPSh-1941G mit Munitionstasche.

PPSh-41 G
Typ: Maschinenpistole.

Geschichte:

Maschinenpistole Modell 1934/38

Erstes Modell der Maschinenpistole Modell 1934/38 (Degtjarjew PDD-34/38)

Die Russen sammelten ihre ersten Erfahrungen mit Maschinenpistolen im spanischen Bürgerkrieg.
Bereits seit Mitte der zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in Russland verschiedene Entwürfe von Maschinenpistolen erprobt. Die erste russische Maschinenpistole wurde dann im Jahr 1935 bei der Roten Armee eingeführt, welche von Degtyarew entwickelt war und als PPD bezeichnet wurde.

Sie wurde von ‘Freiwilligen’ der linken Truppen in Spanien erfolgreich verwendet und so wurde in Moskau die Massenproduktion beschlossen. Das erste Modell wurde als PPD-34/38 bezeichnet und mehrere Tausend Exemplare wurden davon hergestellt.

PPD-40

Maschinenpistole Modell 1940 (Degtjarjew PPD-40)

Nach dem Auftreten der finnischen Suomi-Maschienpistole wurde die Waffe zur PPD-40 überarbeitet, welche eine verbesserte Magazin-Konstruktion mit einem großen Trommelmagazin besaß. Hier begannen die 71-Schuss-Trommelmagazin erstmals aufzutreten, welche für die deutschen Soldaten im Russlandfeldzug so unangenehm werden sollten.
Der Mechanismus erfolgte durch einfachen Rückstoss und die Waffe ist leicht an ihrem hölzernen Schaft und dem gelöcherten Kühlmantel rund um den Lauf zu erkennen.

Russische MPi- und MG-Schützen

Zwei Rotarmisten mit Maschinenpistolen PPSh-1941G decken einen MG-Schützen.

Die Produktion der PPD-40 begann schon im März 1940. Jedoch war die PPD-40 nicht einfach herzustellen, da sie aus handfesten Stahl und im Lauf mit Chrom bestand. So wurden 1940 lediglich 81.118 Stück und 1941 nochmals 5.868 Stück gebaut. Die Produktion endete dann aus dem einfachen Grund, daß die Waffenfabriken, in welchen die PPD-34/38 und PPD-40 gebaut wurden, schnell von den deutschen Truppen überrannt wurden und die umfangreichen Maschinen, welche zu ihrer Herstellung benötigt wurden, nicht woanders wieder aufgebaut werden konnten.
Der Großteil dieser Maschinenpistolen ging in den ersten Monaten von Unternehmen Barbarossa verloren, doch waren vereinzelte Exemplare der gut verarbeiteten Waffen während des gesamten Krieges im Einsatz.

So wurde die russische Maschinenpistole PPSh-41 des Zweiten Weltkriegs – was ausgeschrieben in Russisch Pistolet Pulyemet Shpagin bedeutet – am 21. Dezember 1940 als Ersatz für die PPD-40 Maschinenpistole eingeführt. Jedoch erst unter dem Druck der deutschen Invasion wurde die Waffe ab 1942 in größerem Umfang an russische Einheiten ausgegeben.
Wenn auch die PPD gut war, so war sie nicht dafür geeignet, in großen Mengen schnell von ungelernten Arbeitern in primitiven Waffenfabriken produziert zu werden. Dies war jedoch das wichtigste russische Anliegen im Jahr 1941.

Teil II der PPSh: Herstellung, Einsatz, 3D-Modell, Bilder und Video


Daten Maschinenpistole PPSh-1941G

Technische Daten
Maschinenpistole PPSh-1941G Angaben
Typ Maschinenpistole
Kaliber7,62 mm
Länge84,07 cm
Gewicht3,6 kg
Lauf26,67 cm mit 4 rechtsläufigen Zügen
Magazin 71-Schuss-Trommel oder 35-Schuss-Kastenmagazin
Funktion Rückstoss
Geschoßgeschwindigkeit 490 m/s
Feuergeschwindigkeit 900 Schuss/min.
Einsatzstatistik
Maschinenpistole PPSh-1941G Angaben
Hersteller Staatsbetriebe der Sowjetunion
Serienproduktion 21. Dezember 1940
Endlieferung nach dem 2. Weltkrieg
Produktion 1942ca. 1,5 Millionen
Stückzahl (alle)ca. 5 Millionen (davon 10.000 ab 1943 in Teheran, Iran)

Teil II der PPSh: Herstellung, Einsatz, 3D-Modell, Bilder und Video


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