P-51 Mustang

P-51B Mustang

Eine P-51 B Mustang der letzten Auslieferungsserie Anfang 1943, in olive-grüner Farbe.

US Langstrecken-Begleitjäger

North American P-51 Mustang
Typ:
einsitziger Langstrecken-Begleitjäger.

Geschichte

Im April 1940 vereinbarte die britische Beschaffungskommission mit »Dutch« Kindelberger, dem Präsidenten der North American Aviation, die Konstruktion und Entwicklung eines völlig neuen Jägers für die RAF. Der Prototyp war in 117 Tagen fertig – und wurde dann durch fehlende Motorlieferung von Allison um sechs Wochen verzögert. Die RAF erhielt 620 Mustang I, 150 IA und 50 II, während die US Army 500 A-36A und 310 Mustang P-51 A übernahm.

Mit dem britischen Merlin-Motor wurde daraus die hervorragende P-51B, die C (Mustang III) mit erweiterter Haube und die P-51 D Mustang (Mustang IV) mit tropfenförmigem Kabinendach. Die späteren C- und alle D-Modelle waren mit sechs 12,7-mm-MGs ausgerüstet und hatten eine Rückenflosse.

Die Endmodelle waren die K (anderer Propeller) und die besser geformte, leichtere H – mit 784 km/h die schnellste von allen. Insgesamt wurden 15.586 produziert.
Haupteinsatzgebiet der Mustang und der P-51 ­Varianten war Europa – Hauptaufgabe die Begleitung schwerer Bomber von britischen Flugplätzen bis nach Berlin und weiter.

Nach dem Krieg war die Mustang bei mindestens 55 Nationen im Einsatz. Zwischen 1947-49 kaufte die US Air Force 272 der wesentlich längeren Zwillings-Mustang (zwei Rümpfe mit Allison-Motoren durch einen normalen Flügel verbunden) und setzte sie mit Radarausrüstung als Nachtjäger in Korea ein. Die australische Luftwaffe baute zwischen 1945 und 48 in Lizenz 200 Mustang in vier Versionen. 1967 wurde die P-51 von Cavalier für die USAAF und andere Abnehmer wieder in Serie genommen. Für die vorgeschobene Luftüberwachung und für schnelle Angriffsaufgaben in Vietnam wurden die mit Propellerturbinen ausgerüsteten Turbo III und Enforcer entwickelt. Viele der zwischen 1968 und 75 neu oder umgebauten Versionen sind Zweisitzer.

Benutzer: Australien, Kanada, China, Niederlande, Neuseeland, Polen, Süd-Afrika, Sowjetunion, Schweden, Großritannien, USA.


Bilder von P-51 Mustang


Daten für North American P-51 D Mustang

Technische Daten
North American P-51 D Mustang Angaben
Typ Langstrecken-Begleitjäger
Antrieb Packard V-1650-7 (in Lizenz gebauter R-R Merlin-61-Serie) Motor mit 1590 PS
Besatzung 1
Spannweite 11,29 m
Länge über alles 9,81 m
Höhe über alles 4,10 m
Leer-Gewicht 3230 kg
max.Startgewicht 5260 kg
Höchstgeschwindigkeit 703 km/h
Steigleistung 1060 m/min.
Dienstgipfelhöhe 12.770 m
Reichweite 1530 km, mit Abwurftanks 2100 km, Maximum 3350 km
Bewaffnung
North American P-51 D Mustang Angaben
in Flügeln 6 x 12,7mm-Browning-M3-MG mit je 270 oder 400 Schuß [je 1100 Schuss/min, 772 m/s Mündungsgeschw., Geschossgewicht 48 g]
Zuladung Unterflügelstationen Tanks oder zwei 454-kg-Bomben
Einsatzstatistik
North American P-51 D Mustang Angaben
Erstflug (Prototyp) 26.Oktober 1940, mit Merlin-Motor am 13.Oktober 1942, XP-51D im November 1943
Serienproduktion Mai 1941 (P-51A), Ende 1943 (P-51D)
Erster Langstrecken-Eskorteinsatz 13. Dezember 1943 (45 P-51B/C nach Kiel)
Zahlenmäßig starke Eskorteinsätze P-51D ab März 1944
Endlieferung November 1945 (P-51H)
Stückpreis 50.895 $ = ca. 113.100 Reichsmark
Stückzahl (alle) 15.686 (davon 7.966 P-51D)
Einsätze Europa 1942-1945 213.873
Bombenabwurfmenge Europa 1942-1945 5.668 t
Verluste Europa 1942-1945 2.520
Feindabschüsse Europa 1942-1945 4.950
Feindflugzeuge auf dem Boden zerstört, Europa 1942-1945 4.131

Animation 3D-Modell P-51 D Mustang

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