KW-Panzer

Sowjetische FlaggeSchwerer KW-Panzer: zum KW-1 und KW-2 bis zum Modell 1942.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

KW-1E

KW-1E

Neben dem mittleren Kampfpanzer T-34 und dem leichten Panzer T-40 war der dritte Panzer der neuen Generation russischer Kampffahrzeuge zu Beginn des 2. Weltkrieges der KW-Panzer. Dieser dritte neue Kampfpanzer war als Ersatz für den schweren Panzer T-35 vorgesehen.

Entwicklung

Seit 1938 wurde dieser neue schwere Kampfpanzer von zwei in Wettstreit stehenden Teams entwickelt. Eines davon war Barykovs OKMO bei der Panzerfabrik Zavod Nr. 185 in Leningrad sowie ein neues Team, welches von Oberstleutnant Zh. Koti in der ebenfalls in Leningrad befindlichen Kirowskiy-Fabrik geleitet wurde.

Kotin war einer der Schützlinge von Tuchatschewski gewesen, hatte aber die Säuberungen überlebt und war der Chef des Entwicklungsbüros der Akademie für Motorisierung und Mechanisierung (AMM) in Moskau vor seinem neuen Auftrag in Leningrad.
In seinem Team befanden sich der Veteran unter den russischen Panzer-Entwicklern, N. Tsiets, welcher sich schon für die schweren Panzer T-28 und T-35 verantwortlich zeichnete, sowie mehrere talentierte jüngere Ingenieure wie N. Dukhov, A. Yermolayev und N. Shashmurin.

Die Spezifikation für den schweren Panzer forderte einen ‘Panzerabwehr-Kanonen-Zerstörer’ mit 5 Türmen (!) und ausreichender Panzerung, um der 37-mm-PAK auf jede Entfernung und der 76,2-mm-Kanone auf Entfernungen von über 1.200 Metern zu widerstehen.
Beide Teams waren gegen die Idee, einen Panzer mit 5 Türmen zu bauen, und so wurde die Anzahl auf drei Stück reduziert, bevor die ernsthaften Arbeiten begannen.

SMK

Der SMK von Kotins Entwickler-Team.

Im Mai 1938 wurden auf einer Sondersitzung des sowjetischen Verteidigungsrates die Entwürfe des OKMO-Teams, welcher als T-100 ‘Sotka’ bezeichnet wurde, und der SMK (für S.M. Kirow) des Kotin-Entwickler-Teams vorgelegt.
Die Präsentation von Kotin stand dem Drei-Türme-Konzept kritisch gegenüber, was Stalin dazu provozierte, zu einem der Modelle zu gehen und einen der kleineren Türme abzureißen und auszurufen: ‘Wieso sollte ein Panzer zu einem Kaufhaus werden ?’.

Nach dieser Vorstellung überarbeiteten beide Büros die Pläne zu einem Panzer mit nur noch zwei Türmen. Die Vorschläge wurden dann in einer Sondersitzung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei im August 1938 vorgelegt, wo sie genehmigt wurden.

Kotin und sein Team waren immer noch von dem archaischen Erscheinungsbild des Panzers mit zwei Türmen beunruhigt und sicherten sich die Erlaubnis von Stalin zu, eine weitere Version des SMK-Panzers mit nur einem Turm zu entwickeln. Dieser Entwurf wurde KW-Panzer genannt, nach Stalins persönlichen Freund Klimenti Woroschilow, welcher zu diesem Zeitpunkt Verteidigungsminister war.

Grundsätzlich waren T-100 und SMK im Aussehen ähnlich. Jeder der beiden hatte einen Hauptturm mit einer 76,2-mm-Kanone auf einem hohen Ring und davor einen kleineren, tiefer liegenden Turm mit einer 45-mm-Kanone.
Der erste Prototyp des T-100 wurde im Mai 1939 fertiggestellt, während die Arbeiten an einem Zweiten fortgesetzt wurden.

 erste Serie der KW-1 Modell 1940

Die erste Serie der KW-Panzer hatte noch die L-11-Kanone wegen der Verzögerungen bei der F-32 und verfügten auch noch nicht über das Heck-MG im Turm nach hinten feuernd.

Der erste SMK-Prototyp wurde im August zusammen mit einem Prototyp für den KW fertig. Sowohl die SMK als auch die KW sollten von den neuen V-2-Dieseln aus den Charkow-Diesel-Werken (Zavod Nr. 75) angetrieben werden. Da aber nicht genügend zur Verfügung standen, verwendete der SMK einen AM-Flugzeugmotor.
Der SMK wurde mit der in den Kirowskiy-Werken entwickelten L-11 76,2-mm-Kanone ausgerüstet, während der KW mit einer stärkeren F-32 76,2-mm-Kanone bewaffnet werden sollte, welche vom Grabin-Team der Fabrik Zavod Nr. 92 in Gorki entwickelt wurde. Die F-32 war aber nicht rechtzeitig fertig und so wurde die L-11 an ihrer Stelle eingebaut.

Im September 1939 wurden die Prototypen an das NIIBT in Kubinka für Versuche und für Vorführungen vor führenden Partei- und Armee-Mitgliedern geschickt. Es überrascht nicht, dass die KW-Prototypen bei den Fahrversuchen viel besser waren als die SMK oder T-100.

T-100 'Sotka'

Der OKMO-Entwurf für den schweren Panzer war der T-100 ‘Sotka’, hier bei der 20. schweren Panzer-Brigade bei der Einsatzerprobung in Finnland.

Mit dem Ausbruch des Winterkrieg in Finnland wurden die Prototypen an die Front für experimentelle Kampfversuche mit der 20. Schweren Panzer-Brigade, einer Einheit sonst ausgerüstet mit T-28, geschickt. Noch vor dem Abschluss der Kampferprobung in Finnland bestimmte der Verteidigungsrat den KW als neuen schweren Kampfpanzer und begann mit der Planung von dessen Produktion.

Während der Kämpfe in Finnland wurde einer der KW-Prototypen beschädigt und der SMK ausgeschaltet, als er über eine größere Mine rollte. Der liegengebliebene SMK wurde von den Finnen fotografiert und der deutsche Nachrichtendenst identifizierte ihn irrtümlich als T-35C.
Die Kampferfahrungen in Finnland beseitigten jeden Zweifel an der Zukunft der SMK oder T-100, obwohl Kotin noch die Erlaubnis erhielt, mit den Arbeiten an einem stark modifizierten SMK, dem SMK-2, zu beginnen, welche aber niemals mehr abgeschlossen wurden.

Bunker-Knacker KW-2

Eines der wichtigsten Anliegen des Befehlshabers der russischen 7. Armee in Finnland, K. Meretskow, war die Forderung nach einem schweren Panzer mit einer noch größeren Kanone, um starke Bunker der Art auszuschalten, wie sie von seinen Truppen an der Front vorgefunden wurden.
Das OKMO-Team entwarf vor seiner Auflösung aus einem T-100-Prototypen hierfür eine Lösung, indem es diesen mit einem festen Überbau mit einer B13 130-mm-Marinekanone umkonstruierte. Das Fahrzeug wurde als SU-100Y bezeichnet. Es wurde zwar nicht zur Herstellung akzeptiert, der Prototyp wurde aber bei der Verteidigung von Moskau im Jahr 1941 eingesetzt.

KV-2 und T-26

Eine Vorstellung von der Größe des KW-2 erhält man von diesem Bild aus dem Sommer 1941, wo der als ‘Dreadnought’ bezeichnete Gigant neben einem ebenfalls ausgeschalteten T-26 steht.

Das Büro von Kotin verwendete einen verlängerten KW-Panzer bewaffnet mit einer 152-mm Br-2-Kanone oder einer 203-mm B-4 Haubitze. Bezeichnet als SU-212 oder Objekt 212, wurden diese aber niemals fertiggestellt.

Eine praktischere Lösung für das Ausschalten von Bunkern war der Versuch, eine 152-mm-Haubitze in einem großen Turm auf dem KW-Fahrgestell zu montieren, praktisch als schweres Gegenstück zum BT-7A-Artillerie-Panzer.
Diese Artillerie-Version des KW-Panzer wurde schließlich für die Produktion angenommen. Er wurde ursprünglich als ‘Groß-Turm-KW’ bezeichnet, um ihn vom normalen KW-Panzer zu unterscheiden. Schließlich wurden die Panzer als schwerer Kampfpanzer KW-1 und schwerer Artillerie-Panzer KW-2 bezeichnet.

Produktion

KW-1 Modell 1940

KW-1 Modell 1940 der zweiten Produktionsserie.

Den Auftrag zur Produktion der KW-Panzer erhielten die Kirowskij-Werke und der Tscheljabinsk-Traktorenfabrik (ChTZ). Bis Ende 1940 hatten die Kirowskiy-Werke 141 KW-1, 102 KW-2 und einen KW-Prototyp (KW-3) hergestellt. Die ChTZ-Fabrik hatte bis dahin noch keine KW-Panzer produziert.

KW-3

Im Zuge des Erfolges mit dem KW-1 und dem KW-2 wandte sich das Kotin-Team einer verbesserte Version des schweren Panzers zu – dem KW-3 – sowie zwei überschwere Panzer, dem 108 Tonnen schweren KW-4 und dem 150 Tonnen schweren KW-5. Keines der beiden letzten Projekten kam über die Planungsstudien hinaus.

Zwei Versionen des KW-3 wurden untersucht. Das Objekt 220 war ein stark überarbeiteter KW-1 mit einem verlängerten Rumpf, größerem Turm, schwerer Kanone und stärkerem Motor, während das Objekt 222 weniger stark vom ursprünglichen KW-1 modifiziert worden war.

Abgesehen von der F-32-Kanone, welche schließlich zur Verfügung stand, war die hauptsächliche Verbesserung beim Objekt 222 die Rekonfiguration des Turmentwurfs. Bis dahin waren die russischen Panzer in der Regel auf nur zwei Besatzungsmitgliedern im Turm angewiesen: einem Kanonier, der das Hauptgeschütz bediente, und dem Panzerkommandanten, welcher neben der Führung des Panzers auch noch das Hauptgeschütz nachladen mußte. Diese zusätzliche Aufgabe störte den Kommandanten bei der Führung des Panzers ernsthaft, zeigte sich aber nicht bei den jährlichen Sommer-Manövern, die eher einer mechanisierten Fahrzeug-Show als realistischen Panzertaktiken entsprachen.

In den schweren Panzern befand sich zwar ein drittes Mannschaftsmitglied im Turm, um das nach hinten ausgerichtet Heck-MG zu bedienen, aber er war zu schlecht platziert, um dem Kommandanten beim Laden des Hauptgeschütz zu unterstützen. Im Objekt 222 wurde daher die Anordnung der Besatzung neu geregelt, sodaß der dritte Mann im Turm zum Ladeschützen wurde und den Kommandanten von dieser zusätzlichen Aufgabe befreite.
Auch erhielt der Panzer eine verbesserte Kommandaten-Kuppel, welche eine bessere Rundherum-Sicht bot. Zum Leidwesen der russischen Panzerbesatzungen wurden diese vernünftigen Abänderungen erst ab 1942 bei neuen Panzern eingeführt, bis zu welchem Zeitpunkt die Kurzsichtigkeit der ursprünglichen Entwürfe blutig erkennbar wurden.

KW-3

Objekt 220, der Prototyp des KW-3 mit der 107-mm-Kanone.

Die Einführung der verstärkten Bewaffnung des Objekt 220-Projektes mit einer neuen 85-mm-Kanone wurde von einem weiteren ignoranten und neuen Mitglied des Panzer-Führungsstabes behindert. Marschall Kulik wies nämlich darauf hin, daß Geheimdienstberichte meldeten, daß die derzeitigen deutschen Panzer so stark gepanzert seine, daß weder die neue russische 57-mm-Panzerabwehrkanone, noch die 76,2-mm-Standard-Panzerkanone effektiv wären.
Auf der Grundlage dieser fantastischen Meldung befahl Kulik die Einstellung der Herstellung der 57-mm-Pak und der 76,2-mm-Panzerkanone und forderte die Entwicklung einer neuen ZiS-6 107-mm-Kanone.

So verlagerte Grabin mit seinem Kanonen-Entwicklungs-Team die Arbeiten von der 85-mm-Kanone auf die neue ZiS-6 107-mm-Kanone, welche immer noch nicht fertig war, als der Krieg gegen Deutschland begann. Infolgedessen wurde das Objekt 220 erst Ende 1941 fertig gestellt, und Kuliks Einlagen verzögerten unnötig die Produktion von hervorragenden und dringend benötigten Panzer- und Panzerabwehrkanonen.

KW-Panzer im Krieg

Nach Beginn von Unternehmen Barbarossa, dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion, traten die Schwachstellen der russischen Panzer offen zu Tage.
Beim schweren Kampfpanzer KW-1 mußten mindestens drei Probleme gelöst werden: technische Mängel im Entwurf, unzureichende Bewaffnung und angemessene Panzerung.

Die ersten KW-Panzer hatten ernsthafte Kupplungs- und Übertragungsprobleme. Die Kupplung war so schlimm, dass der Panzer angehalten werden musste, um die Gänge zu wechseln, so dass natürlich seine vorgesehene maximale Fahrgeschwindigkeit von 35 km/h nicht erreicht werden konnte. Dieses Problem wurde durch verschiedene Verbesserungen gelöst.

Das KW-1 Modell 1939 war mit der unzureichenden L-11-Kanone als Zwischenlösung bewaffnet. Mit dem KW-1 Modell 1940 wurde dies durch die verbesserte F-32-Kanone ersetzt.
Die von Kulik im Jahre 1941 aufgeworfene Kontroverse führte zur Entwicklung von Grabins neuer 85-mm-Kanone für den KW-3, welcher auf unbegrenzte Zeit verschoben wurde.

KW-1E

Ein von den Finnen 1941 erbeuteter KW-1E.

Eine sekundäre Wirkung von Kuliks Phantasien war eine Richtlinie, um die Panzerung des KW zu verstärken. Die ursprünglichen Türme hatten 90 mm frontale und 75 mm Panzerung an den Seiten. Zu dieser Zeit konnten die Izhorskiy-Werke keine dickere Panzerplatten herstellen, sodaß stattdessen 35-mm-Zusatzzpanzerplatten an die Turm-Seiten und an Teile des Rumpfes vorne und an der Seite aufgeschraubt wurden.
Diese Version wurde als KW-1 Modell 1940 s ekranami (mit Zusatzpanzerung) oder als KW-1E bezueichnet.

Die letzte Serie des KW-1 Modell 1940 hatte einen neuen geschweißten Turm, der eine dickere Panzerung enthielt und die Zusatzpanzerung unnötig machte. Diese waren fast identisch im Aussehen mit den früheren Serienmodellen ohne Zusatzpanzerung, der einzige sichtbare Unterschied ist eine einfachere Konfiguration der Turmseite am unteren Heck.

Der Krieg beendete die Pläne, den KW-3-Panzer einzuführen. Die 107-mm-Kanone, auf welche Kulik bestanden hatte, war noch nicht fertig, und der KW-3-Prototyp wurde mit einer 85mm-Marinekanone ausgerüstet und in der Verteidigung von Leningrad verwendet.

ausgeschalteter KW-2 'Dreadnought'

Ein von Truppen der deutschen 12. Panzer-Division ausgeschalteter KW-2 ‘Dreadnought’ dient nun als Straßenmarkierung.

Als die Produktionsstätten für die KW in Tscheljabinsk endgültig wieder neu aufgebaut wurden, wurde beschlossen, den KW-2 ‘Dreadnought’ zugunsten der KW-1 fallen zu lassen. In Gefecht hatte der KW-2 gemischte Eindrücke hinterlassen. Die 152-mm-Haubitze war beeindruckend, aber seine hauptsächliche Aufgabe zur Bunker-Zerstörung war im grimmigen Winter von 1941/42 nicht mehr relevant. Auch war sein Turm so massiv, dass es fast unmöglich war, ihn außer auf flachem Untergrund zu drehen.

Und noch eine merkwürdige Eigenheit war die Tatsache, daß der schwere Kampfpanzer KW-1 mit seiner F-32-Kanone weniger gut bewaffnet war, als der zum gleichen Zeitpunkt gebaute mittlere Panzer T-34 Modell 1941, welcher die stärkere F-34-Kanone hatte.
Infolgedessen beantragte das Team von Kotin, den Einbau der F-34-Kanone auch im KW-Panzer zuzulassen, da dies den zusätzlichen Vorteil der Standardisierung der Panzerkanonen haben würde.

KW-1 Modell 1941

Der KW-1 Modell 1941 war fast identisch zum vorhergehenden Modell, mit Ausnahme beim Turm-Überhang.

Das neue KW-1 Modell 1941 hatte dann entweder die F-34-Kanone oder die ZiS-5, welche lediglich eine neu gestaltete F-34-Kanone war, welche besser mit den KW-Turm-Feuerkontrollen zusammenpaßte.

Die wiederhergestellte Produktionslinie bei Tscheljabinsk konzentrierte sich auch auf die Vereinfachung des Entwurfs in der gleichen Weise wie das beim T-34-Programm geschah.
Ein neu gegossener Turm, der leichter herzustellen war als der geschweißte Turm, wurde entwickelt. Ein einfacheres Straßenrad wurde entworfen, und die Verwendung von Zusatzpanzerplatten am Rumpf wurde vereinfacht und standardisiert.

KW-1 Modell 1942

Dieser KW-1 Modell 1942 wurde ebenfalls von den Finnen erbeutet. Diese verwendeten auch Ersatzteile von anderen russischen Panzern und einige der Stahlräder hier stammen von einem Modell 1940.

Im Jahr 1942 führte Kotins TsKB-2 (Zentrales Entwicklungsbüro 2) weitere Änderungen an dem KW-Panzer ein. Unter der Annahme, dass man nicht zu viel von einem guten Ding haben kann, wurde die Panzerung am Fahrgestell von 75 mm auf 90 mm erhöht.
Diese Variante wurde zum KW-1 Modell 1942, welcher optisch zum vorhergehenden Modell 1941 nahezu identisch war. Das einzige größere Unterscheidungsmerkmal war der abgewinkelte, eher abgerundete Überhang am Rumpf hinten.
Ein neuer, dicker gegossener Turm mit 120 mm Panzerung an der Vorderseite wurde eingeführt, obwohl das KW-1 Modell 1942 mit dem dickeren, gegossenen Turm oder auch einem dickeren, geschweißten Turm gesehen werden konnte.

Natürlich verschlechterte die dickere Panzerung die Fahrleistung des schweren Panzers, da keine entsprechenden Motorenverbesserungen vorgenommen wurden. Das Ergebnis davon war, daß der KW-1 Modell 1942 mit gemischten Gefühlen von seinen Besatzungen aufgenommen wurde.


Animation 3d-Modell KW-1E


Spezifikationen für KW-1 Modell 1940 bis 1942 und KW-2

Spezifikationen
Spezifikation Modell 1940 Modell 1941 Modell 1942 KW-2 Modell 1941
Typ schwerer Kampfpanzer
Antrieb Modell V-2-K, wassergekühlter 12-Zylinder-Dieselmotor mit 600 PS bei 2000 U/min
Getriebe ?
Besatzung insg. 5 5 5 5
Turm-Besatzung 3 3 3 3
Länge 6,68 m 6,75 m 6,80 m 6,80 m
Breite 3,32 m 3,32 m 3,32 m 3,32 m
Höhe 2,71 m 2,71 m 2,71 m 3,28 m
Gewicht 43 t 45 t 47 t 52 t
Straßengeschwindigkeit 35 km/h 35 km/h 28 km/h 26 km/h
Geländegeschwindigkeit ? ? ? ?
Verbrauch/100 km 180 l 180 l 240 l 265 l
Kraftstoffvorrat 600 l 600 l 600 l 600 l
Straßen-Fahrbereich 335 km 335 km 250 km 225 km
Gelände-Fahrbereich 150 km 170 km 180 km 150 km
Kletterfähigkeit 1,20 m 1,20 m 1,20 m ?
Grabenüberschreitung 2,80 m 2,80 m 2,80 m ?
Watfähigkeit ? ? ? ?
Wendekreis ? ? ? ?
Steigfähigkeit 36° 36° 36° ?
Panzerung
mm Modell 1940 (max. 75mm, min. 25mm) Modell 1941 Modell 1942 KW-2 Modell 1941
Turm Vorn 75 90 120 110
Turm Seite ? 75 120 75
Turm Hinten ? 75 90 75
Turm Oben 25 35 40 35
Wanne Vorn ? 75 110 75
Wanne Seite ? 75 90-130 75
Wanne Hinten ? 60-75 60-75 60-75
Wanne Oben 25 30 30 30
Wanne Unten ? 40 20 40
Geschütz-Mantel ? ? ? ?
Bewaffnung und Ausrüstung
Angaben Modell 1939 Modell 1940 Modell 1941 und 1942 KW-2 Modell 1941
Hauptbewaffnung 76,2-mm-Kanone L-11 76,2-mm-Kanone F-32 76,2-mm-Kanone F-34 oder ZiS-5 152-mm M10 (Angaben für ML20)
Schuß 111 111 114 36
Schwenkbereich 360° 360° 360° 360°
Höhenbereich ? ? ? ?
Mündungsgeschw. Panzersprenggranate (APCBC) 612 m/s (BR-350) ? 655 m/s (BR-350A) 600 m/s (BR-540)
Mündungsgeschw. Panzergranate (DS) - ? 965 m/s (BR-350P)
Mündungsgeschw. HEAT - ? 325 m/s (BR-353A)
Mündungsgeschw. Sprenggranate (HE) 610 m/s (F-534) ? 680 m/s (F-534) 655 m/s (OF-530)
Mündungsgeschw. Hochexplosiv-Schrapnell-Granate (HE) 610 m/s (OF-350) ? 680 m/s (OF-350) 655 m/s (OF-540)
Granatgewicht Panzersprenggranate (APCBC) 6,3 kg ? 6,3 kg 48,7 kg
Granatgewicht Panzergranate (DS) - ? 3,0 kg
Granatgewicht HEAT - ? 3,94 kg
Granatgewicht Sprenggranate (HE) 6,23 kg ? 6,23 kg 40,0 kg
Granatgewicht Hochexplosiv-Schrapnell-Granate (HE) 6,21 kg ? 6,21 kg 43,7 kg
Sekundär-Bewaffnung 2x 7,62-mm-DT-MG 4x 7,62-mm-DT-MG 4x 7,62-mm-DT-MG 3x 7,62-mm-DT-MG
Funkgerät - 71-TK-3 (32 km) 9R (28 km) 71-TK-3 (32 km)
Zieloptik ? ? ? ?
Durchschlagskraft mm auf 30° Panzerplatte
Entfernung L-11 (APCBC) F-34 (APCBC) F-34 (DS) F-34 (HEAT) 152mm ML20 (APCBC)
100 m ? ? ? ca. 60mm (75mm auf 0°) ca. 100mm (124mm auf 0°)
500 m ca. 50mm (62mm auf 0°) 56mm (69mm auf 0°) ca. 74mm (92mm auf 0°) ca. 60mm (75mm auf 0°) ca. 100mm (124mm auf 0°)
1.000 m ca. 46mm (56mm auf 0°) 50mm (61mm auf 0°) ca. 48mm (60mm auf 0°) ca.60mm (75mm auf 0°) ca. 100mm (124mm auf 0°)
1.500 m ca. 40mm 45mm - ca. 60mm (75mm auf 0°) ca. 100mm (124mm auf 0°)
2.000 m ca. 36 mm 40mm - ca. 60mm (75mm auf 0°) ca. 100mm (124mm auf 0°)
Herstellung
KW-Panzer Angaben
Produktion 2. Hälfte 1940 bis 2. Hälfte 1942 (KW-2 nur bis Herbst 1941)
Ersteinsatz 1941
Stückpreis 150% vom T-34 (193.000 Rubel beim T-34 Modell 1942)
Stückzahl 3.015 KW-1, 334 KW-2 (plus 1.232 KW-1S und 130 KW-85)
Einsatzstatistik für alle KW-1 (KW-2)
Jahr Bestand Produktion Verluste
vor 1939
1939
1940 141 (102)
1941 insg. 508 (am 22.6) 1.121 (232) ?
1942 ? 1.753 + 780 KW-1S ?
1943 ? 452 KW-1S + 130 KW-85 ?
1944 ? ?
1945 ? - ?
Insgesamt 4.711 ?
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