Kampfkraft der Wehrmacht

Deutschland-Fahne

Kampfkraft der Wehrmacht (Teil I)

Die letzte Zigarette vor dem Angriff

Die letzte Zigarette vor dem Angriff während der Ardennen-Offensive im Dezember 1944.

Was ist Kampfkraft ?

In der Militärgeschichte gab es immer wieder herausragende Streitkräfte. Die Griechen unter Alexander dem Großen, die Römer unter Cäsar, die Mongolen des Dschingis Khan, die Franzosen unter Napoleon.
Zum Teil spielte das Genius der hier aufgeführten, großen Anführer eine Rolle, aber in allen Fällen war es auch eine Frage der Organisation dieser Heere.
Für die Beurteilung einer Armee kann der endgültige Sieg in einem Krieg auf gar keinen Fall das entscheidende Kriterium sein, denn eine zahlenmäßig deutlich unterlegene Armee kann natürlich von überlegenen Massen besiegt werden.

Deshalb ist die Stärke einer Armee das Ergebnis aus ihrer Quantität multipliziert mit der Qualität ihrer Ausrüstung und Bewaffnung multipliziert mit der ‘Kampfkraft’. Die Kampfkraft ist die Bereitschaft und Fähigkeit des einzelnen Soldaten, sich im Kampf auszuzeichnen und auch notfalls zu sterben.
Obwohl besserer Waffen und größere Zahlen an Soldaten die Kampfkraft bis zu einem gewissen Grad ausgleichen können, ist eine Armee ohne Kampfkraft nicht viel wert.

Kampfkraft der Wehrmacht im Westen 1944/45

Nach Berechnungen der US-Army waren die Ergebnisse der Gefechte im Zweiten Weltkrieg nur möglich, wenn die Soldaten der Wehrmacht – jeder Mann oder jede Einheit – um 20% bis 30% effektiver waren als die anglo-amerikanischen Truppen, welche ihnen gegenüberstanden.

Wenn wir die Anzahl der Truppen gegeneinander aufrechnen, so verursachten die deutschen Bodentruppen bei den anglo-amerikanischen Verbänden immer Mann für Mann um etwa 50% höhere Verluste zu, als sie selbst erlitten. Als Verluste gelten im übrigen immer Gefallene, Verwundete und Kriegsgefangene auf dem Schlachtfeld, jedoch keine Kranken u.ä.

Dies war der Fall, obwohl die Wehrmacht bei der Gesamtstärke zahlenmäßig weit unterlegen war und dies traf sowohl bei der Verteidigung als auch beim Angriff der deutschen Truppen zu. Dazu spielte es auch keine Rolle, ob die Wehrmacht in dem lokalen Gefecht zahlenmäßig überlegen war, oder wie üblicherweise, unterlegen; ob sie Luftunterstützung oder Luftüberlegenheit hatte oder wie zumeist keine; ob sie als Sieger oder Verlierer daraus hervorging. Ebenso traf dies auch für alle Gefechtsbedingungen zu. Dabei gilt für:

  •  Angriff der Basis-Faktor  von 1,0
  • Verteidigung mit ausgesuchten Stellungen und Sichtfeld: 1,3
  • Verteidigung aus vorbereitenden Stellungen: 1,5
  • Verteidigung aus Feldbefestigungen: 1,6

Dies Faktoren bedeuten, daß bei exakt gleicher Qualität der Truppen, z.B. 1.000 Mann in vorbereitenden Stellungen (Faktor 1,5) den gleichen Kampfwert haben, wie 1.500 Angreifer.

t_arrow1Siehe: Deutsche Militärische Leistungsfähigkeit nach der HERO-Datenbank.

Kampfkraft der Wehrmacht im Osten

In Russland war die deutsche Kampfkraft gegenüber der Roten Armee noch überlegener, sogar selbst in der Zeit der Niederlagen und Rückzüge.
Zu Beginn des Unternehmen Barbarossa konnte es eine deutsche Division ohne weiteres mit drei zahlenmäßig gleichstarken russischen Divisionen aufnehmen.
Unter günstigen Bedingungen in der Verteidigung konnte sich eine deutsche Division sich etwa gegen sieben gleichstarke russische Divisionen halten.

Im Jahr 1944 betrug diese Kampfwertüberlegenheit noch immer etwa 2:1, und für jeden gefallenen deutschen Soldaten verlor die Rote Armee im Schnitt 7,78 Mann (im Kampf Mann gegen Mann).
Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß die Wehrmacht sich 1944 im Osten fast nur in der Defensive stand und trotzdem eine relativ bessere Mobilität hatte. Dazu waren die deutschen Waffen bis zu diesem Zeitpunkt besser als die in der Roten Armee waren.
Wenn man diese Punkte berücksichtigt, so ergibt sich immer noch eine Überlegenheit von 4:1 für die Wehrmacht bei der Zufügung von Verlusten. Die deutsche Effektivität war somit um mindestens 50% größer. Dadurch konnten der deutsche Soldat im Kampf Mann gegen Mann immer noch etwa dreimal (3:1) soviele Verluste zufügen, wie ein Russe.

t_arrow1Siehe: Leistungsfähigkeit an der Ostfront.

Kampfkraft im Polenfeldzug von 1939

Aus den vorliegenden Zahlen vom Polenfeldzug 1939 ergibt sich im übrigen auch, daß die Leistung der polnischen Armeen statistisch besser als die der Roten Armee an der Ostfront 1941 bis 1945 waren.
Dazu hatten die Polen, im Gegensatz zu den Russen, den Nachteil der begrenzten Rückzugsmöglichkeiten. Hinzu kommt ebenso, daß sie trotz eines Nichtangriffspaktes von den Russen im Rücken angegriffen wurden.

Da die polnischen Truppen sich 1939 fast immer in der Verteidigung befanden und damit den Faktor für Verteidiger von 1,3 hatten, so verursachten 100 Polen pro Tag der Wehrmacht 0,4 Verluste. Ebenfalls pro Tag verursachten 100 deutsche Soldaten bei den Polen 1,52 Mann Verluste.

Somit bedeutet dies für das Zufügen von Verlusten eine deutsche Überlegenheit von 4:1 und nach den Ergebnissen anderer statistischer Erhebungen aus dem 2. Weltkrieg eine Kampfwertüberlegenheit von nahezu 2:1 für die Wehrmacht.

Auswirkungen von Taktik und Waffen auf die Kampfkraft

Der Unterschiede zwischen der vorweg bezeichneten höheren Effektivität der Kampfkraft (Kampfwert-Plus von 20-30% im Westen, über 50% im Osten) und den zugefügten Verlusten (150% im Westen, 300% im Osten aufgrund der zusätzlichen, rücksichtslosen russischen Massenangriffen) ergibt sich neben dem Einfluss durch die Gefechtsbedingungen und Luftunterstützung auch aus der zumeist besseren Ausrüstung der Wehrmacht (vor allem beim PzKpfw V Panther gegenüber dem Sherman-Panzer, 88-mm-Flak, Nebelwerfer , Sturmgewehr, Panzerfaust und wahrscheinlich vor allem durch das bis heute noch verwendete Maschinengewehr MG 42 sowie MG 34) und hat zu diesen Teilen nichts mit der Kampfkraft des einzelnen Soldaten oder der einzelnen Einheiten zu tun.

Die Tatsache, daß die entscheidenden strategischen Fehler von Hitler und auch seinen eingesetzten Oberkommandos gemacht wurden, beeinträchtigt die Analyse über die Kampfkraft nicht.
Die Soldaten der Wehrmacht kämpften ungebrochen noch Jahre weiter, nachdem alle reale Hoffnung auf einen ‘Endsieg’ im Zweiten Weltkrieg vergangen war. Ihre Kampfkraft blieb auf dem gleichen Niveau, egal ob in den siegreichen Jahren der Blitzkriege oder in den hoffnungslosen und ohne Aussicht auf Entkommen geführten Schlachten von Tunesien und Stalingrad. All dies geschah, obwohl Hitlers Krieg in Deutschland niemals populär war.
Selbst im April 1945, so eine alliierte nachrichtendienstliche Übersicht, kämpften die deutschen Truppen überall dort ungebrochen weiter, wo immer die örtliche taktische Lage überhaupt noch erträglich war.
Aber gerade diese konstant hervorragende Leistung bei der Kampfkraft ist das außergewöhnliche einer herausragenden Streitmacht.

Auch die Tatsache der endgültigen Niederlage im 2. Weltkrieg schmälert diese Leistung nicht, denn diese hat nichts mit der eigentlichen Kampfkraft einer Armee zu tun, sondern hatte andere Gründe.


Die wichtigsten Ursachen für die überlegene Kampfkraft der Wehrmacht

Für die nachfolgenden Vergleiche zur Kampfkraft wurde die US-Armee im 2. Weltkrieg ausgewählt, da es für diese neben der Wehrmacht die meisten Unterlagen und bewährtes statistisches Material gibt.

Es kann nicht die Neigung sein, Kriege zu führen, denn seit 1776 haben die USA 13 Kriege über eine Gesamtdauer von mehr als 38 Jahren geführt – Preußen, das Deutsche Reich und Deutschland im gleichen Zeitraum zusammen 14 Kriege mit einer Gesamtdauer von etwa 29 Jahren.
Und selbst bis Anfang des 18. Jahrhunderts galten Deutsche eigentlich nicht als besonders gute Soldaten. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und noch während des Amerikanischen Bürgerkrieges galten Deutsche im Allgemeinen als nicht besonders großartige Soldaten.

Sozialer Status des Militärs:
Der Offiziers- und Soldatenberuf hatte im Deutschen Reich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg einen wesentlich höheren sozialen Status und zog auch mehr qualifizierte Bewerber an, als dies in der USA der Fall war.

Führungsprinzipien:
Bei den deutschen Führungsprinzipen gilt bis heute das Prinzip der ‘Auftragstaktik’, d.h. die Befehlshaber befehlen ihren Untergebenen, was sie zu tun haben – aber nicht, wie das zu geschehen hat (im übrigen ein Prinzip, gegen das der selbsternannte ‘größte Feldherr aller Zeiten’ – Adolf Hitler – regelmäßig auf der strategischen Ebene verstoßen hat).
Bei der US Army bestand die Tendenz, jede mögliche Situation detailliert vorauszusehen und dafür zu befehlen, sowie die Tendenz den Krieg als eine Art ‘Industrie-Management’ anzusehen.


Anteil der Kampftruppen

Dies ist die tatsächlich ‘fechtende’ Truppe.

Kampftruppe (1939-1943)
Datum September 1939 Juli 1941 Juni 1942 Dezember 1943
Anzahl der deutschen Divisionen 106 203 239 278
durchschnittliche Sollstärke 16.626 13.900 13.500 13.000
durchschnittliche Iststärke 16.626 13.800 11.836 10.453
Kampftruppenanteil (fechtende Truppen)90,7% bei Infanterie-Divisionen, 86,2% bei Panzer-Divisionen
Rechnerische Soll-Stärke einer Division bei Berücksichtigung aller nicht-kämpfenden Truppen (Reservisten, Wachen, Verwundete, Kranke, Nachschubs- und Verwaltungspersonal) 34.893 24.907 24.931 26.172
Rechnerische Ist-Stärke einer Division bei Berücksichtigung aller nicht-kämpfenden Truppen 34.893 24.807 24.267 23.625
Kampftruppe (1944/45)
Datum Juni 1944 November 1944 April 1945 US Army Januar 1945 in Europa (zum Vergleich)
Anzahl der deutschen Divisionen 255 260 260
durchschnittliche Sollstärke 12.500 12.500 11.500
durchschnittliche Iststärke 12.155 8.761 9.985 13.400
Kampftruppenanteil (fechtende Truppen)89,4% bei Panzer-grenadier-Divisionen88,9% bei Infanterie-Divisionen, 83,6% bei Panzer-Divisionen
Rechnerische Soll-Stärke einer Division bei Berücksichtigung aller nicht-kämpfenden Truppen (Reservisten, Wachen, Verwundete, Kranke, Nachschubs- und Verwaltungspersonal) 27.401 26.583 21.895
Rechnerische Ist-Stärke einer Division bei Berücksichtigung aller nicht-kämpfenden Truppen 27.056 22.844 20.380 43.400

Jede Division der Wehrmacht benötigte 1945 etwa 50% weniger Hilfstruppen wie eine US-Division (nämlich 20.380 Mann je 9.985 Mann Divisionsstärke, bei der US-Army 43.400 Mann je 13.400 Divisionsstärke).
D.h. der Anteil der tatsächlich kämpfenden Truppe ist bei der Wehrmacht wesentlich höher als bei der US Army.
Durch die Konzentration der Wehrmacht auf die operativen Aspekte der Kriegführung verwendete diese relativ wenige Kräfte für Logistik, Verwaltung und organisatiorische Leitung, was womöglich auch zu wenig gewesen sein könnte.

WEITER ZU Kampfkraft Wehrmacht Teil II

 

Siehe auch: Deutsche Kampfkraft im 1. Weltkrieg

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23 Kommentare

  1. Magnus Schwerdtfeger

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    das klingt meiner Meinung nach sehr beeindruckend. Bloß da habe ich mich gefragt, wo die Quellen sind, die das belegen! Wenn mir jemand zuverlässige nennen könnte, wäre ich sehr dankbar!
    Mit freundlichen
    Magnus Schwerdtfeger

  2. Miloud C.. Fil

    Der artikel ist wirklich sehr vorsichtig und ausgewogen.Es wird zwar erwähnt das deutsche waffensysteme meist technisch ausgereifter bzw. schlicht besser waren.Es wird allerdings nicht erwähnt das dank der zu der zeit unübertrefflichen US industriekapazitäten alle siegermächte bestens ausgerüstet waren.So stand ein Panther einem dutzend oder mehr Sherman Panzern gegenüber.Die lange vollständige Luftüberlegenheit die daraus resultierte das die Luftwaffe kein Kerosin mehr hatte,kostete die Wehrmacht viel von der verbliebenen Kampfkraft.Der beste Beweis dafür ist die ardennen offensive.Eine der besten Armeen es je gab wurde durch von einem Irren Gefreiten geführtes Oberkommando,amerikanisches geld und russisches blut zerstört bzw. besiegt.

  3. Ich bitte zu berücksichtigen, dass der Krieg ausschließlich durch Verrat verloren wurde!

    • Was hat Kampfkraft mit dem Ergebnis eines Krieges zu tun – oder nehmen Sie auch an, daß die Armeen Spartas, Roms, Napoleons, der Konföderierten oder die US Army in Vietnam lediglich durch ‘Verrat’ und nicht durch erdrückende feindliche Übermacht letztlich verloren haben ?
      (Allerdings wenn man ‘Ultra’ auch dem ‘Verrat’ zuordnen würde, kämen sicherlich noch einige Prozentpunkte an Kampfkraft-Überlegenheit dazu, insofern haben Sie natürlich Recht)

  4. GM d.S. KD Frhr v H.

    Interessanter Beitrag, aber dennoch sind historische Fehler zu erkennen: 1) Hitler war kein selbsternannter Feldherr, das “Deutsche Volk” hat ihn berufen, nicht er sich selbst, 2)die taktische, wie strategischen Endscheidungen waren richtig & leider von bestimmten Kreisen in der Wehrmacht bewußt boykottiert. Hitler hatte bezüglich Ostfeldzug einen anderen Plan vorgelegt…. durch Krankheit mit Beginn des Feldzuges… haben Generale die Wehrmacht in eine Unsinnigkeit geführt. Statt Zangenbewegung und Stillstand vor den Sümpfen, trieben diese später am Putsch beteiligten Generale die Wehrmacht in den Winter. Meine Kenntnisse der Lage beruhen auch auf den Aussagen meines Vaters, der den Anfang und das Ende miterlebt und dies hautnah. Es gibt noch mehr auszuführen, aber…. ich lasse es lieber.

    • Interessante persönliche Ansichten, die ich hier gerne zur Diskussion stelle.

    • Doch, Hitler war selbsternannter Feldherr. Er war vom Volk lediglich als Reichskanzler gewünscht, woraufhin Hindenburg, durch ständiges Drängen der Bürger eingeengt, ihn 1933 in dieses Amt erhob, welches Hitler nach Hindenburgs Tod mit dem des Reichspräsidenten vereinte. Dieser Posten befugte Hitler jedoch zu keinerlei militärischer Entscheidungsgewalt, was er in den ersten Kriegsjahren auch noch berücksichtigte, sich jedoch mit Vorranschreiten des Konfliktes immer mehr in die Kriegsplanungen einmischte und der Obersten Heeresleitung regelmäßig und Handwerk putschte, weshalb der Krieg auf deutscher Seite auch bei weitem nicht mit maximaler Effektivität geführt werden konnte.

    • Ebenso nicht korrekt.
      Der Titel für A. H. “Größter Feldherr aller Zeiten” stammte von OKW Chef W.Keitel nach der Niederwerfung Frankreichs 1940.
      Das Volk hat daraus später etwas defätistisch die Abkürzung “Gröfaz” abgeleitet.

    • ach du ziehst die aussagen deines Vaters der gesammten Fachliteratur vor ???

      die entscheiden Leute waren Halder und Jodel,Keitel die haben die Plannung zuveranworten. Der kardinalfehler mit zuwenig divisionen zu rechnen. Was auch garnicht so schlimm war. Entscheidner oder viel entscheidner ist der Balkan und Griechenland + afrikafeldzug um die Italiener aus der scheisse zu helfen. Man spricht von 2 Monaten verlust dadurch ….. und verlust von 2 x Panzerdivisonen für afrika. Also ich denke hier gibt es keine zwei Meinungen in der frage.

    • “Leider von bestimmten Kreisen boykottiert”
      Sie hätten den Krieg also gerne gewonnen?

  5. Chris Deutsch

    Ich denke das es das Militärische System,Disziplin und er wille zu Siegen war.Denn den Deutschen ging es ja in den 20íger Jahren schlecht und wussten wie und wem sie es zu verdanken hatten der alles aufgebaut hatte.Ausserdem hatten sie ein Sieg nach dem anderen eingefahren.Das hat natürlich beflügelt.Dann immer neue Waffen kamen.Aber der Hauptgrund war denke ich der Intilligenz der Deutschen Soldaten die alle einen Beruf gelernt hatten.Also schlichtweg Schule, Berufliche Ausbildung,Militärische Ausbildung waren für die besser Effizens verantwortlich denke ich.

  6. Matthias Bünte

    Zu berücksichtigen ist auch noch das die Alliierten den Deutschen Enigma Funkverkehr entschlüsseln konnten und an allen Kriegsschauplätzen dadurch einen entscheidenden Vorteil besaßen.

  7. Sascha Pukrischkin

    Martin van Creveld vergleicht in seinem Buch Kampfkraft die Leistungsfähigkeit der deutschen

    Wehrmacht
    mit der amerikanischen Armee.
    Er bestätigt die Überlegenheit der deutschen Streitkräfte. Nicht allein die Waffensysteme, sondern auch die Psyche und kollektives Bewußtsein sind hierfür entscheidend.
    Dies bedeutet auch nach einem verlorenen Krieg und
    auch bei Bejahung des heutigen Rechtssystems, eine
    kritische Wachsamkeit des mündigen Bürgers gegenüber
    politisch motivierten Destabilisierungsversuchen des deutschen Geistes.

  8. ich find es ziemlich lustig, wie jeder hier seine meinung kund tut und diese als wahrheit verkauft.
    — der krieg wurde durch verrat verloren!
    am anfang des krieges mögen wir wirklich besser dagestanden haben. aber frankreich und russland wurde nicht nur durch militärische überlegenheit, sondern vorallem durch eine unfähige generalität seitens f und r verschuldet. den verrat den sie meinen ist bestimmt eine panzerdivision vor dem d-day. nazi propaganda wie die dolchstoßlegende!
    die usa haben ewig gebraucht ihre wirtschaft auf krieg umzustellen, aber als es soweit war, haben diese an einem tag mehr als 10 mal soviele flugzeuge, schiffe oder panzer produziert als die gesamte achse zusammen. diezahl der deutschen “super panzer” war sehr überschaubar. die zahlen:ru: 11.000 T-34/85 & 40.000 T-34/76; us: über 40000 M4 Sherman; d: Panzer IV 8500, Panzer V 6000, Panzer VI etwas 1500.
    die staaten hätten noch 10 jahre weiter panzer bauen koennen. die deutsche produktion versorgung und ressourccen waren ab 44 am ende.
    nicht einmal england konnte eingenommen werden. nordafrika nicht gehalten werden und die ostfront war ein riesen dilemma.
    Regel nummer eins: kämpfe niemals an zwei fronten gleichzeitig.

    • Ich stimme dir da komplett zu. Die französische Generalität lebte mehr oder weniger noch im 2.Weltkrieg und wurde gnadenlos aus ihren Träumen gerissen.
      Auch die Sache mit den tollen deutschen Panzern ist eher eine Legende, den uralten französischen Renault B1 Panzern gelang es mühelos dutzende moderne Panzer IV der Deutschen zu vernichten.Und bis zum Tiger und Panther hatte die Wehrmacht auch kein Gerät das es mit den T-34 der roten Armee aufnehmen konnte. Und selbst diese legendären deutschen Panzer waren extrem schlecht gebaut und waren viel zu fehleranfällig.

      Das die Deutschen den 2.WK durch Verrat verloren haben ist also wohl genauso Propaganda wie der 2.Weltkrieg.

      • der B1 war über einen langen Zeitraum der stärkste Panzer der Welt…. das ist Fakt.
        Für 1940 ein sehr guter Panzer .
        Ach sie leben im 2 weltkrieg ………—-.

        Vor dem Tiger und Panther gab es geräte die es mit dem T34 aufnehmen konnten.

        das waren…. Flak 36/37/38 88mm,5 cm Pak, 3,7 cm Pak mit Hohlladung 500 meter Reichweite.7,5cm Pak, 105mm lefh,150 mm sfh, diverse andere geschütze,105 mm flak, stuer emil,alle Hohlladungen in allen kalibern. Stukas, und zig andere Flugzeuge. Beutegeschütze………….. tja da kommt was zusammen Napoleon —–

        Mensch Mensch………………..

      • Also insgesamt stimmt deine Aussage, dass die ersten Deutschen Panzermodelle von Pz. I – III nichts gegenüber den meisten Allierten Panzern jener Zeit (1939 – 1941) wirklich etwas anhaben konnten, diese Erfolge (selbst im Frankreichfeldzug waren der Zusammenwirkung von Luftwaffe und Heer zu verdanken. Jedoch war der Panzer IV weit voraus. Dieser war 1942 mit der Version F2 sowie den darauf folgenden Versionen jedem Alliertem Model gewachsen. Grund dafür war die verängerte PzKpfwK 7,5cm L43 und später im sleben Jahr L48. Mit dieser konnte selbst der Panzer IV russische T34er auf mehr als 800m Entfernung ausschalten, während der T34/76 (Meistegebaute Version) bis auf unter 500m und näher an den Panzer IV heran musste (Ebenfalls geschuldet der verstärkten Panzerung von 30 auf 50 und spätere Modelle mit 80mm Frontpanzerung). Die Shermans konnten soweit ich es in Erinnerung habe auf ca. 1000m und mehr ausgeschaltet werden.
        Interessant wäre gewesen, wie die Entwicklung verlaufen wäre, wenn Deutschland mehr auf Wert auf Pz.IV produktion gelegt hätte, als auf Tiger und Panther, welche bis einschließlich 1944 noch nicht einmal annähernd ausgereift waren. M.E. sind Legenden der Niederlage aufgrund von Verrat nicht zu halten, da die massive Überzahl an Feindstärke viel zu hoch war. Ebenso die Ressourcenkapazitäten und Produktionsleistung, welche 1944 massiv abnahm.

    • Moin

      Du wirfst alles durcheinander und obendrein unlogische sätze………..

      und deine Regel nummer eins: ist schwachsinn………

      und was der eine User meint mit verrat ! Ist Richard Sorge…. das sollte man eigentlich wissen.

      ich meins wirklich nicht böse,aber der ww2 ist vielschichtiger als der normale Bundesbürger denkt.

  9. D. hätte 1941 weiter nach Moskau stürmen und es einnehmen sollen. Dann wäre der Krieg 1942 für D. gewonnen und aus gewesen. Doch A. Hitler wusste es besser als alle seine Generäle und hat u.a deswegen den Krieg auf Zeit verloren.
    Jeder mit etwas Ahnung vom 2.WK. wird dies bestätigen.

  10. kriegsprister

    Die Gründe warum Deutschland erst erfolgreich und später den Arsch versohlt bekam sind historisch belegt.

    Die Deutschen haben sich schlichtweg gut auf den Krieg vorberreitet und die Gegner haben erst mobil gemacht als der Krieg bereits lief. Es dauert halt 1-2 Jahre ehe Truppen ausgehoben, trainiert und ausgerüstet sind. Lest einfach mal die Bücher von Churchill. Dort wird aufgeführt, wie es beispielsweise um die englischen Heere und die Flotte bei Kriegsausbruch bestellt war.

    Dann hatten die Deutschen noch für 1-2 Jahre den Vorteil, dass Ihre Truppen aus den ersten Kriegjahren heraus Veteranen waren. Als sich diese Vorteile aufgezehrt hatten, gewann man auch keine Schlachten mehr.

    Und ob Moskau nun gefallen wäre oder nicht, hätte den Krieg auch nicht verändert. Die Russen bauten mit Hilfe der Amerikaner eine Waffenindustrie in Sibierien auf, die die späteren Unmengen an Material lieferten. Und Russland hat gegen Napoleon trotz Verlust von Moskau nicht kapituliert und hätte es garantiert auch gegen Deutschland nicht getan. Es ist nämlich Teil des Vaterlandmhytos, das egal wie weit der Gegner kommt, das Land Ihn fressen wird. Könnt Ihr in Krieg und Frieden nachlesen.

    Die Deutschen haben nach den Anfangserfolgen auf einen Friedenvertrag mit England gehofft. Als diese hart blieben hatte man schon verlohren. England hat ein fast unerschöpfliches Reservoir an Mannkraft in der Welt (Indien, Australien, Neuseeland, Kanada, Südafrika und und und) und freien Zugang zu allen Resourcen, U-boot-Krieg hin oder her. Das man auch noch Russland angriff, verstehe wer wolle. Spätestens als Amerika hinzukam muss selbst dem letzten Idioten klar gewesen sein, das der Krieg verlohren war. Und die Amerikaner hatten erst Ende 44 größere Mengen wirklich gut ausgebildete Einheiten im Kampf.

    Die Legende vom überlegenen deutschen Soldaten stammt vorwiegend aus der Zeit als man auf unvorbereitete (Frankreich, Russland) oder schlichtweg haushoch unterlegene Armeen (Skandinavien, Balkan, Griechenland) traf. Sobald man auf ausgebildete und vorbereitete Truppen traf, war es vorbei mit der überlegenen Kampfkraft.

    • Nicht ganz richtig: Die Kampfkraft der Wehrmacht 1939-45 war immer gleich; die zahlenmäßige Überlegenheit der Gegner hat sich erhöht und natürlich auch deren Qualität – bis zu einem gewissen Grad unterhalb der deutschen – durch Übernahme modernerer Prinzipen (siehe im Text zu Beginn und in der Mitte vor dem Vergleich).

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