Hohenstaufen-Division von Arnheim bis zum Ende


Einsätze der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen (Teil II).
Von Arnheim, über die Ardennen und nach Ungarn bis zum Ende.

Sturmgeschütz des II. SS-Panzer-Korps

Sturmgeschütz des II. SS-Panzer-Korps mit der Hohenstaufen-Division in Ungarn, 1945.

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Arnheim

Eigentlich war Arnheim nur als Sammelpunkt für die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen vorgesehen, welche zwischenzeitlich aus weniger als 3.000 Mann bestand. Von dort sollte die Division, nachdem sie ihre verbleibenden Panzer und Artillerie an die Frundsberg-Division übergeben hatte, mit der Eisenbahn in Richtung Deutschland zu einer vollständigen Wiederauffrischung abtransportiert werden.

Jedoch am 17. September 1944, gerade als die Division bis auf ein verstärktes Alarm-Bataillon schon verladen war, erfolgte das alliierte Unternehmen ‘Market-Garden’ in Holland. Dieses Unternehmen setzte sich aus der Bodenoffensive ‘Market’ durch Verbände der britischen 2. Armee und 1. US-Armee und der Luftlandung ‘Garden’ der 1. Alliierten Luftlande-Armee zusammen, mit dem Ziel sich in den Besitz der Brücken über die Waal bei Nijmwegen und über den Unteren Rhein bei Arnheim zu setzen.

StuH 42 der Hohenstaufen-Division Arnheim

StuH 42 der Hohenstaufen-Division in getarnter Feuerstellung in Arnheim.

Falls die Deutschen von der alliierten Luftlandung überrascht waren, so waren die Alliierten jedoch genauso davon überrascht, Mitten in einem Gebiet mit Truppenteilen von zwei Panzer-Divisionen der Waffen-SS abgesprungen zu sein. Selbst in ihrem aufgebrauchten Zustand waren diese immer noch ein kampfstarker Gegner gegen die nur leicht bewaffneten Luftlandtruppen.
Die Fahrzeuge der Hohenstaufen-Division wurden hektisch wieder aus den Eisenbahnwaggons ausgeladen und die schon abgefahrenen Teile wieder zurückgeholt. Die meisten der noch vorhandenen Soldaten der Division wurden in die Kampfgruppe Harzer zusammengefasst, welche vom SS-Standartenführer Walter Harzer angeführt wurde.

 

Rund 9.000 britische Fallschirmjäger waren in der Gegend um Wolfheze gelandet, welches rund 11 Kilometer westlich von Arnheim am nördlichen Ufer des Flusses lag. Die Fallschirmjäger, welche den Vorstoß unternahmen, das nördliche Ende der Brücke zu besetzen waren etwa 700 Mann stark und vom 2. und 3. britischen Fallschirmjäger-Bataillon.
Sie unternahmen noch einen Versuch die Brücke zu überqueren, aber heftiges deutsches Feuer zwang die Fallschirmjäger sich auf die Konsolidierung ihrer Stellungen am Nordende der Brücke zu konzentrieren und auf Verstärkungen zu warten. So blieb das südliche Ende der Brücke in deutschen Händen.
Die Befehle von General Bittrich an die Soldaten der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen lauteten, den Ort und die Brücke zu besetzen und zu halten und jeden Vormarsch weiterer britischer Fallschirmjäger vom Westen auf Arnheim zu unterbinden.

Deutsche Truppen in Arnheim

Truppen der Hohenstaufen-Division im Gefecht bei Arnheim.

Während der Schlacht um Arnheim wurden die Divisionstruppen in weitere, kleinere Kampfgruppen aufgeteilt, welche als Sperrkräfte zum Einsatz kamen. Einige Teile jedoch schwärmten von Arnheim aus bis nach Neerpelt im Südwesten aus. Dazu wurden die erfahrenen Waffen-SS-Männern mit Soldaten anderer Kommandos verstärkt, zum Teil noch in der Ausbildung oder sogar Mannschaften der Kriegsmarine.

 

Waffen-SS-Soldaten Oosterbeek

Waffen-SS-Soldaten in Stellungen bei Oosterbeek.

Während die Masse der britischen 1. Luftlande-Division versuchte, sich entlang des Nordufers von ihrer Absprungzone nach Arnheim und zur Brücke vorzukämpfen, brachte sie der deutsche Widerstand bei Oosterbeek zum Stehen, kurz außerhalb des Ortes.
Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Luftlandetruppen die Brücke nur für einen oder zwei Tage halten sollten, bevor die Bodenstreitkräfte sich ihren Weg aus dem Süden zu ihrem Entsatz durchgeschlagen haben würden. Der schon vorab beanstandete Vorstoß des britischen XXX. Korps, angeführt durch die Garde-Panzerdivision und der 43. Wessex-Division, durch einen schmalen Korridor fuhr sich jedoch fest. Dadurch kamen die nur leicht bewaffneten britischen Luftlandetruppen unter zunehmenden Druck der Soldaten der Waffen-SS.
Model schickte in den nachfolgenden Tagen ständig Verstärkungen zu den deutschen Truppen, welche die britischen Fallschirmjäger umstellt hatten. Trotz verzweifelter Kämpfe wurden die britischen Stellungen um Oosterbeck und bei der Brücke in Arnheim selbst ständig zusammengedrückt.

 

Sturmgeschütz der Hohenstaufen-Division in Arnheim

Britische Gefangene neben einem Sturmgeschütz der Hohenstaufen-Division in Arnheim.

Die britische Streitmacht an der Brücke kapitulierte schließlich am 21. September 1944. Auf Intervention des Sanitätsoffiziers der Hohenstaufen-Division, SS-Sturmbannführer Egon Skalka, wurde am 24. September ein Waffenstillstand organisiert, wodurch 700 verwundete britische Fallschirmjäger aus dem Kampfgebiet evakuiert werden konnten. Am nächsten Tag wurden weitere 500 verwundete Briten an die Deutschen übergeben.
Die deutschen Soldaten waren von dem Mut und der Zähigkeit der britischen Luftlandetruppen beeindruckt und die britischen Überlebenden berichteten später, dass ihre Behandlung durch die Waffen-SS-Männer mehr als korrekt war, sogar ‘freundlich’.

 

Die Ankunft der schweren Panzer-Abteilung 503 des Heeres mit Königstigern schließlich zerstörte jede Hoffnung der alliierten Entsatztruppen, sich noch den Weg zu den Eingeschlossen freikämpfen zu können.
Deshalb wurde am 25. September 1944 der Befehl an die noch kämpfenden Überlebenden der britischen 1. Luftlande-Division herausgegeben, sich zurückzuziehen. Diejenigen, welche in der Lage waren, den Rhein in Sturmbooten von britischen und kanadischen Pionieren zu überqueren, wurden bis zum nächsten Tag evakuiert.

Die Briten landeten etwa 9.000 Mann Luftlandetruppen bei Arnheim und später weitere 3.000 polnische Fallschirmjäger zu deren Unterstützung. Es wird geschätzt, dass etwa 8.000 dieser 12.000 Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren. Die deutschen Verluste beliefen sich dagegen auf nur etwas über 3.000 Mann.

Schließlich konnte die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen am 30. September wie geplant für eine längere Erholung, Auffrischung und Neuausrüstung nach Deutschland abtransportiert werden. SS-Standartenführer Harzer wurde mit dem Ritterkreuz in Anerkennung der Leistung seiner Truppen ausgezeichnet. Dies war nur eines der zwölf Ritterkreuze, welche an Angehörige der Division während des Zweiten Weltkriegs verliehen wurde.

Ardennen-Offensive

PzKpfw IV Ausf.J der Hohenstaufen-Division

Die Besatzung eines PzKpfw IV Ausf.J der Hohenstaufen-Division.

Für den nächsten Einsatz, an dem die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen teilnehmen sollte, wurde sie wieder auf knapp 20.000 Mann aufgefrischt. Aber davon waren nicht alle der neuen Soldaten von beeindruckender Qualität, denn diese beinhaltete einen großen Anteil von Personal der Luftwaffe. Die Division war außerdem erbärmlich knapp an Panzern, Fahrzeugen und Ausrüstung und einige ihrer Einheiten meldeten einen Fehlbestand von bis zu 50 Prozent.

 

Trotzdem wurde die Division am 12. Dezember in die Eifel verlegt und für die unglückselige Ardennen-Offensive vorbereitet. Die Hohenstaufen-Division wurde Teil der 6. SS-Panzerarmee, zusammen mit der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, 2. SS-Panzer-Division Das Reich und 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend. Sie alle standen unter dem Kommando von SS-Obergruppenführer ‘Sepp’ Dietrich.
Die Aufgabe der SS-Panzerarmee war es, entlang der nördlichen Flanke der Offensive bis nach Antwerpen vorzustoßen. Die Stadt war der entscheidende alliierte Nachschubhafen.

Die Hohenstaufen-Division erreichte bei Beginn der Offensive am 16. Dezember 1944 Blankenheim und erhielt den Einsatzbefehl erst am Nachmittag des 19. Dezember im Rahmen des II. SS-Panzer-Korps zusammen mit der 2. SS-Panzer-Division Das Reich.
Die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen war gezwungen, vier ganze Tage über völlig verstopfte Vormarschstraßen vorzurücken, bevor sie die Frontlinie erreichte.


Waffen-SS-Grenadiere in den Ardennen

Waffen-SS-Grenadiere in den Ardennen.

Auf der rechten Flanke von ‘Das Reich’ auf Poteau vorrückend, sah sie die ersten schweren Gefechte, als ihre Soldaten in Einheiten der 82. US-Luftlande-Division hineinliefen, welche die Hohenstaufen-Division bei Bra zum Stehen brachten.
Deshalb drehte die Division nach Süden ein und griff Grand Lalleux an und verfolgte die Amerikaner, als sich diese aus ihrem Frontbalkon aus St. Vith zurückzogen.

 

Am 22. Dezember gelang es den US-Truppen bei Vielsalm eine Brücke über den Fluss Salm zu überqueren und diese anschließend teilweise zu zerstören, um die Soldaten von Hohenstaufen an der weiteren Verfolgung zu hindern.
Erst am 24. Dezember konnte die Division schließlich die Salm überqueren und marschierte in Richtung Vaux-Chavanne, wo sie in weitere schwere Kämpfe verwickelt wurde.

Am 3. Januar 1945 griff die Hohenstaufen-Division über Rastadt an, um die amerikanischen Verteidiger von Bastogne in einen kleineren Kessel zurückzudrängen. An der Seite der 1. und 12. SS-Panzer-Divisionen, machte auch die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen anfangs gute Fortschritte. Aber zwischenzeitlich waren alle deutschen Verbände so sehr geschwächt, dass sie aufgrund fehlender Stärke, Munition und Treibstoff derartige Einbrüche nicht mehr ausnutzen konnten.
So musste sich auch die Hohenstaufen-Division Schritt für Schritt in Richtung Dochamps-Lon zurückziehen und dabei mehrere Rückzugsgefechte um Salmchateau schlagen.

Schon Ende Dezember 1944 verfügte die Hohenstaufen-Division über nur noch 30 einsatzbereite Panzer und einige ihrer Panzergrenadier-Bataillone waren kaum noch eine Kompanie stark.
Als die Ardennen-Offensive schließlich zerfiel, ordnete Adolf Hitler den Abzug seiner Elite-Formationen der Waffen-SS an. Diese waren für seinen nächsten, ebenso wahnwitzigen Plan vorgesehen, eine Gegenoffensive an der Ostfront.
Die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen wurde schließlich am 24. Januar 1945 aus der Frontlinie gezogen.

Ungarn 1945

PzKpfw IV des II. SS-Panzerkorps

Grenadiere und PzKpfw IV des II. SS-Panzerkorps in Ungarn.

Nach einer kurzen Erholung wurde die Division Anfang März 1945 nach Ungarn verlegt. Sie wurde dem II. SS-Panzer-Korps von Dietrichs 6. SS-Panzerarmee unterstellt, welche am Unternehmen ‘Frühlingserwachen’ teilnehmen sollte. Diese Gegenoffensive beim Plattensee hatte das Ziel, Budapest und die wichtigen Erdölfelder zurückzugewinnen, welche im vorausgegangenen Monat an die Rote Armee verloren gegangen waren.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Mannschaftsverluste der Hohenstaufen-Division weitgehend ausgeglichen worden – zumindest nach der Anzahl, denn die Eingezogenen umfassten nun sogar Ukrainer, welche noch nicht einmal Deutsch sprachen. Trotzdem hatte die Division immer noch nicht genügend Panzer und Artillerie erhalten.

Das Frühjahrestauwetter kam 1945 jedoch früh und der Boden war ein matschiges Sumpfgebiet. Bei der Planung des Unternehmens war man jedoch noch von einem eisenhart gefrorenen Untergrund für die Panzer ausgegangen.
Als der geplante Termin für die Offensive immer näher rückte, steigerte sich auch Hitlers Paranoia, dass die Sowjets seine Pläne erkennen würden und er verbot, Aufklärungspatrouillen hinauszuschicken, damit der Feind nicht vorgewarnt wird. Auch untersagte er es, größere Mengen an Fahrzeuge an die Front zu bringen. Aus diesem Grund mussten eine große Anzahl der Soldaten und Fahrzeuge bis zu 18 Kilometer weit durch versumpftes Gelände marschieren, bevor sie ihre Ausgangsstellungen erreichten.
Die Soldaten waren deshalb schon unterkühlt, nass und erschöpft, bevor die Schlacht überhaupt begann. Dabei war alles umsonst, da die sowjetische Aufklärung die deutschen Absichten schon lange vor dem Beginn der Offensive am 6. März erkannt hatte.

Praktisch von Beginn an blieb der deutsche Vorstoß im tiefen Boden des viel zu früh einsetzenden Frühjahrestauwetter stecken. Gleichzeitig hatte sich die Ausrüstung, Truppenführung und Professionalität der Roten Armee seit dem Unternehmen Barbarossa vom Juni 1941 erheblich verbessert und die Waffen-SS-Soldaten mühten sich ab, gegen einen sehr starken und entschlossenen Gegner voranzukommen.

Die Sowjets eröffneten am 16. März ihrerseits eine gewaltige Gegenoffensive und in weniger als einer Woche wurde die deutsche Front in Ungarn aufgerissen, wobei die Rote Armee durch Lücken von bis 100 Kilometern Breite durchstieß.
Unter Zurücklassung von hunderten von Panzern und Fahrzeugen, welche sich im Schlamm festgefahren hatten, mussten sich die deutschen Truppen bis nach Österreich hinein vor die Tore Wiens zurückziehen.

SS-Brigadeführer Sylvester Stadler, seit Oktober 1944 wieder Befehlshaber der Hohenstaufen-Division.

Während dieser Offensive ereignete sich ein Zwischenfall, welcher zum Bruch der Loyalität vieler Soldaten der Waffen-SS führte. Auf seinem Weg zum Hauptquartier der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen entdeckte General Hermann Balck, Befehlshaber der 6. Armee, fliehende Soldaten der Waffen-SS.
Im Hauptquartier angekommen, fiel er wütend über SS-Brigadeführer Stadler wegen der angeblichen Feigheit seiner Leute her. Der Divisionsbefehlshaber überzeugte Balck jedoch, dass die Soldaten, welche er gesehen hatte, keinesfalls von der Hohenstaufen-Division sein konnten.
Das führte dazu, dass Balck nun einfach die 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler dafür verantwortlich machte. Diese Gerüchte erreichten dann auch Hitler über den Befehlshaber der Heeresgruppe Süd, General Wöhler, der voller Schadenfreude berichtete, dass die Waffen-SS nicht mehr länger zuverlässig war. In einem seiner vorhersehbaren gefürchteten Wutausbrüchen verlangte Hitler nun, dass die Elite-Einheit, welche seinen Namen trug, ihre unverwechselbaren Manschettenbänder ablegen musste.

 

Es ging nun das Gerücht um, dass Hitler anschließend einen Schamotten-Topf gefüllt mit den hart erkämpften Auszeichnungen dieser Waffen-SS-Soldaten zurückerhielt, welcher mit einem Manschettenband der 17. SS-Panzergrenadier-Division Götz von Berlichingen umbunden war. Wenn es auch keinen Nachweis für diesen Vorgang gibt, zeigt er doch wie wütend die beleidigten Waffen-SS-Soldaten waren, wenn sie solche Geschichten herumerzählten.

Zwischenzeitlich hatte die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen praktisch als geschlossener Verband aufgehört zu existieren. Es gab nur noch eine Reihe kleinerer, zersprengter Kampfgruppen, welche Nachhutgefechte auf ihren langsamen Rückzug nach Österreich hinein führten.

SS-Obersturmbannführer Sailer

SS-Obersturmbannführer Sailer von der SS-Panzerjäger-Abteilung der Division erhielt noch am 4. Mai 1945 das Ritterkreuz für seinen Einsatz in den letzten Kämpfen des Krieges.

Erstaunlicherweise hatte die Division, nachdem sie in der katastrophalen Frühjahrsoffensive am Plattensee in Stück geschlagen worden war, Ende April ausreichend Ersatz erhalten, um fast wieder auf Sollstärke zu kommen. Allerdings waren die neuen Soldaten praktisch ohne ausreichende Ausbildung, darunter 17-Jährige, welche gerade von der Schule kamen.

Obwohl Hitler sich am 30. April 1945 das Leben genommen hatte und Berlin am 2. Mai kapitulierte, befand sich die aufgefrischte Division zu diesem Zeitpunkt in neuen Stellungen an der Elbe, um amerikanische Truppen an dem weiteren Vordringen nach Osten zu hindern.
Die Elbe war jedoch auch die vereinbarte Demarkationslinie zwischen den von Osten aufschließenden sowjetischen Truppen und den von Westen kommenden Amerikanern. Deshalb überrascht es nicht, dass dem Befehlshaber der Hohenstaufen-Division daran gelegen war, seine Männer auf das Westufer zu bringen, bevor die Waffen schweigen. Denn ihre Zukunft in sowjetischen Händen wäre mehr als schwarz.

Deshalb wurde vorsichtig Kontakt mit den sich nähernden Amerikanern aufgenommen. Am 7. Mai 1945 wurde die Kapitulation gegenüber den Westmächten unterzeichnet, worin festgelegt wurde, dass nur deutsche Einheiten welche am 8. Mai westlich der Demarkationslinie standen, in amerikanische oder britische Kriegsgefangenschaft gehen können. Alle anderen, welche diese Linie erst später überquerten, sollten wieder an die Sowjets ausgeliefert werden.

SS-Brigadeführer Stadler war entschlossen, dass seine Männer als disziplinierte Einheit in Gefangenschaft gingen. Nachdem sich Stadler beim amerikanischen Hauptquartier gemeldet hat, marschierten seine Waffen-SS-Soldaten in Paradeformation vor den erstaunten amerikanischen Soldaten vorbei, welche mutlose und schmutzige Gefangene erwartet hatten, die nur zu glücklich wären, dass der Krieg vorbei war.
Die Reste der Kampfgruppen in Österreich gingen am 8. Mai 1945 bei Linz in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Zusammen mit dem Schwesterverband 10. SS-Panzer-Division Frundsberg hatte sich auch die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen als erstklassiger Kampfverband erwiesen.

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