Belagerung von Tobruk


Die Belagerung von Tobruk, April bis Dezember 1941 (Teil I). Die Bedeutung des Hafens und der Belagerungskrieg der modernen Art.

deutsche schwere Batterie im Direktbeschuss

Eine deutsche schwere Batterie beschiesst im Direktbeschuss Stellungen bei Tobruk.

Tobruk

Hafen von Tobruk

Der Hafen von Tobruk mit Bombenexplosionen während eines deutschen Luftangriffs.

Tobruk ist ein kleiner, aber wichtiger Hafen an der Küste der Cyrenaika. Die Bevölkerung zählte vor dem 2. Weltkrieg etwa 4.000 Menschen, welche in ein paar hundert weißen Gebäuden lebten, welche von der Sonne auf dem felsigen Boden aufgeheizt wurden und schräg hinunter zum kleinen Kai standen.
Den Platz im Zentrum der Ortschaft schmückten ein paar verstaubte Palmen und während der Friedenszeit war die geschäftigste Einrichtung von Tobruk die Wasserdestillationsanlage, welche mithilfe von einem oder zwei Brunnen täglich rund 180.000 Liter produzierte.

Die Bedeutung von Tobruk lag in der Tatsache, dass es der einzige sichere und leicht zugängliche Hafen an einem über 1.600 km langen Küstenabschnitt zwischen Sax in Tunesien und Alexandria in Ägypten war – mit Ausnahme des noch kleineren Hafen von Bengasi.
Wie Bengasi war auch Tobruk von den Italienern als eine ihrer wichtigsten Verteidigungsanlagen in Libyen gegen Angriffe aus dem Osten und als Marinestützpunkt ausgebaut worden.

In Friedenszeiten war Tobruk schon wichtig als Umschlagplatz für Waren aus und für sein riesiges Hinterland. Aber erst im Krieg und während des Kampfes um Nordafrika, nahm seine Bedeutung noch stark zu, weil jeder Vorstoß darüber hinaus – egal ob in östliche oder westliche Richtung – die Lage doppelt so risikoreich machte.

Erstens war der Besitz von Tobruk wichtig als Entladepunkt für Nachschub und Verstärkungen, die ansonst schwierig und langwierig – entweder aus Alexandria oder aus der anderen Richtung von Bengasi aus – über die Verbindungslinien an Land herangebracht werden mussten.
Zweitens, wenn Tobruk sich im Besitz einer feindlichen und aggressiven Garnison befand, konnte es zu einer ernsthaften offensiven Bedrohung für die Flanken jedes darüber hinaus geführten Vormarsches sein.

Winston Churchill selbst bezeichnete ihn als den ‘Ausfalls-Hafen’ und erklärte: ‘Nicht mehr als ein Stoßtruppunternehmen kann über Tobruk hinaus gemacht werden’.

Die ursprünglichen italienischen Karten von Tobruk zeigen zwei Verteidigungslinien mit Stützpunkten an, welche vollständig in den Untergrund eingelassen wurden. Diese hatten eine Länge von etwa 55 bis 65 km und einen Radius von ca. 30-35 km.

 Verteidigungsgürtel von Tobruk

Der Verteidigungsgürtel von Tobruk. Links unten die Einbruchsstelle, welche schon O’Conner nutzte und wo auch Rommel am 30. April 1941 einbricht.

Die äußere Verteidigungslinie bestand aus einer Reihe von gut betonierten Unterständen, von denen viele geschickt aus natürlichen Höhlen improvisiert wurden, und welche für 30 bis 40 Mann ausgelegt waren.
Diese Unterstände wurden durch Gräben verbunden, in denen alle paar hundert Meter Stellungen für Maschinengewehre, Granatwerfer und Panzerabwehrgeschütze angelegt waren. Diese Gräben wurden mit dünnen Brettern abgedeckt und leicht mit Sand bedeckt, sodass sie für das menschliche Auge selbst aus ein paar Metern Entfernung nicht zu erkennen waren.
Vor der äußeren Verteidigungslinie war zudem noch Stacheldraht ausgelegt, welcher an manchen Stellen nur aus einer einzigen Reihe bestand, während er anderswo eine Tiefe von bis zu 25-30 Metern hatte.
Vor dem Stacheldraht hatten die Italiener einen Panzergraben gebaut, oft geschickt an eine schon vorhandene, natürliche Schlucht angepasst. Senkrecht und durchschnittlich 2,1 Meter tief sowie 3 Meter breit, war der Panzergraben so gestaltet worden, dass er jeden Überquerungs-Versuch durch ein Kettenfahrzeug vereiteln sollte.

britischen 'Ratten von Tobruk'

Die ‘Ratten von Tobruk’ verbrachten die meiste Zeit in ihren unterirdischen Schutzräumen. Die Ventilator-Rohre hier stammen von Wracks aus dem Hafen von Tobruk.

Der innere Verteidigungsring befand sich etwa 2.000 bis 3.000 Meter hinter der äußeren Linie und war in der gleichen Weise hergerichtet, jedoch ohne den Panzergraben.

Als Rommel mit seinen Streitkräften die britische Western Desert Force im April 1941 angriff und der Widerstand vor ihm zusammenbrach, war es einer seiner ersten Gedanken, Tobruk zu erobern. Dies sollte die Gefahr in seiner Flanke beseitigen und seine Verbindungslinien für den Angriff auf Ägypten verkürzen.
Er nahm dafür keine großen Schwierigkeiten an. Wavells Truppen hatten Tobruk von den Italienern in zwei Tagen genommen und der zuversichtliche Rommel dachte, dass es nicht viel länger dauern würde – falls überhaupt so lange -, es zurückzuerobern.

Doch die hastig improvisierte Verteidigung durch die 9. australische Division, ergänzt durch die 18. Brigade der 7. australischen Division und die Reste der 3. Panzerbrigade zusammen mit Feldartillerie- und Flak-Regimenter, die alle unter dem Kommando des australischen Generalmajor Leslie Morshead standen, war zu viel für die abflauende Dynamik von Rommels Vorstoß.

Belagerungskrieg auf moderne Art

Von diesem Moment an befand sich Tobruk in einem ständigen Zustand der Belagerung. Aber es war nicht eine Belagerung im herkömmlichen Sinne, wie z.B. die von Ladysmith und Mafeking im Burenkrieg, oder von Lucknow im indischen Aufstand, wo isolierte Garnisonen von einem zahlenmäßig überlegenen Feind eingeschlossen waren und vollständig von den eigenen Streitkräften abgeschnitten waren.
Die ständige Verbindung zwischen Tobruk und den Hauptstreitkräften der Alliierten wurde durch die Royal Navy aufrechterhalten, auch wenn dies keineswegs ein ‘Spaziergang’ war.

Italienische Artillerie beschiesst Tobruk

Italienische Artillerie beschiesst Tobruk.


Und doch war es sicherlich eine Belagerung in dem Sinne, dass Tobruk eine befestigte Stellung unter ständigem Angriff durch den Feind war. Jeder Quadratmeter es verteidigte Gebiet war innerhalb der Reichweite der deutschen und der italienischen Artillerie und die Gruppen der Hafenarbeiter gerieten fast so häufig unter Beschuss wie die Truppen in den äußeren Verteidigungsstellungen.

Unbestritten hing das Überleben von Tobruk davon ab, ob der Hafen weiterhin benutzbar war und die gefährdeten Versorgungslinien über das Meer nach Ägypten offen gehalten werden konnten. In Tobruk selbst gab es nichts, was für das Überleben einer Armee notwendig war, mit Ausnahme des Schutzes der natürlichen Höhlen. Alles musste von Ägypten herangebracht werden, Rommel realisierte dies und setzte fast soviel Mühen ein, den Hafen zu neutralisieren oder die Seeverbindungslinien zu unterbrechen, wie er es für die Planung eines Angriffs von der Landseite aus tat.

Seit den Tagen von Wavells Offensive, wurde die britische Armee in der Cyrenaika über das Meer durch Schiffe der Inshore Squadron unterstützt und versorgt, einer heterogenen Armada, welche alles umfasste: von einem Zerstörer bis zu einem Monitor, Schaluppe, Kanonenboot, Trawler, Schwamm-Fischer-Boot oder Leichter.

In Tobruk härtester Stunde brachten diese Schiffe – manchmal unterstützt durch die britische Mittelmeerflotte und so oft wie möglich durch Kampfflugzeuge gesichert – Männer, Maschinen, Nachschubgüter und Wasser entlang der vom Feind besetzten Küste durch Minenfelder, Artilleriebeschuss, Bomben und Torpedos zur belagerten Festung.



Die Verluste bei dem Inshore-Geschwaders waren schwer – vor allem während des Tages. Manchmal war es nur möglich, in mondlosen Nächten auf die Fahrt zu gehen.
Tagesangriffe, wie die auf die Flak-Schaluppen Auckland und Paramatta am 24. Juni, während sie den wertvollen Treibstoff-Transporter Pass of Balmaha eskortierten, geben eine Ahnung von dem Aufwand, welchen die Achsenstreitkräfte betrieben. In diesem Fall führten die kombinierten Angriffe von Torpedobombern und 96 Sturzkampfbombern zum Verlust der Auckland und zum Liegenbleiben der Pass of Bahma.

Am anderen Ende der Palette war zum Beispiel der erbeutete italienische Fischerei-Schoner Maria Giovanni, der vom australischen Leutnant Alfred Palmer befehligt wurde. Dieser fuhr Nacht für Nacht die gefährliche Route, bis er in eine deutsche Falle lief.
Wie auch andere Schiffe lief Palmer den Hafen von Tobruk nach dessen schattigem, grünen Licht an der Einfahrt an. Aber ohne es zu ahnen, köderten die Deutschen ihn eines Nachts damit, indem sie weiter östlich ein ähnliches Licht anzündeten. Zu seiner Überraschung lief Palmer hart auf Grund und wurde mit seiner Besatzung gefangengenommen, als sie versuchten eine Fahrrinne zu graben, um das Schiff wieder flottzumachen.

Rommels Angriff auf den Verteidigungsgürtel von Tobruk

Vor dem Hintergrund der Kämpfe auf dem Meer vor der Küsten und in der Luft, mutierte der Landkampf zu einem Artillerie-Bombardement und Scharmützeln zwischen Patrouillen, während Rommel, geläutert durch das Scheitern seines ersten Vorstoßes, seine Truppen für einen Generalangriff vorbereitete.
Er wurde ungeduldig, da jeder Vorstoß über die libysch-ägyptische Grenze unmöglich war, solange Tobruk nicht erobert war. Aber er war nicht vor dem 30. April 1941 bereit dazu.

 Stuka über dem Hafen von Tobruk

Eine Ju 87 Stuka (oben) über dem Hafen von Tobruk. Die Explosionswolken der Bomben sind deutlich zu sehen.

Der Angriff an diesem Tag begann mit durchgehenden Sturzflug-Angriffen von Ju 87 Stukas und Dauerbeschuss der Artillerie, gegen welche die Kräfte der Verteidiger beschränkt waren. Diese bekämpften die Stukas mit Flugabwehr- und Handwaffenfeuer und die britische Artillerie legte die feindlichen Geschützstellungen unter Feuer. Da die belagerte Garnison bis zur nächsten mondlosen Nacht, welche erst eine Woche später war, keine neue Lieferung von Munition zu erwarten hatte, musste sie haushalten und jeder Schuss zählte.

Die deutschen Stukas waren in der Luft unangefochten, da die Hurricane-Jäger der RAF-Staffeln nicht in der Lage waren, die unter Dauerfeuer stehenden Start- und Landebahnen zu benutzen. Auf diesen befanden sich ständig Krater der explodierten Granaten und auch die Werkstätten und Benzin-Lager wurden täglich beschossen. Am 25. April mussten daher die britischen Flugzeuge abgezogen werden.

Als die Stukas von ihren Zielen abließen, griffen die Infanterie und Panzer den westlichen Abschnitt der Verteidigungsstellung um Tobruk an. Aber die Verteidiger waren weit davon entfernt, dadurch beeindruckt zu sein und so schlug den Deutschen und Italienern ein heftiges Feuer der britischen Artillerie und Panzer sowie von der australischen Infanterie entgegen.

deutscher Stosstrupp vor Tobruk

Ein deutscher Stosstrupp hat sich mit Panzerunterstützung an die Drahthindernisse vor Tobruk herangearbeitet.

Es war einer harte und bittere Schlacht. Rommel schrieb darüber später: ‘Die Australier haben mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit gekämpft. Sogar ihre Verwundeten nahmen selbst Schusswaffen in die Hand und verteidigten die Stellungen bis zum letzten Atemzug. Es waren ungeheuer große und kräftige Männer, die ohne Frage eine Art Elite-Truppe des britischen Empire darstellten – eine Tatsache, die auch im Kampf offensichtlich war.’

Am Ende des Tages war es den deutschen und italienischen Truppen gelungen, den Verteidigungsring um Tobruk zu durchdringen und eine 3 bis 3,5 km große Bresche in den westlichen Abschnitt der australischen Stellungen zu treiben. Darin befand sich der markante und wichtige Hügel von Ras el Madauar, von dem ein großer Teil der belagerten Festung überblickt werden konnte.
Aber obwohl die Kämpfe noch bis zum 4. Mai mit ungebrochener Härte anhielten, waren die Angreifer nicht in der Lage, ihren Einbruch zu erweitern.

Der Einbruch bei Ras el Medauar blieb jedoch eine ständige Bedrohung für die belagerte Garnison, und obwohl es auch bei den anderen Abschnitten der Verteidigungslinie sporadische Aktivitäten gab, hing die Verteidigung von Tobruk seit dem 4. Mai im Wesentlichen von der Lage in diesem westlichen Abschnitt ab. Hier waren die vorbereiteten und gut ausgebauten Verteidigungsstellungen durchbrochen und die sich gegenüber liegenden Soldaten mussten in hastig improvisierten Erdlöchern ausharren.
Es war nun sozusagen der weiche Unterbauch von Tobruk: die deutschen und italienischen Truppen gingen davon aus, wenn der Durchbruch gelingen konnte, dann war es an dieser Stelle. Deshalb wurde diesem Bereich die größte Aufmerksamkeit von allen gewidmet.

Stellungskrieg um Tobruk

Nachdem Tobruk einen Monat unter Belagerung gestanden hatte, war die Gegend um die Stadt mit ausgebrannten Panzern, Fahrzeugen und anderen Kriegstrümmern übersät. Die Stadt selbst war zu einem Trümmerhaufen geworden, in welchem nur ein Haus stehen blieb. Und dieses wurde, trotz der Tatsache dass es in der Trümmerwüste wie ein einsamer Turm hervorragte, von General Morshead als sein operatives Hauptquartier benutzt.

Für die Verteidiger von Tobruk brachte jeder Tag eine neue Reihe von Problemen mit sich. Das heißt, zusätzliche Probleme, zu denen, welche schon normalerweise mit dem Wüstenkrieg verbunden sind: die merkwürdige Desorientierung durch eine eintönige Landschaft, die Tendenz sich im Kreis zu bewegen und extreme Temperaturen, sodass man sich schon bei der Berührung eines in der Sonne stehen gelassenen Panzers die Hand verbrennen konnte.
So gab es weitere Probleme mit der Nahrung, an der zwar kein eigentlicher Mangel herrschte, aber die monotone Gleichartigkeit der Dosen-Verpflegung den Soldaten auf das Gemüt schlug. Dazu kam der üblicherweise in der Wüste herrschende Mangel an Wasser – und wenn es welches gab, schmeckte es immer salzig. Brot fehle fast völlig, aber dafür gab es zu allem Überfluss keinen Mangel an Flöhen, Fliegen und Ratten.

Feldflugplatz mit Ju 87 Stukas

Feldflugplatz mit Ju 87 Stukas in der Wüste.

Zu diesen Beschwerden gab es ein Problem, was es selten in den Annalen von belagerten Festungen gab. Die Flugplätze der Achsenmächte, von denen aus die Einsätze gegen Tobruk gemacht wurden, lagen so nahe, dass die Verteidiger das Flugzeug schon beim Anlaufen lassen ihrer Motoren vor dem Start hören konnten. Zwei Flugplätze, El Adem und Acroma, waren nur rund 16 km entfernt und einige der Verteidiger behaupteten, dass sie in den ruhigen Wüstennächten die Bodenmannschaften während derer Arbeit an den Flugzeugen singen hören konnten.

Nachdem die RAF-Jäger am 25. April zurückgezogen worden waren, gab es nur noch eine ständige Abwehrmaßnahme gegen die Bomber: die Flak der britischen Artillerie, verstärkt durch die im Hafen auf Schiffen vorhandenen Geschütze. Zwei Regimenter mit 3,7-inch-Flak-Geschützen sowie einige erbeutete italienische 102-mm-Kanonen und drei Regimenter mit 40-mm Bofors-Flak verblieben während der gesamten Dauer der Belagerung in Tobruk und feuerten auf alle neuen Angriffe von Horizontalbombern oder Stukas.

Während der unzähligen Angriffe eiferten die Flak-Kanoniere ihre Kollegen auf Malta durch eine Miniatur-‘Grand-Barrage’ nach, angesichts der großen Tapferkeit der deutschen Piloten, die manchmal weniger als 150-200 Meter über den Feuerstellungen hinweg fegten.
Während des Julis begannen die Stuka-Angriffe dann tatsächlich nachzulassen und es wurde möglich, auch Schiffe bei Tageslicht zu entladen. Lediglich die Flak-Kanoniere verhinderten ungestrafte Bombenangriffe und damit ermöglichten sie hauptsächlich, dass die Versorgungsschiffe entladen werden konnten und die Garnison versorgt blieb.

 britische Patrouille Tobruk

Eine britische Patrouille geht durch den Stacheldrahtverhau des Verteidigungsgürtels von Tobruk vor.

Der westliche Sektor um die Einbruchstelle bei Ras el Madauar hatte seine eigenen, besondere Probleme. Die felsige Natur des Bodens macht es fast unmöglich, sich tief einzugraben und an den Tagen, wo keine Kampfhandlungen stattfanden, lagen beide Seiten in ihren flachen Gräben und waren nicht in der Lage, sich auch nur zu bewegen.
Ein deutscher Bericht über die Zustände in diesem Frontabschnitt in diesem Zeitraum besagt: ‘Die Australier waren gute Schützen. Als Scharfschützen waren sie hervorragend. Selbst die banalste Bewegung im Erdloch, bei welcher irgend ein Körperteil darüber schaute – und Peng ! – es hatte dich erwischt.’
Für ihre nächtlichen Patrouillen verwendeten die Australier Kreppsohlen, lange Hosen, Pullover und Baretts. Sie waren mit Maschinenpistolen und Handgranaten bewaffnet und ihr Ziel war in den meisten Fällen nur eine einzige feindliche Stellung. In der Stille einer mondlosen Nacht näherten sie sich, warfen ihre Granaten hinein und verschossen die Magazine ihrer Maschinenpistolen darauf, bevor sie wieder so schnell und leise zurück zu ihren eigenen Stellungen verschwanden, wie sie gekommen waren.

Die deutschen Soldaten wendeten oft die gleiche Technik gegen die Australier und Briten an und gelegentlich trafen die Patrouille von beiden Seiten im Niemandsland aufeinander, worauf eine kurzes und heftiges Gefecht stattfand, bei dem es oft zum Nahkampf kam.


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