F4F Wildcat

US Marinejäger Grumman F4F Wildcat.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell vom bordgestützten Jäger.

FM-1 Wildcat
US-Marinejagdflugzeuge einer Staffel von FM-1 Wildcats von Eastern Aircraft über dem Pazifik. Alle FM-Modelle hatten nur vier 12,7-mm-Maschinengewehre.

Grumman F4F Wildcat

Grumman F4F Wildcat
Typ: US-Marinejagdflugzeug.

Die Grumman F4F Wildcat war ein amerikanisches trägergestütztes Kampfflugzeug, das während des Zweiten Weltkriegs bei der United States Navy und dem Marine Corps eingesetzt wurde.

Überblick

Entwicklung: Die Wildcat wurde in den späten 1930er Jahren entworfen und 1940 in Dienst gestellt.

Rolle: Sie wurde in erster Linie als trägergestütztes Jagdflugzeug eingesetzt und spielte in der Anfangsphase des Pazifikkrieges eine wichtige Rolle.

Leistung:
– Höchstgeschwindigkeit: Rund 512 km/h
– Reichweite: Etwa 1.360 km
– Bewaffnung: Normalerweise sechs M2 Browning-Maschinengewehre vom Kaliber .50 (12,7 mm)

Konstruktionsmerkmale:
– Eindecker in Mittelflügelbauweise
– Einziehbares Fahrwerk
– Gekapseltes Cockpit

Kampfbilanz: Die Wildcat war der japanischen Mitsubishi A6M Zero in einigen Aspekten unterlegen, erwies sich aber als zähes und zuverlässiges Jagdflugzeug. Die robuste Konstruktion und die gute Sturzfluggeschwindigkeit halfen den amerikanischen Piloten bei der Entwicklung von Taktiken, um die Vorteile der Zero auszugleichen.

Varianten: Es wurden mehrere Versionen hergestellt, darunter die FM-2, die von General Motors gebaut wurde.

Nachfolger: Die Grumman F6F Hellcat, die viele der Mängel der Wildcat beseitigte, löste sie schließlich als wichtigstes Jagdflugzeug der Navy ab.

Einsatz bei Alliierten: Auch die britische Fleet Air Arm verwendete die Wildcat und nannte sie Martlet.

Produktion: Während des Krieges wurden über 7.800 Wildcats gebaut.

Die F4F Wildcat spielte eine entscheidende Rolle in mehreren großen Schlachten, darunter die Verteidigung von Wake Island, die Schlacht von Midway und der Guadalcanal-Feldzug, und trug dazu bei, die Luftüberlegenheit der alliierten Streitkräfte im Pazifik zu sichern.

Geschichte

Flugdeck der 'Wasp'
F4F Wildcat Marinejäger und SBD Dauntless Sturzkampfbomber auf dem Flugdeck der ‚Wasp‘, bevor der Träger 1942 versenkt wurde.

Ursprünglich als Doppeldecker zur Fortsetzung der erfolgreichen F3F-Serie geplant, wurde die F4F Wildcat im Sommer 1936 zum Mitteldecker umkonstruiert. Obwohl damit dem Brewster F2A Buffalo unterlegen, machte Grumman weiter und stattete die F4F-3 mit einem stärkeren Motor aus. Davon bestellte die französische Marineluftwaffe Anfang 1939 100, die amerikanische Marine folgte im August mit 54 Jagdflugzeugen. Die französischen Flugzeuge gingen schließlich nach England und wurden Martlet I getauft. Die Produktion lief mit Twin Wasp und Cyclone Motoren weiter.

Die F4F-4 hatte Klappflügel. Davon lieferte Grumman 1.169 plus 220 Martlet IV für die englische Marineluftwaffe. Aus der schnell aufgebauten Produktion der Eastern Aircraft Division von General Motors kamen 839 FM-1 und 311 Martlet V, für welchen die Engländer nun den amerikanischen Namen Wildcat übernahmen.

Grumman stellte anschließend um auf die Produktion der Avenger, Hellcat und andere Typen, baute jedoch F4F -7 Aufklärerversionen mit 4685 kg Gewicht und 24 Stunden Flugdauer sowie eine Schwimmerflugzeug-Version. Eastern übernahm das letzte Modell, die starke und effektive FM-2 und lieferte in 13 Monaten 4.777 (einschließlich 340 Wildcat VI für England).

Aus tausenden von Einsätzen ging dieses technisch alte Jagdflugzeug mit einem hervorragenden Ruf hervor. Die Wildcats waren besonders wertvoll, weil sie auch von kleinen Geleitträgern starten konnten, so zum Beispiel im November 1940 von einem eroberten deutschen 5.000 t-Schiff (Audacity), auf das man ein flaches Deck gebaut hatte.
Wildcats waren bekannt für ihre Kampfstärke und Wendigkeit und versenkten auch japanische U-Boote und einen Kreuzer.

Benutzer: USA, Großbritannien, Frei-Franzosen, Griechenland.

 F4F Wildcat der Royal Navy
Eine F4F Wildcat der Royal Navy auf einem englischen Flugzeugträger.

Animation 3d-Modell F4F Wildcat


Spezifikationen Grumman F4F-4 Wildcat

Spezifikationen:

F4F-4 Wildcat
Spezifikation
Typ
einsitziges Marinejagdflugzeug
Antrieb
1 x 1200 PS Pratt&Whitney R-1830-86 Twin Wasp 14-Zylinder Doppelsternmotor
Besatzung
1
Spannweite
11,58 m
Länge über alles
8,76 m
Höhe über alles
3,60 m
Leer-Gewicht
2.109 kg
Startgewicht
2.767 kg
Höchstgewicht
3.560 kg
Höchstgeschwindigkeit
509 km/h
Steigleistung
610 m/min.
Dienstgipfelhöhe
10.640 m
Reichweite
1.240 km

Bewaffnung:

F4F-4 Wildcat
Spezifikation
in den Aussenflügeln
6 x 12,7-mm-MGs (800 Schuss/min, 856 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
Unterflügelstationen
2 x 113-kg-Bomben

Einsatzstatistik:

F4F/FM Wildcat
Angaben
Erstflug
XF4F-3 am 12. Februar 1939
Serienproduktion
F4F-3 Februar 1940; F4F-4 1941; FM-1 1942; FM-2 am 2. März 1943
Endlieferung
August 1945
Stückzahl
ca. 329 F4F-3; 1.389 F4F-4; 1.140 FM-1; 4.467 FM-2 - insgesamt: ca. 8.000 (davon ca. 1.000 für die englische Marineluftwaffe)


Quellenangaben und Literatur

Luftkrieg (Piekalkiewicz)
Das große Buch der Luftkämpfe (Ian Parsons)
Combat Aircraft of World War II (Bill Gunston)
World Aircraft World War II (Enzo Angelucci, Paolo Matricardi)
The Encyclopedia of Weapons of World War II (Chris Bishop)

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