Schlachtschiffe Queen Elizabeth Klasse

Britische Schlachtschiffe der Queen Elizabeth Klasse

Schlachtschiff 'Barham'

Schlachtschiff ‘Barham’ der Queen-Elizabeth-Klasse mit der britischen ‘Grand Fleet’ in Scapa Flow.

Geschichte

Eine der erfolgreichsten Klassen von Großkampfschiffen, die je gebaut wurden, sind die fünf Einheiten der Queen Elizabeth-Klasse, welche auch die ersten wirklichen schnellen Schlachtschiffe waren. Dies resultierte aus der Entscheidung, 381-mm-Kanonen statt der aktuell verwendeten britische 343-mm-Geschütze einzubauen, welche bereits von größeren Kaliber fremder Marinen übertroffen wurden. Zwar war es keine Frage, daß die gebauten Schiffe groß genung waren, um die bisherige 10-Geschütz-Hauptbatterie zu tragen, aber eine Batterie aus den 8 Kanonen mit einem Breitseitengewicht von 6.940 kg war im Vergleich zu den 6.350 kg der 10 x 343-mm-Geschützen immer noch überlegen. Der Verzicht auf die zwei zusätzlichen Geschütze bot zudem den Vorteil, daß die darunter liegenden Maschinenräume in ihrem Ausbau nicht beeinträchtigt wurden. Als Folge davon konnte die Maschinenleistung von 29.000 PS (21.625 kw) der vorhergehenden Iron Duke Klasse auf 75.000 PS (55.927 kW) gesteigert werden, was eine Geschwindigkeit von 24 kn trotz des größeren Rumpf erbrachte. Mit dieser höheren Geschwindigkeit und der größeren Feuerreichweite ihrer Geschütze, konnten die Schiffe der Queen Elizabeth Klasse eine etwas geringere Panzerung ohne weiteres hinnehmen, um die erhöhten Anforderungen an die Brennstoffbunker durch die Verwendung von Ölfeuerung zu erfüllen.

Ein Nachteil war, dass viel Öl-Bunkerraum zwischen der Außenhaut und den längs liegenden ‘Torpedoschotten’ lag. Durch das Öl konnte dieser Raum nicht mehr zufriedenstellend eine mögliche Explosion absorbieren. Dazu kam, selbst wenn der Bunkerraum im im wesentlichen leer war, könnte er immer noch mit explosiven Dämpfen gefüllt sein.

Die drei Einheiten, welche im Jahr 1915 fertiggestellt wurden, waren HMS Queen Elizabeth, HMS Warspite und HMS Barham, während im Jahr 1916 die beiden Einheiten HMS Valiant und HMS Malaya fertig wurden.

Die leistungsstarke 16 x 152-mm-Sekundärbatterie war nur machbar durch den hauptsächlichen Einbau in Kasematten, ein Verfahren, welches jedoch schon bei Baubeginn völlig diskreditiert war, sodaß nur das Namensschiff der Klasse damit fertiggestellt wurde.

Vier Schlachtschiffe der Klasse waren bei Jütland gegenwärtig, als das homogene 5. Schlachtgeschwader, das wegen seiner Geschwindigkeit Beattys Schlachtkreuzer zugeteilt war und nicht im Hauptteil der Grand Fleet lief. Die Schiffe befanden sich heftig an einem kritischen Punkt der Schlacht im Gefecht. Insgesamt erhielten sie 27 Treffer großkalibriger Granaten und nur Valiant konnte die Schlacht unversehrt überstehen, dafür erhielt Warspite alleine jedoch 13 schwere Treffer. Die Schiffe waren jedoch in der Lage, die Treffer zu überstehen und waren im nachfolgenden Monat wieder voll einsatzfähig.
Alle Schiffe wurden zwischen den beiden Weltkriegen mehr oder weniger modernisiert und kamen auch alle im 2. Weltkrieg zum Einsatz, wo nur Barham zum Totalverlust wurde.


Bilder Schlachtschiff Queen Elizabeth


Spezifikationen Schlachtschiffe Queen Elizabeth Klasse

Schlachtschiffe Queen Elizabeth Klasse
Schlachtschiffe Queen Elizabeth Klasse Spezifikationen
Wasserverdrängung28.690 t Konstruktionsverdrängung, 32.480 t Einsatzverdrängung
Abmessungen Länge196,82 m
Abmessungen Breite27,58 m
Tiefgang9,35 m
Geschwindigkeit 24 kn
Hauptbewaffnung 8 x 381-mm-Geschütze
Sekundär-Bewaffnung14 x 152-mm-Geschütze
Flugabwehr2 x 76-mm-Flak
Torpedorohre 4 x 553 mm
Panzergürtel330 mm
Panzerschotten 152 mm
Panzerung Barbetten 254 mm
Panzerung Oberdeck 44 mm
Panzerung Hauptdeck 32 mm
Panzerung Mitteldeck 25 mm
Panzerung Unterdeck 76 mm
Besatzung 950 Mann
StapellaufOktober 1913 (Queen Elizabeth); November 1913 (Warspite), November 1914 (Valiant), 31. Dezember 1914 (Barham), 18. März 1915 (Malaya)
Call of War
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