Mitsubishi A6M2 Zero-Sen

Japanischer bordgestützter ‘Zeke’-Langstrecken-Jäger

Zero vor Fuschijama

Eine brandneue Mitsubishi A6M 2 Zero fliegt Anfang 1941 vor dem Fuschijama vorbei. Der Pilot, Leutnant Suwata Iida, kam später bei dem Luftangriff auf Pearl Harbor ums Leben.

Mitsubishi A6M2 Zero-Sen, Reisen, Zeke.
Typ: einsitziger bordgestützter Langstrecken-Jäger.

Geschichte:

Das beste japanische Kampfflugzeug Mitsubishi A6M Zero war zugleich auch der erste bordgestützte Jäger, dem es gelang, entsprechende Landversionen auszustechen. Er war auch für die britischen und amerikanischen Stäbe eine unerfreuliche Überraschung, die es versäumt hatten, in China seine Flugeigenschaften zu beobachten und ihn überhaupt nicht zur Kenntnis genommen hatten. Er wurde von Mitsubishi nach den Marineforderungen von 1937 für einen bordgestützten Nachfolger der A5M entwickelt. Verlangt wurden eine Geschwindigkeit von 500 km/h und die Bewaffnung mit zwei Kanonen und zwei Maschinengewehren. Unter der Leitung von Jiro Horikoshi entstand ein kampfkräftiger, leichter Jäger mit überragender Wendigkeit.

Mit einem stärkeren Motor ging er als Mitsubishi A6M 2 in Serie. Bekannt wurde er, obwohl das Jahr des Serienbeginn 1940 in Japan das Jahr 5700 war, unter den Namen Zero-Sen-Jäger, Typ 00. Für seine Gegner war er einfach der Zero, trotz der offiziellen Code-Bezeichnung Zeke. Noch vor Abschluß der offiziellen Erprobungen wurden im Juli 1940 fünfzehn Maschinen zu Versuchen unter Einsatzbedingungen nach China geschickt. Wie General Claire Chennault, der Kommandeur der freiwilligen Flying Tigers und mit US-Jägern vom Typ Curtiss P-40 ausgerüstet, nach Washington berichtete, überwanden sie jeden Gegner (die Warnung wurde offensichtlich ungelesen zu den Akten genommen).

Als die A6M2 und M3 vor Pearl Harbor erschienen, waren mehr als 400 geliefert worden. Im folgenden Jahr schien es, als wenn Tausende dieser unübertroffen wendigen Jäger im Einsatz seien. Sie setzten den alliierten Flugzeugen derart zu, daß die Japaner sich für unüberwindlich hielten.

Nach der Schlacht um die Midways gewannen die Alliierten langsam die Überlegenheit, und die A6M fanden ihre Meister in den F4U Corsair und F6F Hellcat. Mitsubishi versuchte eiligst mit verbesserten Versionen – die Mitsubishi A6M5 Reisen wurde in größeren Stückzahlen als jedes andere japanische Kampfflugzeug gebaut – zu kontern. Doch die Verbesserungen waren zu gering – und der Sakae-31-Motor mit Einspritzung stand erst Ende 1944 zur Verfügung.

Von der erheblich stärkeren A6M8c wurden nur noch wenige hergestellt. Der Hauptgrund für den Motorenwechsel war die Zerstörung der Nakajima-Werke. Das Endmodell war die Kamikaze-Version A6M7, doch auch Hunderte der anderen Untertypen wurden für Kamikazeangriffe umgerüstet. Die Gesamtproduktion belief sich auf 10.937, von denen 6217 von Nakajima gebaut wurden, die auch 327 Wasserflugzeuge A6M2-N bauten (Code-Bezeichnung ‘Rufe’). Die A6M2-K war eine der zweisitzigen Trainerversionen.

Benutzer: Japan (Kaiserliche Marine).


Bilder Mitsubishi Zero-Sen


Spezifikationen Mitsubishi A6M2 Zero-Sen

Spezifikationen
Mitsubishi A6M2 Zero-Sen Spezifikation
Typ bordgestützter Jäger
Antrieb ein 925-PS-Nakajima NK1C Sakae 12 14-Zylinder-Motor
Besatzung 1
Spannweite12,00 m
Länge über alles9,06 m
Höhe über alles2,92 m
Leer-Gewicht 1.680 kg
max. Startgewicht 2.410 kg
Höchstgeschwindigkeit 509 km/h
Steigleistung 1.370 m/min.
Dienstgipfelhöhe 10.300 m
Reichweite 3.110 km (mit Abwurftanks)
Bewaffnung
Mitsubishi A6M2 Zero-Sen Spezifikation
in den äußeren Flügelnzwei 20-mm-Typ-99-Kanonen mit 60-Schuß-Trommel
über dem Motorzwei 7,7-mm-MGs Typ 97 mit je 500 Schuß
Unterflügelstationenzwei 30-kg-Bomben
Einsatzstatistik
Mitsubishi A6M Zero Angaben
Erstflug 1. April 1939
Serienproduktion Juli 1940 (A6M1)
EndlieferungAugust 1945 (A6M5 A6M8) "
Stückzahl (alle) 10.449

Animation 3D-Modell Mitsubishi A6M2 Zero


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