3,7-cm PAK 36

deutsche Panzerabwehrkanone 37-mm PAK 36

3,7-cm PAK 36 im Einsatz

3,7-cm PAK 36 im Einsatz während des Westfeldzuges 1940.

Deutschland-Fahne3,7-cm PAK 36
Typ: leichte Panzerabwehrkanone.

Geschichte:

Die 3,7-cm PAK 36 war die deutsche Standard-Panzerabwehrkanone bei Beginn des 2.Weltkrieges. Die 3,7-cm PAK 36 war mehr oder weniger vergleichbar mit ihren Zeitgenossen und in der Lage mit den meistens Panzer dieser Tage fertig zu werden.
Sie war von der Firma Rheinmetall in Düsseldorf entwickelt worden und die ersten Exemplare wurden 1936 eingeführt. Eine Anzahl wurde nach Spanien verschickt und im dortigen Bürgerkrieg eingesetzt und mehrere wurden auch nach Russland verkauft.

Der Entwurf auf einem zweirädrigen und spreizbaren Fahrgestell war sehr effizient und höchst mobil, und so wurde das Konzept weitverbreitet kopiert, insbesondere in den USA und Japan. Die Durchschlagskraft der Granaten hätte besser sein können, aber sie war ausreichend zu ihrer Zeit und dies wurde durch die große Mobilität mehr als ausgeglichen.

Doch nach 1940 war die PAK deklassiert durch neue Panzer – insbesondere den russischen T-34 – und wurde von den Landsern nur noch als Panzeranklopfgerät verspottet. Jedoch war das von der Heeresleitung auch vorausgesehen und von daher befand sich die stärkere 5-cm PAK 38 bereits seit 1938 in der Entwicklung und wurde nach dem Auftauchen der englischen Matilda-Panzer und der besser gepanzerten französischen Panzer im Westfeldzug von 1940 an eingeführt.

Trotzdem gab es bis zum Beginn des Angriffes auf Russland bei weitem nicht genügend der neuen Panzerabwehrgeschütze und so blieb die 3,7-cm PAK 36 praktisch den ganzen Krieg über im Truppengebrauch. Von 1942 wurde dann in einem Versuch noch etwas nützliches mit der großen Anzahl der 3,7-cm PAK 36 anzufangen, die Kanonen demontiert und die Fahrgestelle für andere oder neue Waffen verwendet.

Da aber mehrere tausend Stück der 3,7-cm PAK 36 gebaut waren und davon immer noch viele bei der Truppe waren, wurde die Stielgranate 41 entwickelt, in der Hoffnung so eine ausreichende Durchschlagskaft für die Kanone zu erzielen. Diese Granate bestand aus einer großen Hohlladungsbombe mit 8,6 kg Gewicht, befestigt auf einem Stiel an dessem hinteren Ende sich Stabilisierungsflossen befanden. Der Stiel wurde bis zur Hohlladungsbombe in das Rohr geschoben. Eine spezielle, leere Kartusche wurde dann geladen und gezündet, welche die Stielgranate bis zu 800 Meter verschießen konnte. Da das Geschoss jedoch nur sehr langsam flog, wurde die effektive Einsatzreichweite auf 300 Meter begrenzt. Die massive Hohhladung konnte jedoch eine Panzerung bis zu 180mm durchschlagen.

Es wird vermutet, daß große Mengen dieser Granten mit gutem Resultat gegen russische Panzer verwendet wurden, wenn auch die offene russische Steppe kein geeigneter Einsatzraum bei der geringen Reichweite war. In der Normandie im Jahre 1944 gegen britische und amerikanische Panzer begünstigte das Gelände jedoch den Einsatz dieser Waffe.

Die normalerweise verwendete Munition bestand aus zwei Typen: ein aus Stahl bestehendes Panzerabwehrgeschoss mit einer kleinen Sprengladung, welche nach dem Durchschlagen der Panzerung detonierte, und einer Granate mit einem Wolfram-Kerngehäuse, welche höher beschleunigt werden konnte und damit besser eine Panzerung durchschlug.


Animation 3D-Modell 3,7-cm PAK 36


Spezifikationen 3,7-cm PAK 36

Spezifikationen
3,7-cm PAK 36 Spezifikation
Typ leichte Panzerabwehrkanone
Bedienung 2
Länge1,665 m
GewichtTransport 440 kg, Gefecht 328 kg
Kaliber 37 mm
Rohrlänge1,664 m
Lauflänge1,308 m
Schwenkbereich30° nach rechts und links, Höhe -5° bis +25°
GeschossgeschwindigkeitPanzer-Granate 771 m/s, Wolfram-Granate 1042 m/s
maximale Schussweite4.000 m
GranatgewichtPanzergrante 0,7 kg; Wolfram-Granate 0,35 kg; Sprenggranate 0,6 kg
Durchschlagskraft mm auf 30° Panzerplatte
Entfernung Durchschlag Panzergranate Durchschlag Wolframgrabate
100 m 42 mm 65 mm
500 m 36 mm 40 mm
Einsatzstatistik
3,7-cm PAK 36 Angaben
Serienproduktion 1936 – 1940
Stückpreis 5.730 Reichsmark
Stückzahl mehrere tausend

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