Supremacy 1914 – Weltkrieg

‘Weltkrieg 1914, die große Partie von Supremacy 1914 mit 500 Spielern auf einer Weltkarte.

Neben der großen Partie von Call of War ‘Weltkrieg’ mit bis zu 100 Spielern auf einer Weltkarte, über welche vor kurzem schon berichtet wurde, erfolgte auch ein Test der größten Partie in Supremacy 1914, genannt ‘Weltkrieg 1914’. Hier streiten sich sogar bis zu 500 Spielern um die Vorherrschaft auf der ganzen Welt !
Die Einzelheiten zur Spielweise in diesem kostenlosen Browser-Strategiespiel habe ich schon im Review einer Standard-Partie von Supremacy 1914 erläutert.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Ausgangslage bei ‘Supremacy 1914 Weltkrieg’ auf der Weltkarte.

Ebenfalls wie schon in Call of War ‘Weltkrieg’ entschied ich mich für eine Insel als Heimatland, um schwerer angreifbar zu sein. Meine Wahl fiel dabei auf Sizilien im Mittelmeer.

Der nördliche Teil der Insel wird aber bei Spielbeginn von einer KI-Nation (künstliche Intelligenz bzw von der Software gesteuerter Bott) kontrolliert. Bevor der Nachbar aus Süditalien die Meerenge überschreiten konnte, um ebenfalls Städte auf Sizilien unter Kontrolle zu bringen, begann daher mein Angriff auf dieses Land schon am ersten Tag.

Supremacy 1914 Weltkrieg

An Tag 1 begann der Einmarsch der Truppen Siziliens (Grün) in den Norden der Insel gegen die Roten.

Bis Tag 5 war das Unternehmen abgeschlossen und Sizilien hatte sich einer italienischen Allianz angeschlossen. Dadurch erweiterte sich der Aufklärungshorizont durch die verbündeten (grünen) Truppen der Allianz und man konnte alle Aktivitäten in Italien gut überblicken.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Tag 5: Sizilien unter vollständiger Kontrolle und Mitglied einer italienischen Allianz.

Da Kalabrien an der Südspitze von Italien (rotes Territorium) nicht zur Allianz gehörte, erfolgte mit dem Verbündeten aus dem Norden ab Tag 13 ein Angriff auf dessen Staatsgebiet. Bis Tag 16 war Kalabrien praktisch gefallen und aufgeteilt. Allerdings endete auch hier die italienische Allianz, da deren Mitglieder im Norden von den anderen Staaten besiegt wurden.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Tag 16: Kalabrien praktisch besiegt und aufgeteilt.

Nach dem schnellen Ende der italienischen Allianz ging Sizilien ein Bündnis mit Tunesien (rote Flächenfarbe) ein und landete ab Tag 39 in der Cyrenaika im Osten Libyens an.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Tag 39: Invasion von Libyen.

Bis Tag 53 hatte Sizilien zusammen mit seinem Verbündeten Tunesien ganz Libyen, Ägypten und den nördlichen Sudan unter Kontrolle gebracht, wobei es auch galt, eine riesige Völkerwanderungs-Armee aus Zentralafrika zu vernichten, welche aus ihrer Heimat von einer ‘Südafrikanischen Allianz’ verjagt worden war. Dies gelang trotz einiger Verluste und durch Revolutionen im Nahen Osten konnten auch einige Gebiete in Palästina annektiert werden.
Eigentlich hatten wir uns mit dem Kongo, Mitglied der wie sich schnell herausstellte, mächtigen ‘Südafrikanischen Allianz’, einen Grenzvertrag vereinbart. Auch sollten sich Sizilien und Tunesien gegen Europa wenden, während Kongo in Arabien und Indien expandieren wollte.
Leider kam es anders und mitten während unserer Truppenbewegungen erfolgte der Angriff des Kongo an der Südgrenze Siziliens im Nord-Sudan, während die anderen Mitglieder der ‘Südafrikanischen Allianz’ den Verbündeten Tunesien weiter westlich angriffen. Hier sieht man die roten Truppen des Kongo in den Nord-Sudan einfallen, während sizilianische Einheiten und Flugzeuge nach Süden eilen, um die weiter nördlich befindlichen, wichtigen Ölgebiete zu decken und den Angriff nach Möglichkeit vorher zum Stehen zu bringen.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Tag 53: Angriff des Kongo im Sudan.

Bis Tag 58 gelang es den Verbänden Siziliens sich in eine stark befestigte, optimal aufeinander mit Deckungsfeuer von Fernartillerie (Eisenbahngeschütze) und starken Jagdflieger-Einheiten zum Luftschutz quer durch den Südosten Libyens und Ägyptens einzugraben und alle Angriffe des Kongos blutig abzuweisen. Zwischenzeitlich erfolgte auch ein Angriff aus Arabien durch eines der ursprünglichen asiatischen Reiche, welcher aber mit Hilfe der Schlachtschiffe der Flotte und Bombereinheiten ebenfalls pariert werden konnte. Aufgrund der schweren Verluste des Gegners gegen die zähen sizilianischen Abwehrmaßnahmen in Palästina trat dort bald ein Waffenstillstand ein.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Tag 58: Die befestigte und waffenstarrende Front zum Kongo. Neben Artillerie, Infanterie und Jagdflugzeugen sind auch Aufklärungsballons, Tanks, schwere Tanks, Eisenbahngeschütze und Kavallerie in den Festungsstädten. Im Osten am Suezkanal sind Schlachtschiffe und Bomber im Einsatz.

Nachdem wieder Friede am Suezkanal war und die Angriffe des Kongos alle blutig abgewiesen wurden, welcher eine vielfach stärkere Armee und Wirtschaft in Afrika hatte, ging Sizilien an Tag 59 zum Gegenangriff über und es gelang auch beinahe die ursprüngliche Grenze mit ihrer günstiger gelegenen Abwehrlinie zu erreichen.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Tag 59: Gegenangriff Siziliens im Süd-Sudan.

Leider brach zur gleichen Zeit der Verbündete Tunesien weiter im Westen endgültig zusammen und zog sich nach der Übergabe einiger Fliegereinheiten, Kriegsschiffe und Territorien an Sizilien aus dem Spiel zurück. Da die Truppen Siziliens unmöglich die ganze Front halten und die gesamte, vielfach überlegene ‘Südafrikanische Allianz’ besiegen konnten, erfolgte die geordnete Räumung ganz Afrikas und der Rückzug auf die Mittelmeer-Positionen Sizilien-Kreta. Selbst die schweren Eisenbahngeschütze konnten erfolgreich evakuiert werden. Gleichzeitig wurde das ehemals verbündete Hinterland in Italien, auf Sardinien und Korsika, welches zwischenzeitlich von der KI gelenkt wurde, militärisch besetzt.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Tag 68: Das sizilianische Reich (grün) nach der Räumung Afrikas.

An Tag 72 änderte sich dann plötzlich die Lage zugunsten Siziliens, als die ‘Nordamerikanische Allianz’ sich immer mehr in Europa ausbreitete. Ganz Frankreich (Weiß) und Teile Spaniens (Grün im Nordwesten) waren schon unter ihrer Kontrolle. Zu diesem Zeitpunkt landeten zahlreiche Truppen Oregons, ebenfalls Mitglied der ‘Nordamerikanischen Allianz’, in Mittelitalien an (violett) und besetzten die dortigen (roten) Gebiete meines ehemaligen tunesischen Verbündeten.
Nun wendete sich ein Mitglied der bisher gegnerischen ‘Südafrikanischen Allianz’, mit welchem Sizilien bisher nicht im Kriegszustand war, an mich, um über einen Frieden und Beitritt in deren Allianz zu verhandeln. Obwohl es etwas schwierig ist, bisherige Gegner nun als Verbündete zu akzeptieren, entschloß sich die sizilianische Regierung aus Gründen der Staatsräson diesen Vorschlag anzunehmen.
Damit war auch der zukünftige Gegner, nämlich die große ‘nordamerikanische Allianz’ ausgemacht, welche Sizilien nun bald als Mitglied der ‘Südafrikanischen Allianz’ zu bekämpfen hatte.

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Oregon (viloett), Mitglied der ‘Nordamerikanischen Allianz’, ist in Mittelitalien angelandet.

So begann an Tag 74 der Überfall Siziliens auf Oregon, dessen zahlreiche Truppen, nachdem sie sich gegen die KI von Tunesien in Mittelitalien schon recht weitgehend verbraucht hatten, schnell weggewischt wurden. Anschließend war fast ganz Italien bis zu den Alpen unter der Kontrolle von Sizilien. Nachdem gegenüber der ‘Nordamerikanischen Allianz’ das eigene Verhalten als Abwehrmaßnahme gegen den ungebetenen Gast aus Oregon in Italien dargestellt wurde, war die sizilianische Armee bis Tag 77 bereit, Norditalien zu verteidigen. Nachdem Sizilien zu diesem Zeitpunkt offiziell dem Bündnis aus Südafrika beigetreten war, erfolgte auch sogleich der Angriff von Baffin (Weiß), einem Mitglied der ‘Nordamerikanischen Allianz’.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Der unkoordinierte und ungestüme Angriff von Baffin-Truppen auf die ausgebaute sizilianische Stellung in Nordwest-Italien endet in einer Katastrophe für diese.

Nachdem bis Tag 85 von der sizilianischen Armee Südost-Frankreich erobert worden war und die Verbündeten der ‘Südafrikanischen Allianz’ weiter im Westen vorstiessen, gab es ab Tag 85 eine besser organisierte Offensive von Baffin, dabei fast 1000 Infanterie-Verbände. Trotz der erdrückenden Überlegenheit des Gegners gelang es der sizilianischen Armee mit Hilfe von Luftunterstützung und abermals der Eisenbahn-Ferngeschützen diese aufzuhalten und den Gegner zu vernichten.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Gigantische Entscheidungsschlacht gegen Baffin in Ost-Frankreich.

Bis Tag 104 waren die Mitglieder der ‘Nordamerikanischen Allianz’ aus Europa vertrieben und Sizilien (hellgrün) erstreckte sich bis an die Nordsee. Im Osten marschierte mit einer ‘Ost-Allianz’ ein potentiell neuer Gegner für unsere ‘Südafrikanische Allianz’ auf. Aber bevor der weitere Verlauf der Dinge geklärt war, beendete ich als Herrscher über ein ziemlich erfolgreiches Sizilien die Partie, da mir es erschien, daß der Höhepunkt und der interessanteste Teil nun schon hinter mir lag.

Supremacy 1914 Weltkrieg

Tag 104: Die Grenzen in Zentral-Europa und Mittelmeer-Raum.

Fazit

Es war eine sehr abwechslungsreiche und unterhaltsame Partie mit Supremacy 1914 ‘Weltkrieg’, welche große Herausforderungen bot. Die Schlachten gegen Kongo und später gegen Baffin erforderten höchstes Geschick und strategisches Denken. Auch war hier die Geschwindigkeiten der Aktionen etwas gemächlicher als in Call of War und man stand nicht so sehr unter dem Druck der eigenen Verbündeten. Vielmehr konnte man auch eigene politische Entscheidungen fällen und diplomatische Kontakte pflegen.

Trotz des interessanten Verlaufs war mir aber nach mehr als 100 Tagen in der Partie klar, daß von nun an alles sehr viel weniger interessant werden wird, da die Machtblöcke der Allianzen festgelegt waren und die Verwaltung der zahlreich eroberten, neuen Provinzen viel Zeit in Anspruch nahm.

Da der größte Spaß nun klar hinter mir lag, konnte ich also mit gutem Gewissen eine wirklich interessante Partie verlassen und mich in dieser eingesparten Zeit anderen Dingen und Testspielen zuwenden.

Teste und spiele Supremacy 1914 hier: button12

Supremacy 1914


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