Spitfire Mk IX

Englisches Jagdflugzeug von Supermarine

Spitfire-Verband über der Normandie 1944

Ein Spitfire-Verband während eines Einsatzes in Vorbereitung des D-Day, der Invasion in der Normandie.

Supermarine Spitfire Mk IX
Typ:
englisches Jagdflugzeug.

Geschichte:

Das Jahr 1942 sah den Übergang der Alliierten zur Offensive, und einer der Faktoren dafür war der zunehmend verbreiterte Einsatz der Spitfire.
Die Höhenjägerversion Spitfire Mk VI begann im April 1942 ihren Einsatz bei der 616.Squadron (RAF-Staffel), aber sie war nie wirklich erfolgreich, da das Gewicht der Cockpit-Ausrüstung durch die Druckkabine die effektive Flughöhe zu sehr reduzierte. Allerdings konnte mit der Mk VII mit den verstärkten Merlin-Motoren der Serie 60/70 im Herbst das Problem behoben werden.
Dieser Version folgte die Supermarine Spitfire Mk VIII (im Wesentlichen eine Mk VII ohne Druckkabine), die erstmals gegen Ende des Jahres flog. Dieses Jagdflugzeug hatte viele Verbesserungen und so erzielte es die besten Flugeigenschaften aller Spitfire-Modelle, und auch die höchste Geschwindigkeit in Höhe aller mit Merlin-Triebwerken ausgerüsteten Versionen.

Doch Anfang des Jahres 1942 war es offensichtlich, dass die Bedrohung der Spitfire V durch die neue deutsche Focke-Wulf Fw 190 nicht auf die Mk VIII warten konnte. Daher wurde die Spitfire Mk IX als Eillösung mit der Zelle der Mk VC und zunächst mit den Merlin 61 und 63-Motoren entwickelt. Der neue Jäger ging erstmals bei der 64.Squadron im Juli 1942 in den Einsatz, wodurch die Krise zwar beim englischen Fighter Command beendet wurde, aber es dauerte bis in das Jahr 1943 bis eine größere Anzahl zur Verfügung stand.

Im Mittelmeer-Raum erhielt die 81.Squadron der RAF die ersten, dringend benötigten, Spitfire Mk IX Ende Januar 1943. Mit der deutsch-italienischen Niederlage in Nordafrika und der alliierten Landung auf Sizilien im Juli begann auch die neue Mk VIII, als Ergänzung zu der ständig wachsenden Anzahl von Spitfire IX, einzutreffen. Während der nachfolgenden Invasion in Italien waren einige Einheiten zunächst mit einer Kombination aus Mk VC, VIII und IX ausgerüstet.

Für die Kampfeinsätze 1943 von England aus, in Vorbereitung der geplanten Invasion, ergänzte noch die Spitfire VB die Mk IX. Bis zum Zeitpunkt der Invasion in der Normandie im Juni 1944 waren aber fast alle Frontverbände mit der Spitfire Mk IX ausgerüstet. Viele davon waren Jagdbomber, die eine 227-kg und zwei 113-kg-Bomben tragen konnten.

Mit der 1944 erfolgten Einführung der Mk IXE mit zwei 12,7-mm-MGs und besseren Zielvorrichtungen für den Piloten erhöhte sich auch die Kampfkraft des Flugzeuges.
Als die neue Spitfire XVI im September 1944 aus den Fabriken kam, wurden die meisten der nachfolgend gebauten Mk IX an ausländische Luftwaffen abgegeben – vor allem an Russland, daß noch 1.188 Stück in der recht kurzen Zeitspanne bis zum Ende des 2.Weltkrieges erhielt.

Als der Krieg zu Ende ging, wurde die Spitfire IX schrittweise aus der RAF entfernt und war für viele ausländische Luftstreitkräfte verfügbar, die neue Maschinen benötigten. So erhielten unter anderem die Luftwaffen von Belgien, Frankreich, Israel und Ägypten die verfügbaren Jagdflugzeuge.


Bilder Spitfire Mk IX


Daten für Supermarine Spitfire Mk IX

Technische Daten
Supermarine Spitfire Mk IX Angaben
Typ Jagdflugzeug und Jagdbomber
Antrieb 1 x 1.660-PS Merlin 61-Motor (IXE von 1944: Rolls-Royce Merlin 66 mit 1.720 PS)
Besatzung 1
Spannweite 11,23 m
Länge über alles 9,12 m
Höhe über alles 3,48 m
Flügelfläche 1.561 cm²
Leer-Gewicht 2.545 kg
Höchstgewicht 4.310 kg
Höchstgeschwindigkeit 657 km/h in 7.630 m
Marschgeschwindigkeit 400 – 530 km/h
Steigleistung 1.250 m/min (IXE: 1.200)
Zeit bis auf 6.000 m in 6,4 min.
Optimale Kampf-Flughöhe 4.500 – 8.200 m
Reichweite 700 km
Bewaffnung
Supermarine Spitfire Mk IX Angaben
Starr in Flügeln 2 x 20-mm-Kanonen und 4 x 7,7-mm MGs
Mk IXE starr in Flügeln 2 x 20 mm Hispano Mk II Kanonen (120 Schuss/min) und 2 x 12,7mm Browning MG (250 Schuss/min)
Zuladung alle mit Halterung für 227 kg-Bombe unter Rumpf oder Abwurftank und zwei 113 kg-Bomben unter den Flügeln (max. 453 kg)
Einsatzstatistik
Supermarine Spitfire Mk IX Angaben
Serienproduktion Juli 1942
Endlieferung 1945
Stückzahl 5.665 – davon 1.118 an Russland seit Oktober 1944 (alle Versionen: 20.351)

Animation 3D-Modell Spitfire Mk IX

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