S-Boot

Flagge Deutsches ReichSchnellboote (S-Boote) der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Schnellboot S11

Schnellboot S11 der deutschen Kriegsmarine

S-Boot (Schnellboot)
Typ:
Motortorpedoboote.

Geschichte

Diese hervorragenden Seefahrzeuge, die von den Alliierten als E-boats (Feindboote) bezeichnet wurden, waren nicht in Knick- sondern in Rundspantbauweise ausgeführt um sie besonders seetüchtig zu machen. Sie waren dadurch zwar langsamer als die schnellsten englischen Motortorpedoboote, jedoch konnten sie ihre Geschwindigkeit auch bei rauher See halten, während die Engländer mit der Fahrt hinuntergehen mußten.
Für ihre Entwicklung zeichnet die Lürssen-Werft verantwortlich, die umfassende Erfahrungen mit schnellen Sportfahrzeugen besaß. Das erste S-Boot, S1, war noch mit den feuergefährlichen Benzinmotoren ausgerüstet, der sichere Dieselmotor wurde jedoch schon bei S6 eingeführt.

S7 bis 13 hatten als erste die Knickspantform, während mit S18-25 der Daimler-Benz-Motor eingeführt wurde. Später gebaute Boote besaßen eine erhöhte Back über den Torpedorohren, und die Reservetorpedos waren achtern gestaut.
Die Bewaffnung wurde während des Krieges ständig verstärkt. Die letzten Klassen führten 3-cm-Flak. S-100 erhielt als erstes Boot einen gepanzerten Steuerstand.

Bei ihren vielen Einsätzen in der Nordsee und Ärmelkanal waren die S-Boote den britischen Motortorpedobooten überlegen. Leiser als ihre englischen Gegenstücke waren sie ohne Radar auch durch ihre niedrige Silhouette nur sehr schwer rechtzeitig zu entdecken.
Bis 1945 konnte ihre Geschwindigkeit auf 42 Knoten gesteigert werden und zwei zusätzliche Torpedorohre wurden nach hinten eingebaut.

Über 200 S-Boote wurden gebaut, von denen etwa die Hälfte den Krieg überlebte.

Benutzer: Deutsche Kriegsmarine, Spanien (insg. 5 Boote in 1943 abgegeben).


Animation 3d-Modell S-Boot


Daten Schnellboot S-26

Technische Daten
Schnellboot S-26 Angaben
Typ Motortorpedoboot
Wasserverdrängung 94 t
Einsatzverdrängung 106 t
Länge zwischen Loten
Länge über alles 34,95 m
Breite 5,1 m
Tiefgang 1,4 m
Maschinen 3 Daimler-Benz-Dieselmotoren mit 6.000 PS für 3 Wellen
Gesamtleistung 6.000 PS
Dieselöl 17 t
Geschwindigkeit 39,5 kn
Fahrbereich 750 sm (1.390 km) bei 35 kn
Besatzung bis zu 21 Mann
Bewaffnung
Schnellboot S-26 Angaben
Haupt-Bewaffnung 2 x 2-cm-Schnellfeuerkanonen
Torpedorohre 2 (mit 4 Torpedos)
U-Abwehr-Waffen 2 Abwurfschienen (8 Wasserbomben)
Einsatzstatistik
S-Boote Angaben
Bauzeit S1-Klasse 1929-1930
Bauzeit S18-Klasse 1938-1939
Bauzeit S38-Klasse 1942-1943
Bauzeit S186-Klasse 1944-1945
Insgesamt über 200 Boote
Verbleib etwa die Hälfte im Krieg verloren
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