PzKpfw VI Tiger (Teil II)

flag-GermanyDeutscher schwerer Panzerkampfwagen VI Ausf. E (Tiger I, Teil II)
Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und 3d-Modell.

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Animation 3D-Modell Tiger-Panzer

Einsatz

Die erste Einheit, welche mit dem Tiger-Panzer ausgerüstet wurde, war der 1. Zug der 502. schweren Panzerabteilung, welche überstürzt aufgestellt und im Raum Leningrad im August 1942 eingesetzt wurde. Der persönlich von Hitler in allen Einzelheiten geplante Einsatz endete in einem Desaster und die Russen erhielten vorzeitig Einblick in den neuen deutschen schweren Panzer.

Trotzdem war sein Erscheinen für die Alliierten ein Schock, und er erwarb sich bald den Ruf, die größte Gefahr auf dem Schlachtfeld zu sein. 1944 in Frankreich zum Beispiel, hielt ein einzelner Tiger eine ganze Division auf und knackte 25 alliierte Panzer, bevor er selbst zerstört wurde.
In der Regel war der Tiger-Panzer in der Verteidigung wirksamer als im Angriff, da er hier die gute Durchschlagskraft der Kanone über größere Entfernungen bei gleichzeitig guter Panzerung voll zum Tragen bringen konnte.

Der Pzkpfw VI Tiger I wurde neben unabhängigen schweren Panzerabteilungen (zu je 30 Fahrzeugen) auch an die schweren Panzerkompanien von drei Waffen-SS-Divisionen ausgeliefert sowie an die Großdeutschland-Division. Immer noch bei Kriegsende im Einsatz, forderte der Tiger-Panzer einen hohen Blutzoll bei den gegnerischen Panzern an allen Fronten ein.

Kampfkraft des Tiger

Tiger-Panzer (einschließlich des Königstiger) zerstörten mindestens 10.300 feindliche Panzer und – ebenso wichtig – die erstaunliche Anzahl von 11.380 Pakgeschütze und Artilleriegeschütze im 2. Weltkrieg. Diese Erfolge wurde unter dem Verlust von 1.725 Tiger-Panzern aller Typen erzielt (einschließlich einer Vielzahl von operativen und strategischen Verlusten; das heißt liegengeblieben, aufgegeben und von den eigenen Besatzungen selbst gesprengt).

Unter Berücksichtigung aller zerstörten Feindpanzer, Pak- und Artillerie-Geschützen, Infanteristen und anderen Waffen und Ausrüstungsgegenständen erzielten die Tiger-Panzer mit ziemlicher Sicherheit der Panzer mit den besten Verhältnis bei Abschüssen zu Verlusten.
Es besteht auch kein Zweifel daran, daß diese Erfolge der Tiger-Panzer ihre Ursache in dem sehr gutem Rundumschutz haben (im Gegensatz zu der ausschließlich guten Frontalpanzerung des PzKpfw V Panther).

Zum Vergleich die durchschnittliche Anzahl von Treffern zum Abschuss eines Panzers:

Westfront 1944/45
Panzertyp durchschnittliche Anzahl von Treffern durchschnittliche Anzahl von Durchschlägen
Tiger I4,22,6
PzKpfw V Panther2,551,9
M4 Sherman1,631,55
PzKpfw IV1,21,2

Detailliertere Untersuchungen zeigten, daß der Tiger I sogar einen bessere ‘Abschuss-zu-Verlust-Rate’ als der Königstiger hat. Dies hat aber hauptsächlich die Ursache darin, daß die strategische Lage im Jahr 1945 so ungünstig war, daß viele Königstiger von ihren Besatzungen aufgegeben oder um einer Erbeutung durch den Gegner zuvor zu kommen, zerstört wurden.

Benutzer: Deutschland

Spezifikationen Tiger-Panzer

Spezifikationen
PzKpfw VI Ausf E Tiger I Spezifikation
AntriebMaybach HL210P45 bzw HL230P45 V-12, wassergekühlter Benzinmotor mit 700 PS bei 3000 U/min.
Getriebe8 Vorwärts-, 4 Rückwärtsgänge
Besatzung 5
Länge8,45 m
Breite3,70 m
Höhe2,93 m
Gewicht 55 t
Bodendruck1,04 kg/cm²
Straßengeschwindigkeit 38 km/h
Geländegeschwindigkeit 20 km/h
Verbrauch/100 kmStraße 570 , Gelände 850 Liter
Kraftstoffvorrat534 Liter in 4 Tanks
Strassen-Fahrbereich 140 km
Gelände-Fahrbereich 100 km
Kletterfähigkeit0,80 m
Grabenüberschreitung1,80 m
Watfähigkeit1,20 m
Wendekreis7,00 m
Steigfähigkeit 35°
Panzerung
PzKpfw VI Ausf E Tiger I mm Winkel
Turm Vorn 100
Turm Seite 80
Turm Hinten 80
Turm Oben 25 81-90°
Aufbau Vorn 100 10°
Aufbau Seite 80
Aufbau Oben 25 90°
Wanne Vorn 100 24°
Wanne Seite 60
Wanne Hinten 80
Wanne Unten 25 90°
Geschütz-Mantel 100-110
Bewaffnung und Ausrüstung
PzKpfw VI Ausf E Tiger I Spezifikation
Hauptbewaffnung8,8 cm KwK36 L/56
Schuß 92
Schwenkbereich360° (hydraulik)
Höhenbereich-9° bis +10°
Mündungsgeschw. Pzgr39 773 m/s
Mündungsgeschw. Pzgr40 930 m/s
Granatgewicht Pzgr3910,2 kg
Granatgewicht Pzgr407,3 kg
Sekundär-Bewaffnung7,92mm MG 34 vorn in Wanne (Schwenkbereich 15° links bis 15° rechts, Höhe -7° bis +20°), 7,92mm MG 34 koaxial zur Kanone (zusammen 4.800 Schuss), später Fla-MG auf Kuppel
FunkgerätFuG5 (bis 4 km Reichweite)
ZieloptikTZF9b, später TZF9c (bis 4.000 m Zielentfernung)
Durchschlagskraft mm auf 30° Panzerplatte der 8,8 cm KwK36 L/56
Entfernung Pzgr39 Pzgr40 (limitiert)
Durchschlag 100 m 120 mm 171 mm
Durchschlag 500 m 110 mm 156 mm
Durchschlag 1.000 m 100 mm 138 mm
Durchschlag 1.500 m 91 mm 123 mm
Durchschlag 2.000 m 84 mm 110 mm
Herstellung
PzKpfw VI Ausf E Tiger I Angaben
Serienproduktion Juli 1942 bis August 1944
Stückpreis 260.000 RM (300.000 RM voll ausgerüstet)
Stückzahl (alle) 1.354
Einsatzstatistik für PzKpfw VI Ausf E Tiger I
Jahr Bestand Produktion Verluste
vor 1939
1939
1940
1941
1942 77 3
1943 65 (1.1.) 647 307
1944 395 (1.1.) 623 783
1945 245 (1.1.) 62 (nur Jan.)
Insgesamt 1.343 1.155
Monatliche Produktionszahlen PzKpfw VI Ausf E Tiger I
Monat 1942 1943 1944
Januar 35 93
Februar 32 95
März 41 86
April 46 104
Mai 50 100
Juni 60 75
Juli 65 64
August 8 60 6
September 3 85
Oktober 11 50
November 25 60
Dezember 30 65
Total 78 649 623

Panzermuseum Munster – Der Tiger


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Praxisbahn
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