Die Weltkriege 1914-18 und 1939-45.

Waffen, Armeen, Kriegstagebuch, Geschichte, Schlachten, Bilder und Kriegsspiele zum 1. und 2. Weltkrieg.

Aktuelle Berichte:

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 6. November 1915: Seekrieg Dardanellen: Das britischen U-Boot E20 wird vom deutschen Küsten-U-Boot UB
US-Präsident Franklin D. Roosevelt im Gespräch mit Außenminister Cordell Hull
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 5. November 1940: Neutrale USA: PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN. Roosevelt (Demokraten) 27.241.939, Willkie (Republikaner) 22.237226 Wählerstimmen. Roosevelt
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 5. November 1915: Afrikanische Fronten Libyen: ca. 130 türkische Soldaten und Munition werden vom
Anweisungen für den Luftschutz
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 4. November 1940: Luftkrieg Deutsche Jagdbomber sind über Süd- und Ostengland sowie London aktiv.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 4. November 1915: Seekrieg Westliches Mittelmeer: Das deutsche U-Boot ​​U 38 versenkt den französischen
gefangengenommene italienische Offiziere in Griechenland
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 3. November 1940: Balkan Die Griechen bringen der italienischen 3. Alpini-Division im Pindus-Gebirge eine
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 3. November 1915: Luftkrieg Nordsee: Eine Bristol Scout (Pilot Towler) des Royal Navy Air
Italienische Bomber über Griechenland
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 2. November 1940: Luftkrieg Die italienische Luftwaffe bombardiert Saloniki (am 2. sowie auch am
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 2. November 1915: Westfront Flandern: Ypern wird wieder stark von deutscher Artillerie beschossen. Frankreich:
Italienische Infanterie in Griechenland
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 1. November 1940: Balkan Die Italiener erreichen den Fluß Kalamas nahe der Adria-Küste. Luftkrieg
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 1. November 1915: Luftkrieg Im November erhält Lambe vom Royal Navy Air Service die
Britische Truppen auf Kreta
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 31. Oktober 1940: Balkan Britische Truppen landen auf Kreta. Luftkrieg Die SCHLACHT UM ENGLAND
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 31. Oktober 1915: Westfront Offizielle Ausgabe von Stahlhelmen an die britischen Truppen. Südfronten Serbien:
HMS Harvester
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für (Tag) den (Datum): Seekrieg Atlantik: Während des Angriffes auf einen Geleitzug wird das deutsche U-Boot U

Erster Weltkrieg

Ohne den Ersten Weltkrieg wäre der Zweite Weltkrieg nicht möglich gewesen. Im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 verstärkten sich die seit dem Amerikanischen Bürgerkriegs von 1861 bis 1865 auftretenden Tendenzen des Totalen Krieges, welche im Zweiten Weltkrieg zur ‘Perfektion’ gesteigert wurden.

Der Keim des Weltkriegs wurde bereits in den jahrzehntelangen Friedensjahren seit dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 gelegt. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war das Konfliktpotenzial durch eine ganze Reihe, hauptsächlich wirtschaftlicher und politischer Faktoren, welche teilweise eng miteinander verknüpft waren, gewaltig angewachsen.

Es folgten zwischen 1908 und 1914 eine ganze Serie von Vorgängen, welche noch für mehr Spannungen sorgten. Dazu gehörte die Annexion von Bosnien-Herzegowinas durch Österreich-Ungarn, zwei Balkankriege um die Beute des schwächelnden Osmanischen Reichs, das britisch-deutsche Wettrüsten zur See und die zweite Marokko-Krise mit dem deutschen ‘Panther’-Sprung.
Keiner dieser Konflikte war alleine so wesentlich, dass er nicht friedlich durch die Politik beigelegt werden konnte, wie dies seit den verheerenden Napoleonischen Kriegen in Europa gang und gäbe war. Es ging vor allem um ein Machtgleichgewicht zwischen den europäischen Großmächten.

Jedoch umso länger der letzte große europäische Krieg zurücklag, desto weniger fürchteten sich Politiker, Militärs und die überwiegend nationalistische Bevölkerung vor einem neuen. Auch die Reden führender Staatsmänner ließen eine gewisse Bereitschaft zu militärischen Lösungen erahnen und die Theorien Darwins aus dem Tierreich begannen als ‘Sozialdarwinismus’ auf die Politik übertragen zu werden.
Dazu erhofften sich verschiedene gesellschaftliche Gruppen Vorteile von einem Krieg. Die Industriellen, um Kriegsgewinne einzustreichen, die herrschende Klasse, um den aufkommenden Klassenkampf mit der Arbeiterschaft zu begegnen, die Militärs um Ruhm auf dem Schlachtfeld einzuheimsen und die politischen Parteien, um territoriale Expansion betreiben zu können.

Deutsche Infanterie marschiert zur Frühjahrsoffensive 1918
Deutsche Infanterie marschiert zur Frühjahrsoffensive 1918 an die Westfront.
Jedoch machte sich niemand eine Vorstellung davon, wie ein neuer Krieg mit modernen Waffen des beginnenden 20. Jahrhunderts aussehen und verlaufen konnte. Jeder rechnete mit einem siegreichen Ende innerhalb weniger Wochen und Monate. Das Attentat von Sarajewo war schließlich der finale Auslöser.

Und als nach vier Jahren fürchterlicher Opfer und Verluste der Vertrag von Versailles geschlossen wurde, konnte sich keiner der siegreichen Staatsmänner dafür entscheiden, diesen Krieg wie beim Wiener Kongress nach dem Sieg über Napoleon zu beenden. 1814 versuchte man noch, trotz eines Vierteljahrhunderts andauernden Konflikts, an die vorrevolutionäre Epoche des ‘Ancien Regime’ anzuknüpfen.
Aber schon mitten im Ersten Weltkrieg hatte ein neues Zeitalter begonnen: ‘Die Zeit, in der wir leben’. Der Wandel kam zu rasch und die führenden Staatsmänner, welche immer noch in Kategorien des vorhergehenden Jahrhunderts dachten, scheiterten an dieser Aufgabe.

In Russland, der rückständigsten Großmacht des Ersten Weltkrieges, brach die bolschewistische Revolution aus und führte zum Umsturz der alten Ordnung im Osten. Als Reaktion darauf entstand der ‘Faschismus’, der im Liberalismus ebenfalls den Feind sah.
Deshalb markiert die ‘Machtergreifung’ von Adolf Hitler zusammen mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der Russischen Revolution und des Friedens von Versailles einer der wichtigsten und folgenreichste Tage des Zwanzigsten Jahrhunderts.
Als Hitler die Bühne der Weltpolitik betritt, geriet Europa und die ganze Welt wieder aus einem Zustand der Stabilität in einen Zustand beschleunigter Veränderung.

Zweiter Weltkrieg

Tod auf dem Schlachtfeld
Der Tod auf dem Schlachtfeld ereilte Millionen von Soldaten im 2. Weltkrieg – so wie hier den deutschen Landser.

Wer die Geschichte des 2. Weltkrieg analysiert, muss die beteiligten Armeen, die eingesetzten Jagdflugzeuge, Bomber, Panzer und Kriegsschiffe, die verschiedenen anderen Waffen, die moderne Militärtechnik, die Mobilisierung der gesamten Wirtschaft für die Rüstungsindustrie und das Verhalten der durch Propaganda aufgeputschten Menschenmassen untersuchen.

Es ist notwendig, für den ‘Totalen Krieg‘ – welcher der Zweite Weltkrieg letztendlich war – das gesamte militärische Potenzial der Achsenmächte und Alliierten trotz seiner enormen Vielfalt in seiner Summe zu erfassen, da dies ihre jeweilige Macht für die – nach Clausewitz – ‘Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln’ zur Verwirklichung ihrer weltpolitischen Ziele war.
In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begannen Japan, Italien und das Deutsche Reich eine gewaltige ‘Aufholjagd’ zur imperialen Eroberung Asiens, Afrikas und Europas, welcher die bisherigen Kolonial- und Weltmächte Großbritannien, Frankreich, USA und Sowjet-Russland herausforderte.

Durch ein ideologisches und historisch geprägtes Weltbild geleitet, wollten Nazi-Deutschland, Mussolinis faschistisches Italien und das militaristische Japan die Karten für das große Spiel um die Weltmacht neu zu verteilen und ihre im 19. Jahrhundert verpassten Gelegenheiten zur kolonialen Eroberung der Welt nachholen, obwohl die ersten Zeichen für das Ende das Zeitalter des Kolonialismus schon sichtbar wurden. Zur Verwirklichung ihrer Träume setzten dabei alle drei späteren Achsenmächte auf ihre autoritären, totalitären und gewaltsamen Regierungssysteme.

Italien unternahm die ersten Schritte in Äthiopien, wo das Land als einzige europäische Kolonialmacht in Afrika – 1896 in der Schlacht von Adua – eine Niederlage bei seinem ersten Versuch der gewaltsamen Eroberung erlitt. Japan annektierte die Mandschurei und fiel später in ganz China ein, während Nazi-Deutschland sich Österreich und das Sudetenland einverleibte, was im Gegensatz zu den anderen Eroberern immerhin mit dem deutschen Volkstum in diesen Gebieten gerechtfertigt werden konnte. Hitlers Griff nach der gesamten Tschechoslowakei überschritt dann aber auch diese Grenze.

Als Hitler dann am 31. August 1939 der Wehrmacht befahl, die Waffen sprechen zu lassen und in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages Polen anzugreifen, ging es ihm nicht mehr nur um die Rückgewinnung der im Vertrag von Versailles nach dem 1. Weltkrieg verlorenen Gebiete, sondern auch um eine weitere Teilung Polens zusammen mit dem sowjetischen Diktator Stalin.
Für diesen Feldzug reichte die deutsche militärische Stärke sehr wohl aus, sofern keine andere Großmacht den Polen zu Hilfe eilte. Jedoch erklärten am 3. September Großbritannien sowie Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg.
Damit war aus Hitlers begrenzten Einsatz der Waffen in einem Eroberungskrieg der 2. Weltkrieg geworden.

Erstaunlich ist, dass sowohl führende Militärs als auch Politiker in diesem neuen Weltkrieg ihre Handlungen und Entschlüsse sorgfältig mit den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs abstimmten, gleichsam als wäre es ein Revanche-Spiel mit dem Wissen des Ausgangs und Charakters des vorhergehenden. Dabei übersahen sie jedoch manch neue Spielzüge und Folgewirkungen des vorausgegangenen Krieges.


Allgemeine Hinweise zu Weltkrieg2.de

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Aufgrund derer Vielzahl ist der Aufwand, jeweils einzelne Quellenangaben noch zusätzlich anzugeben, leider meist zu groß. Es sind jedoch nach bestem Wissen und Gewissen die am meisten gesicherten und verlässlichsten Angaben, welche zudem auch ständig aktualisiert und verbessert werden. Diese Daten werden u.a. für möglichst genaue historische Militärsimulationen verwendet, wie z.B. das Kriegsspiel WW2 Total. Die Fotos sind zumeist ‘Public Domain’, teilweise aber auch Eigentum des Autors.

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