Deutsche Maschinenpistole MP 40 – das ‘Markenzeichen’ der deutschen Infanterie.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, Video und 3d-Modell.

Zwei Soldaten der Französischen Legion an der Ostfront. Der Mann vorne im Bild ist mit der Maschinenpistole MP 40 bewaffnet.

Hier zu Teil I: Vorgängermodell MP 38

Maschinenpistole MP40.
Typ: Maschinenpistolen.

Geschichte:

Um weitere Einsparungen vorzunehmen, wurde die erfolgreiche MP 38 einer kritischen Betrachtung unterzogen und dementsprechend überarbeitet, um eine maximale Nutzung von Stanz-Teilen und geschweißten Bauteilen verwenden zu können. Das Ergebnis war die MP 40 und ersetzte die MP 38 als Standard-Maschinenpistole. Praktisch wurde diese Waffe das Markenzeichen der deutschen Infanterie.

Der Unterschied zwischen beiden Modellen ist äußerlich gar nicht so leicht festzustellen. Am einfachsten unterscheidet man sie dadurch voneinander, dass der Schaft der MP 38 aus gewelltem Stahl mit einem glatten Magazin-Gehäuse bestand, während es bei der MP 40 genau umgekehrt war.
Eine wesentliche Verbesserung beim Einsatz der neuen Maschinenpistole war jedoch die Veränderung des Hahns, der nun nach innen geschlossen werden konnte und den Verschluss sicherte. Damit wurde vermieden, dass die MP 40 im Gegensatz zu ihren anderen Zeitgenossen ungewollte Schüsse abgeben konnte, die zu Unfällen führen konnten.

Ein Unteroffizier der Panzergrenadiere des Afrika-Korps, bewaffnet mit MP40 nebst Magazintaschen, in Erwartung des Angriffstermines.
Deutsche Fallschirmjäger 1944 in Rom, mit der Maschinenpistole MP 40 bewaffnet.
MP 40
MP 40
3D-Modell MP 40 mit Holzbeschlag

Trotzdem war der Mechanismus noch immer kompliziert, was durch eine Kleinigkeit verursacht wurde, nämlich des Teleskopkolbens mit Hauptfeder und Schlagbolzen. Es wirkte als eine Bremse und verringerte die Feuergeschwindigkeit, was aber zu einer besseren Stabilität beim Dauerfeuer führte.

Ein Nachteil für die deutsche Infanterie an der Ostfront war es zweifellos, dass die Russen für ihre PPSh-Maschinenpistolen Magazine mit 71-Schuss-Trommeln besaßen, während die deutschen MPi’s maximal 32 Schuss im Magazin hatten. So baute man anstelle des Magazingehäuses einen Schieber in die MP 40, der zwei Magazine aufnehmen konnte. Der Schütze schob den Schieber so an den Verschluss, dass der Inhalt des ersten Magazins von ihm aufgenommen wurde. War das Magazin leer, so genügte ein kurzer Schlag gegen den Schieber, und das zweite Magazin lag in der MP. Allerdings stieg das Gewicht der Maschinenpistole durch den Zusatz auf mehr als 5,5 kg an, während ein Russe immer noch 7 Schuss mehr hatte. Daher wurden von dieser Modifikation nicht viele gebaut.

Mehr als eine Million MP 40 wurden gebaut, was sie zur häufigsten deutschen Maschinenpistole machte. Trotzdem gab es niemals genug von ihr, sodass in erster Linie nur Frontsoldaten – und hier vor allem die Panzergrenadiere – mit ihr ausgerüstet wurden. Erbeutete Exemplare wurden gerne auch von alliierten Soldaten oder Partisanen verwendet.
Teilweise werden in abgelegenen Regionen der Erde heute immer noch Exemplare verwendet.

Benutzer: Deutsche Wehrmacht.


Animation 3d-Modell MP 40

Oben mit eingeklappten Schulterstück, unten ausgefahren.


Spezifikationen MP 40

Spezifikationen:

MP 40Spezifikationen
TypMaschinenpistole
Kaliber 9,00 mm
Länge 83,3 cm
Gewicht 4,7 kg (mit Magazin)
Lauf 25,10 cm mit 6 rechtsläufigen Zügen
Magazin32-Schuss-Kastenmagazin
Funktion Rückstoss, selektives Feuern
Geschoßgeschwindigkeit365 m/s
Feuergeschwindigkeit500 Schuss/min.

Einsatzstatistik:

MP 40Angaben
Hersteller Erfurter Maschinenfabrik B.Giepel GmbH (Ermawerke), Erfurt
Serienproduktionseit 1938 (MP 38)
Endlieferung1945
Stückzahl (MP 40) über 1 Millionen Stück nur von der MP 40, davon etwa 750.000 von 1942 bis 1945
Stückpreis60 Reichsmark

Video MP 40

Video vom Schiessen mit der MP 40.


Hier zu Teil I: Vorgängermodell MP 38

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