MP 38

flag-GermanyDeutsche Maschinenpistolen MP 38
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

MP 38(L)

Eine gewichtsverminderte Version MP 38(L), welche mit Leichtmetalllegierungen anstatt des Stahlpressteils gegossen.

Maschinenpistole MP 38
Typ: Maschinenpistolen.

Geschichte:

Nach den Erfahrungen im Spanischen Bürgerkrieg entschied die deutsche Wehrmacht 1938, daß eine Maschinenpistole (MP) für die Infanterie benötigt wurde. Die auf dem Markt befindlichen Modelle schienen dazu allerdings nicht geeignet. So wurde der Waffenkonstrukteur Giepel beauftragt, nach den Spezifikationen der Wehrmacht eine neue Waffe zu entwickeln.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Giepel schon seit einiger Zeit an einem neuen Entwurf gearbeitet, und dieses Modell wurde nach einigen geringfügigen Änderungen als Maschinenpistole MP 38 angenommen.

Die MP 38 stellte Neuland in der Waffenentwicklung dar. Sie war die erste Maschinenpistole, die eine klappbare Schulterstütze erhielt, war die erste Waffe, bei der Preßstahl und Kunststoff zur Fertigung verwendet wurden, und auch die erste, bei der überhaupt kein Holz zum Einsatz kam.
Wie fast alle anderen Maschinenpistolen feuerte auch die MP 38 bei offenem Verschluß und arbeitete dergestalt nach dem Rückstoß-Prinzip, daß die Hülse nach dem Schuß gegen den Verschluß gestoßen wurde, ihn zurückdrückte und damit für den nächsten Schuß vorbereitete.

Bei Kriegsbeginn verfügte die Wehrmacht über nur 8.773 Exemplare der MP 38. Da sich der Wert der Maschinenpistole allerdings rasch herausstellte, erhielt jede Infanteriekompanie anschließend etwa 16 MP 38.

Maschinenpistole MP 38 in Russland

Die Maschinenpistole MP 38 in Russland 1941, wo die Wehrmacht die Rote Armee bei ihrer Politik der ‘verbrannten Erde’ tatkräftig unterstützte.

Bei den ersten Gefechten im Jahr 1939 trat jedoch eine unangenehme Eigenschaft der MP 38 ans Licht. Die Waffe wurde mit einem offenen Verschluß gehandhabt, wobei der Bolzen gespannt wurde um diese abzufeuern. Wenn die MP 38 jedoch herumgerüttelt oder auf diese geklopft wurde, konnte der Bolzen nach vorne springen und das gesamte Magazin wurde verfeuert. Dieses Problem führte zu zahlreichen Unfällen und das verbesserte Modell MP 38/40 hatte eine Verschlußsciherung am Spannhebel.

Die Wehrmacht war zufrieden mit ihrer neuen Waffe. Aber trotz aller Neuerungen wurde die MP 38 noch weitgehend nach herkömmlichen Methoden produziert, und so wurde eine Waffe gefordert, die sich besser für eine einfache Serienproduktion eignete.

t_arrow1 Teil II: Nachfolger MP 40 mit Video


Animation 3D-Modell MP 38


Spezifikationen MP 38

Spezifikationen
MP 38 Spezifikationen
Typ Maschinenpistole
Kaliber9,00 mm
Länge83,19 cm
Gewicht4,0 kg
Lauf24,77 cm mit 6 rechtsläufigen Zügen
Magazin 32-Schuss-Kastenmagazin
FunktionRückstoss, selektives Feuern
Geschoßgeschwindigkeit 380 m/s
Feuergeschwindigkeit 500 Schuss/min.
Einsatzstatistik
MP 38 Angaben
HerstellerErfurter Maschinenfabrik B.Giepel GmbH (Ermawerke), Erfurt
Serienproduktion seit 1938 (MP 38)
Endlieferung 1940
Stückzahl8.773 Stück am 1. September 1939 vorhanden
Stückpreis60 Reichsmark für MP 40, MP 38 teuerer

Deutsche Infanterie geht im Sommer 1942 am Fuße des Kaukasus in einem Kornfeld vor

Deutsche Infanterie geht im Sommer 1942 am Fuße des Kaukasus in einem Kornfeld vor. Der MG-Schütze im Vordergrund trägt ein MG 34 und wird durch den Ladeschützen mit einer MP 38 geschützt.

t_arrow1 siehe auch Teil II: Nachfolger MP 40 mit Video


 

Praxisbahn
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