Mosin-Nagant

Sowjetische FlaggeRussisches Infanterie-Gewehr Modell 1930G, Karabiner 1938G, 1944G.
Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Mosin-Nagant Karabiner

Mosin-Nagant Karabiner Modell 1944 mit ausgeklappten Bajonett.

Mosin-Nagant Model 1930G
Typ: Infanterie-Gewehr.

Geschichte:

Das Modell 1930G (manchmal auch als 1891/30 bezeichnet) gehört zu einer Serie von Gewehren, welche auf das Mosin-Nagant Modell 1891 zurückgehen und die Standard-Gewehre der russischen Armeen bis 1945 waren.

Die Bezeichnung ‘Mosin-Nagant’ erinnert an den ursprünglichen Entwurf der Nagant-Brüder aus Belgien, welcher durch Oberst S. I. Mosin von der kaiserlich-russischen Armee modifiziert wurde. Der Rückstoß-Mechanismus ist ähnlich dem aller anderen Infanterie-Gewehre, wenn auch der aus drei Teilen bestehende Bolzen eine unnötige Komplikation darstellt. Dieser wurde vermutlich nur deshalb verwendet, um Schwierigkeiten mit den unzähligen Gewehr-Patenten jener Zeit aus dem Wege zu gehen.

Eine Besonderheit des Entwurfes ist der Einbau eines Mechanismus zur Kontrolle des fehlerfreien Ladens der Patronen, denn eines der schwierigsten Probleme bei der Entwicklung einer Schusswaffe ist die effiziente Zuführung einer umrandeten Patrone aus dem Magazin. Der Druck der Magazin-Feder neigt dazu, die Patronen zusammenzudrücken, was die Ursache für Ladehemmungen ist. Das Mosin-Nagant verwendet eine federbelastete Klinke, welche durch den Betrieb des Bolzens kontrolliert wird und die zweite Patrone im Magazin festhält und damit den Druck auf die erste Patrone erhöht. Dadurch kann diese einfach in die Kammer durch das Schließen des Bolzen geladen werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß der Rand der zweiten Patrone durch den Aufwärtsdruck der Feder einklemmen kann.

Das ursprüngliche 1891-Modell war ein sogenanntes ‘Langgewehr’ und wurde immer mit aufgesetztem Bajonett benutzt. Es wurde zusammen mit einer etwas kürzeren Version verwendet, welche als ‘Dragoner-Gewehr’ bezeichnet wurde. Allerdings war das ‘Dragoner-Gewehr’ bei weitem nicht so kurz und handlich wie die zeitgenössischen Karabiner anderer Heere.

1931 führte die sowjetische Armee das Modell 1930G ein, welches mehr oder weniger das ‘Dragoner-Gewehr’ war mit einer verbesserter Zielgenauigkeit und etwas vereinfacht, um die Waffe leichter herzustellen. Es wurde zum Standard-Gewehr der russischen Infanterie während des 2. Weltkrieges, obwohl es weit verbreitet durch die späteren Karabiner-Modelle ergänzt wurde – und natürlich von den allgegenwärtigen russischen Maschinenpistolen PPSh und PPS , die viel billiger und schneller herzustellen waren.

Eine Anzahl des Modells 1891/30 wurde auch mit Zielfernrohren für den Einsatz bei den Scharfschützen ausgestattet.

Varianten

Karabiner 1938G: Ursprünglich nur für die Kavallerie vorgesehen, war es das gleiche Grundmuster, wie das Model 1930G, nur mit einem auf 51,94 cm verkürzten Lauf.

Karabiner 1944G: Fast identisch mit dem 1938G, jedoch mit einem Klapp-Bajonett an der Mündung. Diese Befestigungsweise war vermutlich nur dafür da, um die Verwirrung bei den russischen Rekruten zu vermindern, welche nie wußten wohin mit dem Bajonett, wenn sie nicht mehr im Alarmzustand waren. In der sowjetischen Armee waren Bajonett-Scheiden nämlich niemals ein Bestandteil der regulären Ausrüstung.


Animation 3d-Modell Mosin-Nagant Model 1930G


Spezifikationen Mosin-Nagant Modell 1930G

Spezifikationen
Mosin-Nagant Modell 1930G Spezifikation
Typ Infanterie-Gewehr
Kaliber 7,62 mm
Länge 123,19 cm
Gewicht 4,0 kg
Lauf 72,90 cm mit 4 rechtsläufigen Zügen
Magazin 5-Schuss integriertes Kastenmagaziin
Funktion Zylinderschloß
Geschoßgeschwindigkeit 830 m/s
Feuergeschwindigkeit ?
Einsatzstatistik
Mosin-Nagant Angaben
Hersteller Staatliche Rüstungsbetriebe
Beginn Serienproduktion 1931
Truppenverwendung ?
Endlieferung 1945
Stückzahl (alle) ?
Stückpreis ?

Video Mosin-Nagant Karabiner Modell 1944

Video vom Feuern mit Mosin-Nagant Karabiner Modell 1944.

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