M26 Pershing

US-FlaggeSchwerer US-Kampfpanzer.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

 M26 Pershing

Einer der ersten M26 Pershing, ursprünglich als T26E3 bezeichnet.

M26 Pershing
Typ: schwerer US-Kampfpanzer.

Geschichte:

Als der schwere Kampfpanzer M26 Pershing im Jahr 1945 von der US Army in Dienst gestellt wurde, bildete er den Endpunkt einer Entwicklungsreihe, die 1938 mit dem mittleren Kampfpanzer M2 begann. Zugleich aber war er auch der Beginn einer neuen Serie, die im M60, dem Kampfpanzer der sechziger Jahre, ihren Höhepunkt fand.
Die Ge­schichte des M26 beginnt 1942, als die Feldzeugmeiste­rei die Bewilligung zur Entwicklung des mittleren Kampf­panzers T20 erhielt. Dieser Panzer sollte gegenüber dem M4 Sherman eine Verbesserung bringen und man hoffte auch, ihn zu Vergleichstests für Waffen, Getriebe und Laufwerke einsetzen zu können. Es wurden 13 verschie­dene Prototypen der mittleren Panzer T20, T22 und T23 gebaut, mit denen unterschiedliche Waffen (z. B. die 76-mm-Kanone), unterschiedliche Getriebe (z. B. ein ‘gaselektrisches’ Getriebe, wie es auch im schweren M6 verwendet wurde) und unterschiedliche Laufwerke (z. B. die waagerechten Spiralfedern für den Sherman) erprobt wurden.

Es folgte die Entwicklung von zwei schweren Kampfpanzern mit der Bezeichnung T25 und T26. Beide hatten die neue 90-mm-Kanone T7 und den GAN-Motor von Ford mit elektromagnetischem Getriebe. Der T26 erhielt die höhere Priorität, und der T26E1 hatte den Ford GAF-Motor mit Planetengetriebe und hydrauli­schem Drehmomentwandler. Dieses Getriebe hatte drei Vorwärts- und einen Rückwärtsgang. Das Laufwerk hatte Drehstabfederung und eine 61 cm breite Kette. Der Turm war gegossen, während die Wanne teils aus Guß-, teils aus Walzstahl war.
Bei diesem Entwicklungsstand traten erhebliche Meinungsverschiedenheiten auf. Anfang 1943 hatte die Panzerführung die Ansicht vertreten, daß der Krieg mit dem mittleren M4 Sherman-Panzer gewonnen oder verloren werden würde. Man hatte sich deshalb sehr bemüht, den Sherman sicherer, zuverlässiger und kampfkräftiger zu machen. Weiterhin wies die Panzerführung auf eine An­ordnung hin, durch die Größe und Gewicht von Fahrzeu­gen an die Leistungsfähigkeit der Pionierbrücken gebun­den wurden, und deren Grenzen würde ein schwerer Panzer überschreiten.
Es wurde allerdings darauf hingewiesen, daß die deutsche Wehrmacht offensichtlich nicht an der­artige Einschränkungen gebunden war.

Trotzdem wünschten sich die Bodentruppen 1000 T26 und 7000 des leichteren T25, wobei der T26 mit der 76-mm-Ka­none und der T25 mit der 75-mm-Kanone bewaffnet werden sollten. Auf der anderen Seite wollte die Panzer­führung weder den T25 noch den T26 – forderte aber eine Bewaffnung mit der 90-mm-Kanone. Im T26E2 wurde die 105-mm-Haubitze so montiert, daß sie gegen die 90-mm-Kanone ausgetauscht werden konnte, und mit dem T26E3 schließlich glaubte die Feldzeugmeisterei den besten Kompromiß gefunden zu haben. Da die US Army sich nicht entscheiden wollte, bevor der Verteidigungsaus­schuß seine Zustimmung gegeben und die Kampftüchtig­ keit des Fahrzeuges bestätigt hatte, sah sich der Kriegs­minister gezwungen, 20 dieser Kampfpanzer zur Erpro­bung auf den europäischen Kriegsschauplatz zu schicken.

In dieser ‘Mission Zebra’ bewies der T26E3 (M26 Pershing) bei der 3. und 9. US-Panzerdivision seine Kampfkraft, worauf Über­nahme und Produktion vorankamen. Es ist interessant festzuhalten, daß die Verbände in Europa im Juni 1944 nach Washington gemeldet hatten, daß kein Bedarf für 75-mm- oder 76-mm-Kanonen bestünde und daß statt dessen ein Mix aus 90-mm-Kanonen und 105-mm-Hau­bitzen im Verhältnis 1 :3 vorzuziehen sei. Das stimmte mit den Ansichten über den Panzereinsatz von 1944 überein, doch sieht man heute im Panzer vornehmlich eine Panzer­abwehrwaffe.

Der T26E3 wurde im Januar 1945 als schwerer Panzer M26 übernommen und erhielt im März den Namen ‘Pershing’ nach General John J. Pershing, dem Begründer der ame­rikanischen Panzertruppen im 1. Weltkrieg .
Zur glei­chen Zeit wurde der T26E2 mit 105-mm-Haubitze als M45 für die Nahkampfunterstützung übernommen. Der M26 Pershing, der als schwerer Panzer in Dienst gestellt wor­den war, wurde schon bald als mittlerer Panzer neu eingestuft und wurde noch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges produziert.

Der M26 Pershing kam zwar zu spät, um noch entscheidend in den Kriegsverlauf eingreifen zu können, wurde jedoch in Korea in großem Maßstab ein­gesetzt und später an viele Länder der westlichen Welt geliefert. Wie gewöhnlich, bildete auch der M26 Pershing den Stammvater einer Panzerfamilie. Das ‘Heavyweight Combat Team’ sollte aus der 203-mm-Panzerhaubitze T84, der 240-mm-Panzerhaubitze T92, dem 203-mm-Ge­schütz auf Selbstfahrlafette T93, dem Transporter T31 und dem Bergepanzer T12 bestehen.
Ein Flammenwer­ferpanzer, eine Zugmaschine sowie ein Pionierfahrzeug wurden ebenfalls gebaut. Man überlegte auch die Kon­struktion eines mindesten Fahrzeuges auf dem M26-Fahrgestell, um Schneisen in Minenfelder brechen zu können.

Es wurde bereits erwähnt, daß der M26 Pershing den Ausgangspunkt einer neuen Serie von Panzern bil­dete. Dies begann mit verschiedenen Versuchen, die Bewaffnung des M26 Pershing zu verbessern. Verbesserun­gen des Motors und der Kanone führten zum M46, dem ersten ‘Patton’, für den man jedoch den ungünstigen Turm und die Kuppel beibehielt. Aus der T26-Serie wur­den weiterhin als schwere Kampfpanzer die Typen T29, T30, 132 und 134 abgeleitet. Der T30 war mit einer 155-mm-Kanone ausgerüstet. Die Entwicklung wurde jedoch eingestellt als deutlich wurde, daß die Leistungs­fähigkeit nicht im gleichen Maße wie das Gewicht stieg.
Das gleiche Schicksal erlitten der T29, T32 und T34 – aus den gleichen Gründen. Es stehen nur noch wenige Pers­hing im Dienst, doch die vielen M47, M48 und M60 verdanken dem M26 ihre Entstehung. Und deshalb sollte man sich wohl an den M26 Pershing erinnern.

Benutzer: US Army.


Animation 3d-Modell M26 Pershing


Spezifikationen M26 (T26E3) Pershing

Spezifikationen
M26 Pershing Spezifikation
Typ Schwerer Kampfpanzer
Antrieb Ford GAF V-8, wassergekühlter Benzinmotor mit 500 PS bei 2600 U/min.
Getriebe drei Vorwärts- und einen Rückwärtsgang
Besatzung 5
Turm-Besatzung 3
Länge 8,65 m
Breite 3,51 m
Höhe 2,78 m
Gewicht 41.891 kg
Bodendruck 0,92 kg/cm²
Leistungsgewicht 10,9 PS/t
Straßengeschwindigkeit 33 km/h
Geländegeschwindigkeit 8,5 km/h
Verbrauch/100 km ?
Kraftstoffvorrat ?
Straßen-Fahrbereich 150 km
Gelände-Fahrbereich ?
Kletterfähigkeit 1,17 m
Grabenüberschreitung 2,44 m
Watfähigkeit 1,22 m
Wendekreis ?
Steigfähigkeit 60°
Panzerung
M26 Pershing mm Winkel
Details unbekannt 13-102 mm ?
Bewaffnung und Ausrüstung
M26 Pershing Spezifikation
Hauptbewaffnung 90-mm-Kanone M3
Schuss 70
Schwenkbereich 360°
Höhenbereich -10° bis + 20° (mit Stabilisierungskreisel)
Maximale Schußweite Sprenggranate 17.922 m, Panzergranante 3.200 m
Sekundärbewaffnung ein 7,62-mm-MG M1919A4 koaxial dazu, ein 7,62-mm-MG im Bug (zusammen 5.000 Schuss), ein 12,7-mm-Fla-MG auf dem Turm (550 Schuss)
Funkgerät Typ unbekannt
Zieloptik Typ unbekannt
Durchschlagskraft mm der Kanonen auf 30° Panzerplatte
Entfernung APC APCBC HVAP
100 m ? ? ?
450 m ? 126 mm 221 mm
900 m 120 mm 120 mm 195-200 mm
1.350 m ? 114 mm 177 mm
1.800 m ? 105 mm 154 mm
Mündungsgeschwindigkeit 853 m/s 808 m/s 1.021 m/s
Granatgewicht ? 10,9 kg 7,6 kg
Herstellung
M26 Pershing Angaben
Produktion November 1944 Vorserien-Modelle, Standardproduktion ab Januar 1945. Endlieferung Originalmodell Juni 1945.
Truppenlieferung Februar 1945
Stückpreis ?
Stückzahl 1.436 (1.190 Grand Blanc Arsenal Nov 1944-Juni 1945; 246 Detroit Arsenal März-Juni 1945)
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