Lee-Enfield Gewehr No.4 Mark 1

Gewehr der englischen Infanterie

'Tommy' mit Lee Enfield Gewehr deckt einen Bren-MG-Schützen

Ein englischer ‘Tommy’ mit Lee Enfield Gewehr deckt einen Bren-MG Schützen.

Lee-Enfield Rifle No.4 Mark 1.
Typ: Infanterie-Gewehr.

Geschichte

Das bekannte Lee-Enfield Gewehr begann seinen Dienst bei der englischen Armee im Jahr 1895 und es erschienen rund 27 verschiedene Modelle, bevor er durch eine automatische Waffe 1957 ersetzt wurde. Das bekannteste Modell war wohl Mark 3, genannt “Short” (englisch: kurz) Lee Enfield, weil es eine neue Idee für eine Militär-Waffe war. Vor seiner Einführung (1903) war es üblich, zwei Gewehre in einer Armee zu haben: eine lange Waffe für die Infanterie und einen kurzen Karabiner für die Kavallerie und andere berittene Truppen, wie Pioniere und Artilleristen. Die ‘kurze’ Lee Enfield war kürzer als ein normales “lange” Iaafnterie-Gewehr, aber länger als ein Karabiner, und somit war es möglich, eine einheitliche Waffe für die gesamte Armee zu haben.

Als Mark 3 bezeichnet, gab es aber auch einige Nachteile an dem Gewehr. Der wichtigste war, dass die Herstellung viel Zeit kostete und anspruchsvoll war. Eine andere wichtige Beschwerde ihrer Benutzer war, dass das Gewehr aufgrund seines Abzuges nicht schnell im Kampf gehandhabt werden konnte.
Deshalb begannen direkt nach dem Waffenstillstand des 1. Weltkrieges (1918) Versuche, die Vorzüge des Lee-Enfield Gewehres, wie Robustheit, Feuergeschwindigkeit und Zuverlässigkeit beizubehalten, aber die Nachteile zu beseitigen.

Nach zwei nicht übernommenen Entwürfen wurde die Lee-Enfield No.4 Mark 1 das englische Standard-Gewehr des 2. Weltkrieges.
Das Gewehr war ähnlich dem älteren, es gab aber viele kleine Veränderungen, welche die Produktion vereinfachten. Es wurde erstmals 1939 verwendet, aber nicht vor dem 13.Februar 1941 offiziell das Standard-Infanteriegewehr. Weit über eine Millionen Lee-Enfield No.4 Mark 1 wurden während des 2. Weltkrieges hergestellt, und zwar in England, Kanada und den USA.

Das Lee-Enfield Gewehr war zwar etwas ungenau bei Schußentfernungen von 1000 m, was aber in der Praxis auf dem Schlachtfeld überhaupt keine Bedeutung hatte. Wesentlich wichtiger war die Eigenschaft, daß hinsichtlich der leichten Funktion seines Schlosses, bis zu 10 Schüsse in 10 Sekunden abgefeuert werden konnten. Das zeigte sich vor allem im 2. Weltkrieg bei den Kämpfen um jedes einzelne Haus in Ortschaften. Dabei wurde das Gewehr mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand in Hüfthöhe gehalten, die um den Kammerstengel faßten, während der Mittelfinger am Abzug lag und ihn durchdrückte, um den Schuß zu feuern. Ein kurzer Ruck aus dem Handgelenk, schon war das Gewehr wieder gespannt, konnte der nächste Schuß abgegeben werden.

Das Lee-Enfield Gewehr blieb noch weit nach dem 2. Weltkrieg, umgestellt auf das 7,62-mm-NATO-Kaliber, als Scharfschützen-Gewehr im Dienst.


Bilder Lee-Enfield Rifle


Spezifikationen Lee-Enfield Rifle No.4 Mark 1

Spezifikationen
Lee-Enfield Rifle No.4 Mark 1 Spezifikation
Typ Infanterie-Gewehr
Kaliber7,70 mm
Länge112,85 cm
Gewicht3,8 kg
Lauf63,98 cm mit 5 rechtsläufigen Zügen
Magazin10-Schuss-Kastenmagazin
FunktionZylinderschloss
Geschoßgeschwindigkeit 735 m/s
Feuergeschwindigkeitbis zu 10 Schuss in 10 Sekunden
Einsatzstatistik
Lee-Enfield Rifle No.4 Mark 1 Angaben
HerstellerRoyal Ordonance Factory, Fazakerley; Royal Ordonance Factory, Maltby; Birmingham Small Arms Co., Tyseley; Savage Arms Co., Chicopee Falls, Mass., USA; Long Branch Arsenal, Ontario, Kanada
Ersteinführung "1895 1903 (Mark 3)"
Serienproduktion No.4 Mark 1 1939
Endlieferung 1957
Stückzahl (im 2.Weltkrieg)1+ Millionen

Animation 3d-Modell Lee Enfield Rifle No.4 Mark 1

KretaTipp
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