Kriegstagebuch 9. Mai 1940

Fueherhauptquartier Felsennest

Kurzbesprechung im Führerhauptquartier ‘Felsennest’ bei Bad Münstereifel an der Erft.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 9. Mai 1940:

Westfront

Am Vormittag befiehlt Hitler, daß Fall Gelb – die Offensive im Westen – am 10. Mai um 5:35 Uhr morgens beginnen soll. Um 9 Uhr wird das Code-Wort ‘Danzig’ an die Befehlshaber an der Westfront übermittelt. Hitler verläßt Berlin in einem Sonderzug in sein vorgeschobenes Führerhauptquartier Felsennest in der Nähe von Münstereifel an der belgischen Grenze.

Heimatfronten

Frankreich: KABINETT-KRISE. Reynaud prangert den französischen Oberbefehlshaber General Gamelin für sein Versagen in der Abwehr der deutschen Invasion von Norwegen an und verlangt die Ernennung eines neuen Oberbefehlshaber. Verteidigungsminister Daladier verteidigt Gamelin. Reynaud bietet seinen Rücktritt an, beschwört aber seine Kollegen zur Verschwiegenheit.

Seekrieg

Der englische Kreuzer Birmingham und 7 Zerstörer werden im Skagerrak durch 4 deutsche S-Boote angegriffen. Das deutsche S-Boot S31 torpediert dabei den Zerstörer Kelly (kommandiert durch Lord Mountbatten), welcher nach Newcastle zurück geschleppt werden muß.
Das französische U-Boot Doris wird durch das deutsche U-Boot U-9 vor der holländischen Küste versenkt.

Luftkrieg

Deutsche Flugzeuge werfen in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai einhundert Minen vor holländischen und belgischen Häfen ab.

Geheimkrieg

Oberst Oster vom der deutschen Abwehr teilt dem niederländischen Militärattaché Oberst Sas mit, daß der deutsche Angriff im Westen bei Morgengrauen am 10. Mai beginnen wird.
Der französische Nachrichtendienst Deuxieme Bureau meldet, daß es keine ‘unnormalen deutschen Bewegungen’ hinter den Grenzen zur Niederlande und Belgien gibt.

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