Kriegstagebuch 9. März 1918

DH9

Die D.H.9 sollte eine Verbesserung gegenüber der D.H.4 sein und in der Tat war sie es in Bezug auf den Entwurf. Die Probleme mit den Motoren gaben dem neuen Modell jedoch eine deutlich schlechtere Leistung als sein Vorgänger hatte.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 9. März 1918:

Luftkrieg

Westfront: Debüt der D.H.9, dem kontroversen Ersatzflugzeug für die D.H.4 bei der Nr. 6 (Marine) Staffel beim Angriff auf St. Pierre Capelle. 53 Flugzeuge des Royal Flying Corps greifen 3 deutsche Flugplätze westlich von Le Gateau an, Treffer auf alle drei (wiederholt am 17. und 18. März bei Busigny). Die Lufteinheiten für Ludendorffs Michael-Offensive fliegen bis zum 12. März ein.
Deutschland: Britischer Luftangriff bis nach Mainz.
Italien: Das deutsche Luftschiff L59 (Bockholt) greift die Marinebasis und das Stahlwerk von Neapel an (50 Tote). Der Angriff wird den Österreichern zugeschrieben, deren Wasserflugzeuge am 11. März angreifen. Das Royal Flying Corps meldet 64 Abschüsse seit dem 10. November 1917 für nur 12 Verluste.

Westfront

Deutscher Gasbeschuss für die geplante Somme-Offensive (Ypern-St Quentin): 500.000 Granaten Senfgas und Phosgen, von denen 1000 t auf die Briten, insbesondere im Flesquieres-Frontbogen gegenüber von Cambrai, und auf französische Stellungen niedergehen. 7.223 Soldaten werden vergast (87 Tote) bis zum 19. März.

Ostfront

Russisch-Rumänischer Friedensvertrag. Berthelots französische Militärmission verlässt Rumänien in drei Zügen nach Murmansk.
Finnland: 15.000 Rotgardisten greifen an und scheitern gegen 7.350 Weisse Truppen in der Zentralregion (bis zum 14. März). Der Rote Oberbefehlshaber wird am 15. März abgelöst.

Naher Osten

Mesopotamien – Euphrat: Brookings 15. Indische Division besetzt Hit (wertvolle Bitumenfelder), Rückzug der Türken 35 km nach Khan Baghdadi.
Palästina – Gefecht von Tell ‘Asur oder der Schlacht von Termus Aya: Chetwodes XX. Korps (21.500 Soldaten mit 325 Geschützen) durchquert den Wadi Auja, erobert Tell’ Asur (910 Meter) trotz fünf türkischen Gegenangriffen (8.800 Soldaten mit ca. 150 Geschützen) und rückt 3 bis 8 km auf einer 20 km breiten Front bis zum 12. März bei 1.313 Verlusten vor. Nur 169 türkische Kriegsgefangene werden eingebracht.

Politik

Letzte Friedensfühler bis September: Smuts trifft den österreich-ungarischen Diplomaten Skrzynski in der Schweiz (bis zum 14. März) und Lloyd Georges Privatsekretär Kerr trifft sich ebenfalls mit ihm am 15. März. Czernin meldet Wien am 19. März, dass die französisch-italienischen Annexionsforderungen weitere Gespräche zerstören würden.


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