Kriegstagebuch 9. Juni 1916

zerstörter Schützengraben Ostfront

Von diesem österreich-ungarischen Schützengraben an der Ostfront ist nicht viel übrig geblieben.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 9. Juni 1916:

Ostfront

Brussilow-Offensive – Bukowina: Leschitski verlegt 2 russische Divisionen auf das Südufer des Dnjestr, gefolgt von erbitterten Kämpfen um Höhe 458 bis zum 10. Juni, bevor der österreich-ungarische Befehlshaber Pflanzer-Baltin den Rückzug zum Fluss Prut befiehlt.

Westfront

Verdun – Westufer: Erfolglose deutsche Angriffe östlich und südwestlich von Höhe 304.
Ostufer: Das französische XII. Korps erobert die Befestigungen bei Thiaumont zurück, nach dem die Deutschen sie in der Nacht vom 8./9. Juni als unhaltbar geräumt haben und wehrt den deutschen Angriff um 6 Uhr morgens ab.

Südfronten

Saloniki: Der Alliierte Oberste Kriegsrat verschiebt die Entscheidung über eine Balkan-Offensive im Jahr 1916.

Naher Osten

Arabischer Aufstand: Die Araber greifen die türkischen Garnisonen von Mekka und Jeddah ab. 4.000 Araber schneiden dabei die Wasserversorgung von Jeddah ab.

Afrikanische Fronten

Victoriasee: 826 britische Soldaten auf 6 Schiffen besetzen bis zum 15. Juni die Insel Ukerewe.
Gefecht bei Mkalamo: Sheppards Fluss-Kolonne hält einen Gegenangriff von Major Kraut auf und nimmt die intakte Brücke am 10. Juni.

Politik

Großbritannien: Alliierter Oberster Kriegsrat in London bis zum 10. Juni.

Heimatfronten

Großbritannien: Ein Benzin-Unterausschuss für die vorrangige Verteilung wird eingerichtet. Nachforschungen ergeben einen zivilen Verbrauch von 568 Millionen Liter pro Jahr, aber es gibt am 20. Juni nur Bestände für einen Monat auf der Insel.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen