Kriegstagebuch 9. Juni 1915


Ein Tag bei den Schippern

Ein Tag bei den Schippern: deutsche Armierungssoldaten bauen rückwärtige Stellungen im Osten aus.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 9. Juni 1915:

Ostfront

Baltikum: Deutsche Angriffe im Abschnitt des Shavli-Distrikts werden zurückgeschlagen (weitere Angriffe am 12. Juni). General Plehwe kommt in Riga an, um die neue russische Fünfte Armee ab dem am nächsten Tag führen.

Südfronten

Italienische Front: Italienischer Angriff auf den 1.883 Meter hohen Tonale-Pass scheitert (Adamello-Ausläufer westlich von Trentino). Die Angriffe der italienischen Zweiten Armee auf den Brückenkopf Gorizia (Isonzo) scheitern unter schweren Verlusten bis zum nächsten Tag, obwohl die Überquerung des Isonzo vom 9. bis 11. Juni gelingt. Jedoch besetzt die italienische Dritte Armee Monfalcone in der Nähe des Meers, östlich vom Fluß Isonzo.

Mittlerer Osten

Gallipoli: Das britische Kabinett beschließt zusätzlich 3 Divisionen, 2 Kreuzer, 14 Zerstörer, 6 U-Boote und 4 Schaluppen zu schicken.

Afrikanische Fronten

Tanganjikasee: Das 800-t-Kanonenboot Graf van Götzen wird zu Wasser gelassen.

Seekrieg

Adria: Das österreich-ungarische Unterseeboot U 4 torpediert den britischen Kreuzer Dublin, welcher sich nach Brindisi mit 17 kts zurückschleppt.

Luftkrieg

Westfront: Das zukünftige Flieger-Ass Hauptmann Guynemer tritt der Esc MS3 in Vauciennes bei und verwandelt vom 10. bis 22. Juni drei Flugzeuge in Wracks durch fehlgeschlagene Landungen.

Geheimkrieg

Der 74-jährige Baron Schluga (Agent 17) berichtet aus Paris (trifft in Berlin am 11. Juni ein): ‘Die Engländer klagen über Munitionsmangel … und bedauern, … daß die versprochene Unterstützung des französischen Angriffs nördlich von Arras nicht möglich ist …’.

Heimatfronten

Großbritannien: Gesetz für ein Munitionsministerium verabschiedet.

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