Kriegstagebuch 9. Juli 1917

Handley Page 100 Bomber

Ein Handley Page 100 Bomber auf einem Flugplatz im Mittelmeer-Raum.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 9. Juli 1917:

Luftkrieg

Türkei: Eine Handley Page des Royal Navy Air Service, welche nach Mudreos im Mai eingeflogen wurde, bombardiert für 35 Minuten die Gegend um das Goldene Horn und die deutsch-türkische Flotte bei Konstantinopel mit 8 x 50-kg-Bomben nach einem 7-stündigen Flug. Ein Zerstörer und das türkische Kriegsministerium werden beschädigt.
Großbritannien: General Wilson sagt zu Haig üßber den Gotha-Bomber-Angriff auf London ‘man konnte denken, die Welt geht unter’.

Seekrieg

Mittelmeer: Der ​​Royal Navy Air Service bombardiert in Konstantinopel das Kriegsministerium und den Schlachtkreuzer Goeben. Ludendorff warnt die deutsche Marine davor, dass die Briten hinter der türkischen Front in Palästina landen könnten. U-Boot sollen immer im östlichen Mittelmeer stehen (16. Juli) und die Route Port Said-Gaza vermint werden. 3 U-Boote stehen am 29. September dafür im Einsatz.
Nordsee: Das Schlachtschiff Vanguard sinkt durch eine Explosion im Inneren (unstabiles Cordite). Es gibt 804 Tote und nur 3 Überlebende.

Westfront

Deutschland: Militär-Propaganda-Dienst mit der ‘Aufklärung’ der Fronttruppen betraut.
Flandern: Geringe britische Fortschritte im Messines-Abschnitt.
Aisne: Französische Gegenangriffe bei Braye-en-Launnois.

Ostfront

Galizien: Die österreich-ungarische Dritte Armee zieht sich zum Fluss Lomnica zurück und verliert 1.000 Kriegsgefangene. Ihr Befehlshaber Tersztyanzky wird durch Kritek bis zum 16. Juli ersetzt.

Politik

Deutschland: Der Kaiser lehnt Reichkanzlers Bethmanns Friedenspolitik ohne Annexionen ab.

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