Kriegstagebuch 9. Dezember 1915

Kommandant von E2

Der Kommandant von E2 steht neben seinem Bordgeschütz.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 9. Dezember 1915:

Seekrieg

Dardanellen: Das britische E2 ist das letzte alliierte U-Boot, welches eindringen kann.

Westfront

ALLIIERTER KRIEGSRAT IN PARIS. General Castelnau wird zum französischen Generalstabschef ernannt.
Artois: Französischer Artillerie-Beschuß in den Abschnitten von Loos und Givenchy, sowie zwischen den Flüssen Somme und Oise (in der Nähe von Fouquescourt).
Champagne: Artillerie-Duelle. Kämpfe mit Handgranaten östlich von Butte de Souain.

Naher Osten

Mesopotamien – Kut: Townshend lehnt die Aufforderung zur Kapitulation ab, lässt die Pontonbrücke zum Südufer in der Nacht vom 9./10. Dezember sprengen. Die türkischen Truppen greifen den Nordabschnitt bis zum 13. Dezember an und graben sich dann in 400-600 Meter Entfernung ein. Ihr Beschuss durch 38 Kanonen verursacht 202 Mann Verluste am 11. Dezember.

Politik

Deutschland: Dr. Scheidemann erklärt im Reichstag, daß die Sozialisten es ablehnen würden, über die Abtretung von Elsaß-Lothringen zu diskutieren. Bethmann geheimes Memorandum bezweifelt, daß Deutschland alle Besitztümer oder einen Status quo erhalten könne.

Neutrale

Griechenland: Sarrail verlangt den Rückzug der griechischen Truppen aus Saloniki, welcher am 11. Dezember verweigert wird.
USA: Mutmaßliche Brandstiftung der Pulverfabrik Du Pont Co in Hopewell, Virginia. 500.000 Scheffel kanadischer Weizen, welcher für die Alliierten bestimmt ist, verbrennt bei Erie (Pa) am 10. Dezember.

Geheimkrieg

Großbritannien: Das Register des MI5 über Ausländer vermerkt, daß Mata Hari nach Paris zurückgekehrt ist.

Heimatfronten

Großbritannien: Dreibund für die Gewerkschaften von Bergbau, Eisenbahn und Verkehr ratifiziert (1,25 Millionen Mitglieder).

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