Kriegstagebuch 9. Dezember 1914

Ark Royal von 1914

Der erste Flugzeugträger welcher in der Lage ist, eine verhältnismäßig große Anzahl von Flugzeugen in einem Hangar unter Deck zu tragen und über wirkliche Wartungseinrichtungen verfügt, ist die ‘Ark Royal’.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 9. Dezember 1914:

Seekrieg

Großbritannien: Indienststellung des ersten von Kiel auf eigens gebauten Wasserflugzeug-Träger HMS Ark Royal II (Stapellauf am 5. September). Erster Träger mit Hangars unter Deck, welcher zwar in der Lage ist, seine 5 Wasserflugzeuge und 2 Trägerflugzeuge vom Deck aus starten zu lassen, welche aber dort nicht landen können. Diese müssen durch 2 Kräne an den Bordwänden wieder an Bord gehievt werden.

Südfronten

Die serbische Zweite Armee erobert Lazarevac zurück, während andere verfolgende Verbände Uzice zurückerobern. Potiorek befiehlt den allgemeinen österreich-ungarischen Rückzug am Abend. Der serbische Oberbefehlshaber Putnik befiehlt die Fortsetzung der Offensive.

Westfront

Joffre lehnt den britischen Vorschlag als ‘mouvement eccentrique’ ab, das Britische Expeditionskorps auf die äußerste linke Flanke der alliierten Front zu verlegen, um kombinierte See-Land-Operationen entlang der belgischen Küste unternehmen zu können.

Ostfront

Polen: Schwere Kämpfe um Mlawa und Petrokov.
Galizien: Erste Unternehmung gegen das von den Russen belagerte Przemysl bis zum 10. Dezember.

Naher Osten

Mesopotamien: Subhi Bey übergibt Qurna (1.242 Kriegsgefangene und 9 Kanonen seit dem 4. Dezember verloren), 331 Mann britische Verluste.

Geheimkrieg

Oberst Newcombe, T.E. Lawrence, L. Woolley und G. Lloyd verlassen Marseille in Richtung Ägypten, um dem britischen Nachrichtendienst in Kairo beizutreten.

Afrikanische Fronten

Südost-Kamerun: 610 Französisch Soldaten zwingen die Deutschen Baturi zu räumen.

Luftkrieg

Ostfront: Warschau wird von deutschen Flugzeugen bombardiert, wobei das US-Konsulat beschädigt wird.

Heimatfronten

Großbritannien: Ahlers, der ehemalige deutsche Konsul von Sunderland, wird zum Tode verurteilt, aber am 18. Dezember begnadigt.

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