Kriegstagebuch 9. April 1917

Arras: Deutsche Kriegsgefangene werden nach hinten gebracht

Deutsche Kriegsgefangene werden nach hinten gebracht, während britische Soldaten bei der Arras-Offensive nach vorne marschieren.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 9. April 1917:

Westfront

Ostermontag – Artois: SCHLACHT BEI ARRAS (bis 16. Mai) beginnt um 05:30 Uhr in bitterer Kälte und Graupel auf einer 20 km breiten Front. Allenby erreicht die dritte Linie der Hindenburg-Line, wobei 5.600 Kriegsgefangene und 36 Kanonen bei einem Vorstoß über 2.000-6.000 Meter eingebracht werden. Eine für 7 Stunden offene, 6,5 km breite Lücke kann aber nicht ausgenutzt werden, da die Kavallerie zu langsam nach vorne kommt (bis zum 10. April).
SCHLACHT AN DER VIMY-HÖHE (bis 14. April): Nach einem nur 3-minütigen Beschuss aus 1.203 Gerschützen (davon 383 Schwere) und einem Sperrfeuer durch 150 Vickers-MG erstürmen 30.000 Mann des Kanadischen Korps (Byng) die Höhe auf einer etwas über 3 km breiten Front und nehmen 5 Dörfer und 4.000 Kriegsgefangene mit 54 Kanonen. Das nördliche Ende der Höhe bleibt jedoch in deutscher Hand.
Frankreich: Die Testversuche mit dem leichten Panzer Renault FT-17 beginnen.

Seekrieg

Irische See: Das US-Passagierschiff New York läuft vor Liverpool auf eine Mine von UC 65. An Bord befindet sich auch Konteradmiral Sims von der United States Navy, um sich mit britischen Marinevertretern zu beraten. Jellicoe sagt ihm am 10. April, daß es im Moment anscheinend keine Lösung für das U-Boot-Problem gibt.

Luftkrieg

Westfront: Kommandant de Peuty weißt Trenchard darauf hin, daß der ‘Sieg in der Luft dem Sieg auf dem Land vorausgehen muß.’ Das Royal Flying Corps hat 754 (davon 385 einsitzige Jäger) gegen 264 deutsche (davon 114 einsitzige Jäger) Flugzeuge.
Das RFC (einschließlich Leutnant ‘Billy’ Bischof) unterstützt die angreifenden Bodentruppen durch MG-Beschuß im Tiefflug.

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