Kriegstagebuch 8. Oktober 1914

Truppen eines nigerianischen Regiments

Truppen eines nigerianischen Regiments, kommandiert von britischen Offizieren, besteigen einen Zug, der sie zur deutschen Kolonie Kamerun bringen soll.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 8. Oktober 1914:

Westfront

Flandern: Foch übernimmt als Joffres Assistent den Oberbefehl über die alliierten Armeen zwischen Lille und der Küste. Sir J. French vom BEF richtet sein Hauptquartier bei Abbeville ein, nachdem er Foch in Doullens getroffen hat.
Das deutsche IV. Kavallerie-Korps rückt durch Ypern vor, wird aber 16 km von Hazebrouck entfernt von Mitrys Kavallerie-Korps zum stehen gebracht. Bis zum 10. Oktober wird die deutsche Vierte Armee aufgestellt.
Somme: Erneute Kämpfe bei Roye.
Antwerpen: Das Stadtzentrum gerät unter schweren deutschen Artilleriebeschuss, über 200 Häuser werden zerstört. Deutsche Truppen erobern 2 Forts der inneren Festungslinie. Die belgische 2. Division und die Briten ziehen sich zum Rest der alliierten Streitkräfte hinter dem Terneuzen-Kanal nördlich von Ostende zurück.

Luftkrieg

Deutschland: 2 Sopwith Tabloid der Fliegertruppe der englischen Royal Navy aus Antwerpen bombardieren Düsseldorf und Köln. Flugleutnant Marix zerstört den gerade neu ausgelieferten Heeres-Zeppelin Z9 in einer Lufschiff-Halle in Düsseldorf aus 200 m Höhe mit 4 x 20-Pfund-Bomben. Die Luftabwehr beschädigt sein Flugzeug und der Kraftstoff läuft aus, er kann aber 30 km vor Antwerpen unverletzt eine Bruchlandung hinlegen. Staffel-Kommandant Grey bombardiert den Hauptbahnhof von Köln und kehrt rechtzeitig zur alliierten Räumung von Antwerpen zurück.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Oberstleutnant Haywoods 500 nigerianische Truppen besetzen Susa und Kake. Oberst Gorges mit ca. 1.000 Mann und 4 Geschütze in 29 Schiffe wird im Inland bei Yabasi am Fluß Wuri abgeschlagen, kehrt aber am 14. Oktober zurück und kann den Ort nehmen. Insgesamt hat er dabei 79 Mann Verluste.

Ostfront

Ostpreußen: Russische Rückeroberung von Lyck, aber die deutschen Truppen holen es sich am 13. Oktober zurück. Francois ersetzt Schubert im Kommando der deutschen Achten Armee.

Südliche Fronten

Bosnien: Die serbische Uzice-Armee wird bis zum 10. Oktober zurückgetrieben.

Ferner Osten

Tsingtau: Nach einer Woche Beschuß läßt das deutsche Abwehrfeuer nach.

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