Kriegstagebuch 8. Dezember 1914

Überlebende der Gneisenau schwimmen zur Inflexible

Panzerkreuzer Scharnhorst sinkt um 16:17 Uhr mit allen 770 Besatzungsmitgliedern und dem galanten von Spee. Das Schwestersachiff ‘Gneisenau’ überlebt nicht lange. Mit fliegenden Fahnen und dem Verbrauch ihrer gesamten Munition wird sie bis 18 Uhr zusammengeschossen. Die britischen Schlachtkreuzer halten an und retten 200 Männer aus dem eiskalten Wasser.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 8. Dezember 1914:

Seekrieg

Atlantik – Schlacht bei den Falklandinseln: Sturdee mit den Schlachtkreuzern Invincible (22 mal getroffen, keine Opfer) und Inflexibel (3 Treffer, 3 Tote), dem alten Schlachtschiff Canopus und 5 Kreuzern – einschließlich Glasgow (zweimal getroffen), Cornwall (22 mal getroffen), Kent (38 mal getroffen und 646 Schuss abgefeuert), überrascht Spee, als dieser Port Stanley überfallen will. Spee flieht in Richtung Südosten und entläßt seine leichten Kreuzer (nur Dresden kann nach Chile entkommen). Das Flaggschiff Scharnhorst, der Panzerkreuzer Gneisenau, die Leichten Kreuzer Nürnberg und Leipzig sowie 2 Kohleschiffe werden in einer 9-stündigen Verfolgungsjagd versenkt. Deutsche Opfer: 2.100 Tote, nur 215 Überlebende. Britische Opfer: 10 Tote, 15 Verwundete, aber die Schlachtkreuzer haben bis auf 52 x 30,5-cm-Granaten ihre gesamte Munition verbraucht. Erstmalige Anwendung des durch eine Feuerleitung gelenkten Fernartillerie-Einsatzes, bei welchem insgesamt 1.174 Granaten durch die beiden Schlachtkreuzer auf die deutschen Schiffe abgefeuert wurden.

Südfronten

Serbien: Die österreich-ungarische Fünfte Armee erobert, verliert dann wieder und erobert die serbische Kosmaj-Stellung südlich von Belgrad bis zum nächsten Tag wieder zurück. Aber serbische Verstärkungen treffen aus dem Süden kommend ein. Die serbische Ersten Armee erobert Valjevo durch einen Flankenangriff durch die Hügel zurück, wobei alleine 3.000 Mann der österreich-ungarischen Truppen verwundet werden. Die serbische Dritte Armee erreicht Kolubara.

Ostfront

Galizien: Brusilow schickt der russischen Dritten Armee 2 Korps zur Unterstützung. Roth gewinnt mit seinen Truppen bis zum 25. Dezember etwas an Boden.

Naher Osten

Mesopotamien: Die türkische Stellung bei Qurna wird durch die Royal Navy und 2 indische Bataillonen überflügelt, nachdem diese stromaufwärts den Fluß durch eine Schiffs-Brücke und mit Booten überquert haben.

Afrikanische Fronten

Tripolitanien: Der Stellvertreter des Sultan in Tripolis erklärt den Heiligen Krieg.
Südafrika: DIE REBELLION BRICHT ZUSAMMEN
, 1.200 Mann der Rebellen ergeben sich.

Luftkrieg

Westfront: Die ‘Funk-Einheit’ des Royal Flying Corps, nun wieder zurück benannt in 9. Squadron, entsendet mit Funkgeräten ausgerüstete Flugzeuge zu den verschiedenen Armee-Korps, welche diese angefordert haben.

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