Kriegstagebuch 7. September 1940

Göring gegenüber den Kreidefelsen von Dover

Göring (dritter von rechts) und sein Stab beobachten an diesem Tag persönlich die ‘Schlacht um London’ an der engsten Stelle des Kanals gegenüber den Kreidefelsen von Dover.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 7. September 1940:

Luftkrieg

SCHLACHT UM LONDON’ BEGINNT: Göring befieht einen starken Vergeltungsangriff bei Tage mit 1.000 Flugzeugen (davon 350 Bomber) als Antwort auf die englischen Nachtangriffe auf Berlin. Schwere Sprengbomben und ein Regen von Brandbomben verursachen riesige Brände in den Hafenanlagen (15 Schiffe werden schwer beschädigt) und Silvertown im East End. Desgleichen im Woolwich Arsenal, Thameshaven und Tilbury. Die RAF wird vorübergehend von der neuen deutschen Taktik überrascht, kann jedoch bei einem Verlust von 28 Jägern noch 30 der Angreifer auf dem Rückflug abschießen.
DER ‘BLITZ’: 247 Bomber (2 Verluste) nehmen an einem 7-stündigen Luftangriff auf London in der Nacht vom 7. auf den 8. September teil. 352 Tonnen Bomben werden abgeworfen, wobei vom Nachmittag des 7. September bis zum Morgengrauen des 8. September insgesamt 448 Einwohner getötet und 1.600 schwer verletzt werden.

Heimatfronten

Großbritannien: Das britische Oberkommando gibt um 20 Uhr das Codewort ‘Cromwell’ an die Befehlsstellen in Süd- und Südost-England sowie an die Befehlshaber des Großraumes London heraus. Dies soll bedeuteten, daß die ‘Invasion kurz bevorsteht’. Die Kirchenglocken läuten und die Home Guard besetzt ihre Gefechtsposten. Das Luftfahrtministerium gibt ähnliche Warnungen an alle RAF-Stellen heraus.
Deutschland: Göring spricht im Rundfunk: ‘Zum ersten mal hat die Luftwaffe in das Herz des Feindes eingeschlagen’.

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