Kriegstagebuch 7. Oktober 1918

Französische Eisenbahngeschütze

Französische Eisenbahngeschütze in Feuerstellung.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 7. Oktober 1918:

Westfront

Frankreich: Der alliierte Oberste Kriegsrat erfährt, dass der neue Reichskanzler mit der Bitte um Waffenstillstand an Präsident Wilson herangetreten ist.
Aisne: Französische Truppen erobern Berry-au-Bac.

Ostfront

Südrussland: General Berthelot schlägt gegenüber Clemenceau vor, die Saloniki-Armee nach Südrussland zu schicken, um den Aufbau der Weißen Truppen von Denikin zu decken; Franchet d’Esperey lehnt dies am 27. Oktober ab.
Wolga: Die Rote Vierte Armee erobert Samara zurück. Die Rote Ostfront ist jetzt 103.000 Mann, 298 Geschütze und 1.627 MGs stark.
Nordrussland: Die 339. US-Infanterie-Kompanie gewinnt ein Scharmützel bei Borok, aber die Roten zwingen die Außenposten der Alliierten am 9. bis 10. Oktober zum Rückzug. Die Alliierten ziehen sich vom 13. bis 17. Oktober 32 Kilometer nach Kurgomin-Tulgas zurück und wehren einen roten Angriff am 23. Oktober ab.

Naher Osten

Balkan: Der Oberste Alliierte Kriegsrat beschließt, dass die Salonika-Armee nach Osten durch Thrakien nach Konstantinopel marschieren soll. Milne übernimmt das Kommando am 10. Oktober und ist mit 4 Divisionen bereit am 29. Oktober.

Luftkrieg

Westfront: Der französische Fliegerpionier Roland Garros fällt im Alter von 30 Jahren (nachdem er im Februar aus dem Magdeburger Kriegsgefangenenlager über Holland geflohen war).

Politik

Polen: Die Polen in Warschau verkünden die Unabhängigkeit, ebenso wie ihre Abgeordneten im Deutschen Reichstag.
USA: Sir E. Geddes und die britische Marinemission kommen in New York an.

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