Kriegstagebuch 7. Mai 1915

Liner Lusitania

Der britische Liner Lusitania, der von New York über Großbritannien nach Italien verkehrt, wird vor der irischen Küste von einem deutschen U-Boot versenkt. Sein Verlust verhärtet die amerikanischen Ressentiments gegen Deutschland.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 7. Mai 1915:

Seekrieg

Irische See: Der alleine laufende und unbewaffnete Cunard-Liner LUSITANIA (32.000 t) sinkt innerhalb von 20 Minuten vor Old Head of Kinsale (Südwest-Irland), nachdem das Schiff aus 700 Meter Entfernung ohne Vorwarnung durch das deutsche U-Boot U 20 (Schwieger) torpediert wird. 1.198 Tote, darunter 124 Amerikaner.
Nordsee: Der britischen Zerstörer Maori läuft auf eine Mine und sinkt.
Ostsee: Russische Kreuzer greifen den deutschen Kreuzer München vor Libau an, welches die Russen gerade evakuieren. Der neue deutsche Zerstörer V107 wird am nächsten Tag beim Einlaufen in den Hafen durch eine Mine zerstört.
Der neue U-Boot-Stützpunkt der britischen Royal Navy wird auf die Insel Dago im Golf von Riga verlegt. Der deutsche Vormarsch zu Land hat zur Räumung von Libau gezwungen. Das britische U-Boot E9 greift einen deutschen Geleitzug an und behauptet fälschlicherweise, ein deutsches Transportschiff versenkt zu haben, nach dem es 5 Torpedos auf 3 Transporter und den eskortierenden Kreuzer Roon abgefeuert hat.

Westfront

Artois: Französisches Zerstörungsfeuer auf die deutschen Stellungen bis zum nächsten Tag, was aber durch die ungenügende Artilleriebeobachtung behindert wird.

Ostfront

Karpaten: Die Russen ziehen sich zurück zum Fluss Wistok und sprengen den Lupkow Pass-Tunnel.

Politik

Japan: Die Regierung stellt ein Ultimatum an China, was am letzten Tag der Frist akzeptiert wird.

Heimatfronten

Großbritannien: Ein dreijähriger Zollverschluss ersetzt die erhöhte Schnaps-Steuer.

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