Kriegstagebuch 7. Juni 1915

 österreich-ungarischer Schützengraben an der Ostfront

Ein österreich-ungarischer Schützengraben an der Ostfront. Die endlos scheinenden Tage sind von den immer gleichen Handgriffen geprägt, wie etwa dem Instandhalten des Gewehres.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 7. Juni 1915:

Ostfront

Galizien: Der russische General Lechitski evakuiert Kalusz und Nadworna im Osten und die gesamte Bukowina am 12. Juni. Die österreich-ungarischen Truppen erobern Stanislau am nächsten Tag zurück, sowie Kolomea am 12. Juni.

Westfront

Somme: Ein Teil des französischen XI. Korps greift an und erobert den deutschen Frontbogen beim Bauernhof von Touvent – zwischen Hebuterne und Serre – auf einer 3,2 km langen Frontlinie und schlägt einen deutschen Gegenangriff ab.

Mittlerer Osten

Großbritannien: Der britische Dardanellen-Ausschuss des Kabinetts tritt zum ersten Mal zusammen. Der alliierte Befehlshaber Hamilton schließt einen Großangriff zum jetzigen Zeitpunkt aus.
Gallipoli: Die 4. neuseeländische Verstärkungsgruppe (1.761 Mann) kommt beim ANZAC-Korps an.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Dobell beschließt, den Vorstoß auf das 65 km entfernt Jaunde aufzugeben.

Heimatfronten

Großbritannien: Das War Propaganda Bureau (Kriegs-Propaganda-Büro) legt einen ersten Bericht dem Kabinett vor und schätzt, daß etwa 2,5 Millionen Publikationen seit September 1914 in 17 Sprachen verteilt wurden.
Russland: Ein Sonderrates für Rüstung wird unter dem Zaren eingerichtet. Ein Kriegsindustrie-Ausschuss wird am 9. Juni gebildet.

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