Kriegstagebuch 7. Dezember 1914

Sibirischer Besuch in Ostpreußen

Sibirischer Besuch in Ostpreußen – so wird diese zeitgenössische Aufnahme vom Winter 1914/15 genannt.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 7. Dezember 1914:

Ostfront

Ostpreußen: Russische Angriffe.
Polen – Zweite Schlacht von Warschau (bis zum 30. Dezember): deutsche Offensive.
Galizien: Russische Artillerie bombardiert die Forts nördlich von Krakau.

Westfront

Flandern: Französische Truppen erobern Vermelles, Le Rutoire und Gräben in der Nähe von Carency zurück. Joffre befiehlt Foch, zusammen mit den Briten, eine begrenzte Offensive im Yser-Abschnitt des Ypernbogens zu beginnen.

Südfronten

Serbien: Die serbische Dritten Armee überflügelt die österreich-ungarischen Verteidigungsstellungen auf dem Kremenika-Hügel und unterstützt den Vormarsch der Zweiten Armee auf Lazarevac. Sie nehmen dabei 6.501 Kriegsgefangene und 28 Kanonen.

Naher Osten

Mesopotamien: 3.700 britische Soldaten und 16 Kanonen führen einen erneuten Angriff gegen 3.000 Türken mit 10 Kanonen durch. Ein weitere Anlandung durch die Royal Navy wird wieder außer Gefecht gesetzt, aber die Briten können die Tigris-Flußbank halten.

Afrikanische Fronten

Südafrika: Rebellen-General Beyers wird besiegt und ertrinkt zusammen mit etwa 25 Anhängern auf der Flucht durch den Fluss Vaal.

Politik

USA: Der Kongress bringt ein Gesetz für ein privates Waffenembargo ein, was aber im Januar ad acta gelegt wird.

Heimatfronten

Frankreich: Die Pariser Börse wird wieder eröffnet.
Großbritannien: Meldepflicht für belgische Flüchtlinge eingeführt.
Japan: Die Sitzung des Kokkai (japanische Nationalversammlung) beginnt mit einer Rede des Kaisers.

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