Kriegstagebuch 6. Mai 1915

Automobil aus dem Schlamm ziehen

Der Mangel an geeigneten Wegen ist der größte Gegner der Truppen der Mittelmächte bei Gorlice-Tarnow. Mit vereinten Kräften versuchen hier österreich-ungarische Soldaten ein Automobil aus dem Schlamm zu ziehen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 6. Mai 1915:

Ostfront

Galizien: Die österreich-ungarische Vierte Armee besetzt Tarnow und nimmt 30.000 Kriegsgefangene bis zum 8. Mai.
Karpaten: Kornilow mit seiner russischen 48. Division wird abgeschnitten und muß sich den österreich-ungarischen Truppen ergeben.

Westfront

Flandern: Die Briten können einige Gräben auf Hügel 60 zurückerobern.
Aisne: Geringer französischer Vorstoß östlich von Foret de l’Aigle.

Naher Osten

Gallipoli – Helles-Brückenkopf: Zweite Schlacht von Krithia bis zum 8. Mai. 25.000 alliierte Soldaten mit 105 Kanonen gewinnen nur 550 Meter Gelände für 6.500 Opfer.
Mesopotamien: Die britische Royal Navy schickt 12 Flusskanonenboote.

Afrikanische Fronten

Deutsch-Südwestafrika: Botha nimmt den Eisenbahnknotenpunkt Karibib nach einem Marsch von 65 km durch die Wüste.
Ostafrika: Die 25. Royal Fusiliers (1.166 Freiwillige) landen in Mombasa an.

Seekrieg

Ionisches Meer: Der österreich-ungarische Kreuzer Novara entkommt französischen Kriegsschiffen vor Kefalonia, nachdem er erfolgreich das deutsche Küsten-U-Boot UB 8 dorthin geschleppt und freigegeben hat. Der österreich-ungarische Zerstörer Triglar schleppt in der Nacht von 15./16. Mai UB 7 durch die Strasse von Otranto. UB 3 wird am 23. Mai von Pola aus abgeschleppt, verschwindet aber spurlos.

Politik

Frankreich: Churchill in Paris für geheime englisch-italienische Marine-Gespräche (das Treffen endet am 10. Mai).

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