Kriegstagebuch 6. Dezember 1917

Italienische Frauen heben Schützengräben aus

Italienische Frauen heben nach dem Rückzug der italienischen Armee Schützengräben aus.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 6. Dezember 1917:

Südfronten

Trentino: Die österreich-ungarische 21. Infanterie-Division erstürmt den Mt.Sisemol mit 2.000 Kriegsgefangenen. Die Italiener konsolidieren eine neue Linie weiter im Süden über Valstagna und die Frenzela-Täler.

Ostfront

Rumänischer Waffenstillstand mit den Mittelmächten.
Ukraine: Antonow bildet eine Rote Südfront.
Don: Ein französischer Hauptmann aus Rumänien trifft Kaledin bei Novocherkask sowie später andere Führer der Weissen. Seine Berichte auf die Hoffnungen einer neuen, anti-deutschen Front sind aber übertrieben.

Seekrieg

Mittelmeer: Der ​​US-Zerstörer Jacob Jones wird durch U 53 vor Sizilien torpediert und versenkt, wobei es 37 Überlebende gibt.
Ärmelkanal: U 96 kollidiert mit UC 69 vor Kap Barfleur, letzteres sinkt, nachdem es 1917 insgesamt 50 Schiffe mit 88.138 Tonnen versenkt hatte.

Luftkrieg

Großbritannien: 19 von 21 deutschen Bombern (darunter 2 Zeppelin Gigant) greifen London, Kent und Essex in den späten Nachtstunden an. Es gibt 36 Opfer, darunter 2 Militärangehörige und 2 Bomber werden durch Flakfeuer abgeschossen und einer wird vermisst.

Politik

FINNLAND ERKLÄRT SEINE UNABHÄNGIGKEIT und sucht schwedische Anerkennung am 29. Dezember und wird von den Bolschewiki am 31. Dezember anerkannt.
Österreich-Ungarn: Graf Czernin teilt einer ungarischen Delegation mit: ‘Ich sehe keinen Unterschied zwischen Straßburg und Triest.’
Osmanisches Reich: Cemal Pascha offenbart in Beirut das Sykes-Picot-Abkommen und ‘stichelt über Hussein’.

Neutrale

Spanien: Anglo-spanisches Handelsabkommen.

Heimatfronten

Kanada: Halifax zerstört durch die Explosion eines mit 4.000 Tonnen TNT beladenen französischen Munitionsschiff. Es gibt 2.682 Tote und 1,6 km² der Stadt werden zerstört. 25.000 Menschen werden Obdachlos und der geschätzte Schaden liegt bei 40 Millionen US-Dollar.
USA: Die Verhaftung von Kriegsdienstverweigerern endet, aber 142 werden zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt (die letzten 31 werden im Dezember 1923 freigelassen).
Frankreich: Die Streik im Loire-Department endet mit der Wiedereinsetzung der Gewerkschaftsfunktionäre und dem Versprechen, Lohnerhöhungen auszuhandeln.

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