Kriegstagebuch 5. Juli 1915

Österreiche Soldaten mustern die gefallenen Italiener

Österreich-ungarische Soldaten mustern die gefallenen Italiener in der Ersten Schlacht am Isonzo.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 5. Juli 1915:

Südfronten

Isonzo: Die italienische Zweite und Dritte Armee greifen ab 18 Uhr auf der ganzen Frontlänge von Podgora bis zum Doberdo-Plateau (Kras) mit einer Überlegenheit von 6:1 an, doch gewinnen sie kaum 1,5 km Gelände, obwohl das österreich-ungarische Bataillon am entscheidenden Kras-Sektor auf die Hälfte seiner Stärke zusammenschmilzt. Die österreich-ungarische 4. und 5. Gebirgsbrigaden werfen die italienischen Brigaden Re und Casale von den Höhen 205 und 240, welche Gorizia überschauen und wo die Italiener 4.000 Mann verlieren. Die gesamten italienischen Verluste belaufen sich auf 14.947 (davon 1.500 Kriegsgefangene), die österreich-ungarischen Verluste auf 9.948 Mann.

Geheimkrieg

Isonzo: Die Österreicher lesen erstmals den italienischen ‘Roten Code’ mit, welcher noch vor dem Krieg eingeführt wurde. Jedoch wird der Schlüssel am 20. Juli geändert.

Westfront

Artois: Der französische Dichter und Schriftsteller Jean-Marc Bernard wird im Alter von 33 Jahren durch eine Artilleriegranate getötet, als er gerade Essensrationen zur Frontlinie bei Souchez bringt.

Ostfront

Eine russische Gegenoffensive hält Mackensens Vorstoß auf Lublin und Cholm auf.

Mittlerer Osten

Gallipoli – Helles-Brückenkopf: Die britischen Truppen wehren einen türkischen Angriff ab.
Der Dardanellen-Ausschuss beschließt, 2 weitere Divisionen zu schicken und Kriegsminister Kitchener behauptet, daß der Krieg vorbei sie, sobald die Halbinsel genommen wurde.
Mesopotamien: Gorringes 1.719 Mann (später 4.600 mit 26 Kanonen und 1 Flugzeug) greifen in Richtung Nasiriya an und setzen ihre Operationen 10 km südlich davon am 14. Juli fort. Am 24. Juli schlagen sie die türkische 35. Division und verursachen mehr als 2.000 Verluste und erbeuten 15 Kanonen. Am 25. Juli nehmen sie schließlich den Ort.

Afrikanische Fronten

Tripolitanien: Alle italienischen Garnisonen im Landesinneren werden nach Homs und Tripolis an die Küste bis zum 5. August befohlen. Die aufständigen Stammeskrieger der Senussi verfügen nun über 30.000 Gewehre und 19 Kanonen.

KretaTipp
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