Kriegstagebuch 4. November 1914


Schutztruppe Ostafrika im Gefecht

Die deutsche Schutztruppe in Ostafrika im Gefecht.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 4. November 1914:

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Das Indische Expeditionskorps IE’B’ wird unter dem Verlust von 517 Mann durch einen Flankenangriff durch Lettow-Vorbecks 1.000 Mann abgeschlagen. Zuvor hatte die deutsche Fahrrad-Aufklärungsabteilung die offene Flanke der Inder ausgekundschaftet. Die Kämpfe werden dann nach dem Angriff zahlreicher wilder Bienen abgebrochen.
Kamerun: 120 französische Soldaten werden vor Mora bis zum nächsten Tag abgeschlagen.

Westfront

Flandern: Alliierte Truppen erobern vorübergehend Lombartzyde zurück. Die 1. Division des Britischen Expeditionskorps verfügt jetzt nur noch über 3.583 Infanteristen. Hauptmann A. O’Neill von der Militärpolizei des BEF ist der erste Militärpolizist (von insgesamt 22), welcher getötet wird.

Ostfront

Galizien: Die österreich-ungarischen Truppen werden bei Jaroslaw geschlagen und haben 19.000 Kriegsgefangenen und 40 Geschütze innerhalb von 12 Tagen verloren.

Südfronten

Serbien: Österreich-ungarische Truppen greifen von Sabac aus an und überqueren auch Savaat Mishar in der Nacht vom 4./5. November.

Naher Osten

Armenien: Die Russen besetzen Diyadin und einen Gebietsstreifen bis zu 30 km hinter der Grenze.

Politik

Persien weigert sich zusammen mit dem Osmanischen Reich gegen die Alliierten zu kämpfen.

Seekrieg

Atlantik: Die britische Admiralität befiehlt Konteradmiral Sturdee mit den Schlachtkreuzern Invincible und Inflexibel heimlich in den Südatlantik auszulaufen, um von Spees Kreuzergeschwader abzufangen. Sturdeee läuft aus Devonport am 11. November aus.
Ärmelkanal: Das alte Kriegsschiff Hood wird vor Portland auf Grund gelegt, um eine Lücke in der Hafenverteidigung zu füllen.
Karibik: Nachdem er 15 britische Schiffe versenkt hat, geht der deutsche Leichte Kreuzer Karlsruhe durch eine Explosion – vermutlich instabiles Kordit – 200 sm nordöstlich von Trinidad verloren. Die britische Royal Navy bemerkt seinen Untergang erst im Januar 1915.

Neutrale

USA: Die National City Bank gewährt Frankreich einen kurzfristigen Kredit über 10 Millionen US-Dollar.

Heimatfronten

Großbritannien: Die Goldreserven belaufen sich auf fast 69 Milliarden Britische Pfund. Der König und Königin sowie Kitchener inspizieren das CEF (Kanadisches Expeditionskorps).

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