Kriegstagebuch 4. März 1916

angreifendes deutsches U-Boot

Ein angreifendes deutsches U-Boot im Atlantik.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 4. März 1916:

Seekrieg

Deutschland: Tirpitz und Admiral Holtzendorff erhalten vom Kronrat von Kaiser Wilhelm II. keine Unterstützung zum uneingeschränkten U-Boot-Krieg, dessen Entscheidung auf den 1. April verschoben wird.
Ost-Atlantik: U32 (Spiegel) eröffnet eine neue Offensive und versenkt den britischen Tanker Teutonia 100 km südwestlich von Fastnet. 13 deutsche U-Boote werden in die südwestlichen Approaches (Zufahrtsstrassen nach Großbritannien) gesendet (bis zum 24. April). UC-Minenleger-U-Boote legen 73 Minenfelder mit insgesamt 710 Minen, welche 30 Schiffe bis zum April versenken.

Westfrontz

Verdun: Franz Marc, der deutsche expressionistische Maler fällt im Alter von 36 Jahren durch eine französische Granate bei der Burg Goussainville. In einem Brief eines deutschen Verwundeten, welcher zurückkehren konnte, steht geschrieben: ‘es ist wie eine Vision in der Hölle’ (vom 3. März). Die deutschen Truppen werden östlich vom Kamm Poivre zurückgeschlagen.

Afrikanische Fronten

Die 5. indische Leichte Infanterie (517 Mann) landet aus Kamerun kommend in Mombasa an. Die Portugiesen beschlagnahmen deutsche Schiffe in Lourenco Marques.

Politik

Ein Anglo-Russisches Militär-Abgrenzungsabkommen über Persien erweitert die Vereinbarung aus dem Jahr 1907 auf die Linie Khanikin-Isfahan-Birdjan.

Heimatfronten

Deutschland: Ausgabe der 4. Kriegsanleihe (bis zum 24. März).

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen