Kriegstagebuch 4. März 1915

U-8 versenkt

U-8 ist das erste deutsche U-Boot, welches verloren geht – versenkt durch ‘HMS Maori’ und ‘HMS Gurkha’ am 4. März 1915. Rammen wurde die bevorzugten Weise, ein U-Boot zu versenken.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 4. März 1915:

Heimatfronten

Großbritannien: Die britische Admiralität entscheidet, daß den 29 deutschen Kriegsgefangenen von U 8 nicht eine ‘ehrenvolle Behandlung’ zuteil werden kann. Deutschland droht mit Repressalien gegenüber britischen Kriegsgefangenen am 2. April.
Das Granaten- und Zünder-Abkommen ermöglicht den Einsatz von ungelernten Arbeitskräften und Frauen bei der Munitionsfertigung.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Zweites Gefecht bei Harmann Farm: beide Seiten ziehen sich zurück und die 550 britischen Soldaten graben sich nach einiger Panik in Fort Bare ein.

Seekrieg

Dardanellen: Der anglo-französische Beschuß der Dardanellen-Festungen geht weiter. 5 Truppentransporter treffen in Mudros ein. 300 Royal Marines (48 Verluste) werden an beiden Ufern zurückgeschlagen und können lediglich nur 4 MGs zerstören.
Die britische Admiralität sendet Anweisungen zur Bekämpfung der Bosporus-Festungen.
Enver Pascha läßt in Wien anfragen, ob die Türken 3 österreich-ungarische U-Boote in Pola ankaufen können, um sie bei der Verteidigung der Dardanellen einzusetzen. Nur 2 U-Boote gelangen zum Einsatz, können aber nicht vor den Dardanellen eingesetzt werden, da ein geeigneter Stützpunkt fehlt.

Luftkrieg

Dardanellen: Flugboote des Royal Navy Air Service und der Franzosen gelingt es nicht, Artillerie-Aufklärung für die alliierte Flotte über den türkischen Festungen zu fliegen.
Westfront: Das deutsche Marine-Luftschiff L8 wird von belgischen Truppen auf dem Weg nach London abgeschossen.

Politik

Italien: Botschafter Imperiali teilt dem britische Außenminister Grey die territorialen Bedingungen für Italiens Kriegseintritt auf Seiten der Alliierten mit.

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