Kriegstagebuch 4. Juli 1916

Britischer Infanterieangriff Somme

Britische Infanterie arbeitet sich an der Somme langsam durch deutsches MG-Feuer.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 4. Juli 1916:

Westfront

Schlacht an der Somme: Die Briten greifen La Boisselle bis zum 6. Juli an. Goughs Reserve-Armee sichert mit 8 zugeteilten Divisionen die britische linke Flanke, von La Boisselle-Hebuterne bis Gough (13 km).
An einem nass-kalten Tag erobern die französischen Truppen zwei Dörfer südlich der Somme, wobei der US-Kriegsdichter Alan Seeger im Alter von 28 Jahren bei der Fremdenlegion in der Nähe von Belloy-en-Santerre fällt. Die Franzosen haben bis jetzt 4.000 Kriegsgefangene eingebracht und 10 km der zweiten deutschen Linie eingenommen. Gewitter über der Westfront.

Ostfront

West-Russland Schlacht von Baronovichi (bis 14. Juli): Ragozas Vierte Armee (1.000 Kanonen, 21 Infanterie- und 5 Kavallerie-Divisionen) nimmt die österreich-ungarische Frontlinie nach einem Artilleriebeschuss seit dem 2. Juli.
Brussilow-Offensive, Pripjet – Der zweite große russische Vorstoss: Leschs Dritte Armee überquert den Fluss Styr bei Kolki und Rafalovka und drängt Linsingens Truppen nach Westen zum Fluss Stokhod.

Südfronten

Rumänien: Die Regierung nennt ihre Bedingungen für den Eintritt in den Krieg, einschließlich einer alliierten Saloniki-Offensive gegen die Bulgaren.
Trentino: Die Italiener stossen bis zum 7. Juli weiter vor.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Das NRFF setzt den Vormarsch durch die 2.300 Meter hohen Ukinga-Berge fort.

Seekrieg

Nordsee: Scheers Bericht an den Kaiser zur Seeschlacht am Skagerrak an den betont, ‘ein siegreiches Ende … kann nur durch den Einsatz der U-Boote gegen den britischen Handel erreicht werden.’ Beattys ‘Schlachtkreuzer-Kanonier-Ausschuss’ berichtet über die Schlacht am Skagerrak.
Schwarzes Meer: Goeben und Breslau beschiessen Tuapse und Lazarevskoe und versenken den Dampfer Kniaz Obolensky.
Östliches Mittelmeer: Oberst Kress fordert U-Boot-Unterstützung für die angesetzte türkische Offensive gegen den Suezkanal, aber es wird nur eins – und auch noch zu spät – geschickt.

Luftkrieg

Westfront: Niedrige Wolken schränken das Fliegen ein (bis zum 6. Juli).

Neutrale

Mexiko: Versöhnliche Antwort Carranzas auf die US-Note vom Juni. Am 12. Juli wird eine gemeinsame Kommission vorgeschlagen, was die USA am 28. Juli annimmt.
Rumänien: Premierminister Bratianu legt dem französischen Botschafter drei Bedingungen für eine Intervention vor.

Heimatfronten

Deutschland: Der Kolonial- und der Innenminister besuchen Hindenburgs Hauptquartier bis zum 6. Juli. Müller in sein Tagebuch: der Kaiser ‘leidet so sehr aus Einsamkeit’.

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