Kriegstagebuch 4. Februar 1917

Abschnitt der Siegfried-Linie

Abschnitt der Siegfried-Linie bei Honnecourt im August 1917.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 4. Februar 1917:

Westfront

Deutschland: DER KAISER UNTERZEICHNET DEN BEFEHL FÜR DE RÜCKZUG ZUR SIEGFRIED-LINE (Hindenburg-Linie; Unternehmen Alberich). Die ganze Zone zwischen der vorhandenen Kampflinie an der Somme und der mit Kampfständen bestückten neuen Linie (ca. 100 km von nahe Soissons nach Arras mit einer durchschnittliche Tiefe von 30 km) wird einer kräftigen ‘Verbrannte Erde’-Taktik unterzogen. Die neue Linie verkürzt die Westfront um 40 km und ermöglicht die Freigabe von 13 Divisionen in die Reserve. Den Briten ist die Bedeutung der Hindenburg-Linie bis zum 25. Februar nicht voll bewußt.

Naher Osten

Mesopotamien: Türkische Truppen räumen das Hai-Dreieck östlich des Kanals zugunsten einer neuen Linie in Dahra Bend, welche die Lakritze-Fabrik am Südufer von Kut mit einschließt. Die britischen Verluste belaufen sich seit dem 13. Dezember auf 8.524 Soldaten; die türkischen Verluste müssen höher sein und schließen 2.006 Tote in Gräbern und 578 Kriegsgefangene ein.

Heimatfronten

Osmanisches Reich: Groß-Vizier Said Halim tritt zurück, der Jungtürke Talaat Bey wird Nachfolger und wird zum Pascha gemacht.
Ein Gesetzt legt die allgemeine Wehrdienstzeit auf 20-45 Jahre fest.

Praxisbahn
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