Kriegstagebuch 4. Dezember 1914

Russen fallen unter Artillerie-Beschuß

Russische Soldaten fallen unter deutschem Artillerie-Beschuß.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 4. Dezember 1914:

Ostfront

Polen: Die russische Front bricht bei Ilov zusammen, zwei Reservedivisionen sind auf die Starke von 4-5 Kompanien reduziert.

Westfront

Flandern: Französische Truppen erobern Langemarck zurück. König George V. besucht das belgische Hauptquartier und zeichnet den belgischen König und Oberbefehlshaber Albert aus. Der Befehlshaber des Britischen Expeditionskorps, Sir J. French, schreibt an seinen Kriegsminister Kitchener ‘… Krupp ist unser furchtbarster Feind’ und erhält eine Nachricht vom britischen Botschafter in St. Petersburg, daß die Russen Hilfe durch die alliierte Westfront erwarten.

Südfronten

Serbien: Die serbische Erste Armee setzt ihre Erfolge mit der Einnahme der Höhe 802 fort, aber die Uzice- und Zweite Armee werden von den österreich-ungarischen Truppen aufgehalten bis diese Lipet räumen, nachdem sie 2.000 Mann an Gefangenen bei einem serbischen Nachtangriff eingebüßt haben.

Naher Osten

Mesopotamien – Erste Schlacht von Qurna (bis zum 9. Dezember): 1.000 Briten mit 2 Kanonen landen von 4 Dampfern und 5 Schiffen der Royal Navy, von denen 2 seit dem Vortag Treffer erhalten haben, vor Qurna. Sie werden aber am Fluß Tigris blockiert und kehren in ihr Feldlager zurück.

Afrikanische Fronten

Angola: Das portugiesische Expeditionskorps verlässt Lissabon in Richtung Angola.
Ostafrika: Generalmajor Wapshare wird neuer britischer Befehlshaber, sein Vorgänger Aitken wird abgerufen und verlässt das Land am 7. Dezember.
Südafrika: Botha schlägt die Rebellen in der Nähe von Reitz.
Südost-Kamerun: 730 französisch-belgische Truppen werden vor Molundu zurückgeschlagen, erzwingen aber die deutschen Räumung am 19. Dezember.

Luftkrieg

Deutschland: Französische Voisin-Bomber der GB I greifen den Flugplatz von Freiburg an (was am 6. Dezember wiederholt wird).

Politik

Großbritannien: Die Regierung leiht Russland 20 Millionen Britische Pfund. Lord Bryce beginnt mit der Untersuchung deutscher Kriegsverbrechen in Belgien.

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