Kriegstagebuch 31. März 1918

General Erich Ludendorff

General Erich Ludendorff als hart arbeitender, talentierter Stabsoffizier. In den Jahren 1917 bis 1918 ist er der mächtigste Mann in Deutschland, aber er führt den Krieg als Selbstzweck und ignoriert Clausewitz große Maxime.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 31. März 1918:

Westfront

Ostersonntag: Die Deutschen melden seit dem 21. März 75.000 Kriegsgefangene und ca. 1.000 Kanonen erbeutet zu haben. Spitzenstärke des deutschen Heeres mit 7.917.170 Mann.
Somme: Unentschiedene Kämpfe. Hofackers LI. Korps erobert die am 30. März verlorenen Wälder wieder. Ludendorff befiehlt für den 4. April den Schlag auf Amiens, nachdem die Vorräte aufgestockt wurden. Britische Truppen erobern und verlieren dann wieder Hangard; geringer französischer Vorstoß zwischen Montdidier und Lassigny.
Die Verluste des BEF von 173.721 Soldaten im März, was der zweitschlimmste Monat des Krieges ist, einschließlich 124.462 Mann Infanterie und Kavallerie seit dem 21. März.

Ostfront

Ukraine: Die Deutschen bilden die neue Heeresgruppe Eichhorn (18 Divisionen) in Kiew für die Besetzung der Ukraine. Generalstabschef Gröner organisiert die Eisenbahnen, Linsingen wird abberufen und die Bugarmee aufgelöst.

Seekrieg

Schwarzes Meer: Der Schlachtkreuzer Goeben bringt die Waffenstillstandskommission der Mittelmächte nach Odessa.
Alliierte und neutrale Handelsschiffsverluste im März: 169 Schiffe (davon 79 britische mit 490 Menschenleben) mit zusammen 244.814 Tonnen (britische 199.458 t, einschließlich 3 durch Minen). Die deutschen U-Boote melden 190 Schiffe mit zusammen 368.746 Tonnen, darunter 68 Schiffe von 128.620 Tonnen im Mittelmeer (4 durch österreich-ungarische U-Boote). 5 U-Boote werden versenkt (2 davon aus unbekannter Ursache).

Luftkrieg

Westfront: 822 deutsche Flugzeuge unterstützen Ludendorffs Offensive gegen 645 britische Flugzeuge, aber nur 3 anglo-deutsche Luftkämpfe, bei denen die Deutschen 19 zerstörte alliierte Flugzeuge für den Verlust von 4 eigenen angeben. Die Flugabwehrgeschütze der 5. Armee des BEF melden seit dem 21. März 17 Flugzeuge abgeschossen zu haben. Die Deutschen melden 161 verlorene Flugzeuge und die Zerstörung von 447 alliierten Flugzeugen im März.

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