Kriegstagebuch 31. März 1916

La Voice Sacree

Über die ‘La Voice Sacree’ rollt ein unablässiger Strom von Nachschub und Soldaten nach Verdun.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 31. März 1916:

Westfront

Das deutsche Heer hat im April 6.767.144 Soldaten und ca. 8.000 MGs dort im Einsatz.
Verdun: Die Franzosen evakuieren Malancourt und verlieren auch Boden bei Vaux. Deutscher Rückschlag am Mort Homme (Hügel ‘Toter Mann’). Die deutschen Verluste belaufen sich in den ersten 39 Tagen bis jetzt auf 81.607 Mann, die der Franzosen auf 89.000 Mann.
LA VOIE SACREE (Heiliger oder auch verfluchter Weg): Im März erreichen 6.000 Lkw pro Tag Verdun. Maximal werden 50.000 t Nachschubsgüter und 90.000 Mann pro Woche bis Juni heran transportiert. Der Name La Voie Sacree wird vom glühenden Nationalisten und politischem Schriftsteller Maurice Barres (1862-1923) geprägt.

Seekrieg

Nordsee: Das erste deutsche Hochsee-Minenleger-U-Boot vom Typ UE, U 74, wird in Dienst gestellt (20 Stück werden gebaut).

Luftkrieg

Großbritannien: Versuchter Luftschiff-Angriff in der Nacht vom 31. März auf den 1. April durch 9 deutsche Zeppeline (6 überqueren die Küste) auf London (Marine-Luftschiffe) und East Anglia (Heeres-Luftschiffe). 13 Flugzeuge des Royal Flying Corps steigen auf, von denen eines einen Zeppelin mit Ranken-Pfeilen trifft. Keine Bomben auf die Zielgebiete, trotzdem 112 Opfer (darunter 86 Soldaten und Matrosen) in Lines, Essex und Suffolk. L13 und L15 werden von Flak-Feuer getroffen. L15 (Breithaupt) schlägt in der Nordsee auf (1 Toter, 16 Besatzungsmitglieder werden gefangengenommen).

Politik

Der britische Premierminister Asquith trifft in Rom ein und besucht den Papst am 2. April. Der serbische Kronprinzen kommt in London an.

Heimatfronten

Großbritannien: Das Army Council übernimmt die Lieferungen für Heu und Stroh. Die größte Anzahl von Arbeitstagen geht seit Juli 1915 durch Streiks verloren (327.000).
114.934 (vor allem belgische) Flüchtlinge sind bis heuten über London weiter verteilt worden.

KretaTipp
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