Kriegstagebuch 31. Dezember 1915


General Paul von Lettow-Vorbeck

General Paul von Lettow-Vorbeck führt erfolgreich die deutschen und einheimischen Soldaten in Deutsch-Ostafrika.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 31. Dezember 1915:

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Lettow-Vorbeck schreibt an Kaiser Wilhelm II. einen Brief, welchen dieser erst im August 1916 erhält. Er listet darin die Störungen durch Gouverneur Schnee auf und er hätte nun eine Truppenstärke von 14.298 Mann (darunter 2.988 Weisse).

Westfront

Flandern: Deutscher Angriff und geringer Vorstoß in der Nähe von Hulluch.
Elsass: Deutscher Gegenangriff in der Nähe von Hirzstein.
Die deutsche Armee verfügt nun über 8.000 MGs. Die französische Armee hat nun 13.000 Kraftfahrzeuge.

Ostfront

Pripet: Der russische General Brusilow greift über den Fluss Styr hinweg in der Nähe von Chartorysk an.

Naher Osten

Armenien: Judenitsch hat die streng geheimen Vorbereitungen für die Überraschungsoffensive am 10. Januar abgeschlossen und reist nach Tiflis, um den Großherzog darüber zu informieren.

Seekrieg

Großbritannien: Die britische Northern Patrol hat im abgelaufenen Jahr 3.098 Schiffen abgefangen, von den 743 nach Kirkwall auf den Shetland-Inseln geschickt wurden. Das waren durchschnittlich 66 Schiffe pro Woche. 817 Fischerboote und 408 alliierte Schiffe wurden durchgelassen. Auf den Patrouillen gingen 4 bewaffnete Hilfskreuzer verloren.

Luftkrieg

Westfront: Die deutsche Jagdfliegerstärke ist nun auf 86 Fokker E angewachsen. Das Royal Flying Corps hat auch dadurch 50 Piloten und Beobachter seit dem 1. November verloren.

Heimatfronten

Großbritannien: 6000 Lungentuberkulose-Fällen in den britischen Streitkräften bis zum heutigen Tag. Die Mitgliederzahl in der TU-Gewerkschaft ist auf 5% angwachsen (4,3 Millionen Arbeiter). Die Arbeitslosigkeit beträgt nur noch 1%, der tiefste Wert seit 1872. Nur noch 74 Leute beziehen Arbeitslosenhilfe (6.055 im Dezember 1914). Die Importe sind gegenüber 1914 um 18% angestiegen, während die Exporte um 11% gefallen sind. Eine Nettozuwanderung von 25.000 Menschen in das Königreich bedingt durch den Krieg.
Osmanisches Reich: Kemal Pascha ist krank geschrieben und hält sich in Konstantinopel auf.

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