Kriegstagebuch 31. Dezember 1914


Französisches 75-mm M1897 Feldgeschütz im Gefecht

Französisches 75-mm M1897 Feldgeschütz im Gefecht in der Nähe von Steinbach in den Vogesen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 31. Dezember 1914:

Westfront

Kitchener Frühstückt mit Feldmarschall French und teilt ihm mit, dass er und Joffre die ‘deutschen Linien durchbrechen müssen’ innerhalb der nächsten fünf Wochen, sonst würden die neuen britischen Armeen nicht an die Westfront geschickt werden.
Artillerie-Duelle von dem Fluss Yser bis nach Verdun.
Elsass: Französische Truppen besetzen wieder ein Teil von Steinbach.

Ostfront

Es sind nun 37 deutsche Divisionen an der Ostfront im Einsatz, einschließlich 8, welche aus dem Westen herangezogen wurden.
Ungarn: Die Russen führen wieder Überfälle von den Karpatenpässen aus durch.

Naher Osten

ArmenienSarikamish: Oberst Woronows russische Kolonne aus Kars nimmt Verbindungen mit den Verteidigern auf. Das türkische IX. Korps ist auf 2.500 einsatzfähige Soldaten, 14 Kanonen und 14 MGs reduziert worden. Abdul Kerim Paschas XI. Korps (35.000 Mann in 30 Bataillone und ca. 100 Kanonen) greift Judenitschs 19 Bataillone und 48 Geschütze an der Grenze bis zum 6. Januar an.
Ägypten: 70.000 Soldaten sind bereit, um türkischen Angriffen zu begegnen.
Indien: Gefechte und Operationen an der Süd-West-Grenze in den Kachin-Hügeln bis zum 28. Februar 1915.

Luftkrieg

Frankreich: Die Flugzeug-Produktionszahlen für das letzte Quartal belaufen sich auf 100 Flugzeuge und 157 Flugmotoren im Oktober, 137 Flugzeuge und 209 Flugmotoren im November, 192 Flugzeuge und 304 Flugmotoren im Dezember.
Westfront: Das britische Royal Flying Corps hat bisher 84 Ersatzflugzeuge erhalten.

Heimatfronten

Südafrika: Ein neues Wehrgesetz ermöglicht die Wehrpflicht.
Frankreich: 42 Mio. Francs bisher für Flüchtlinge und Arbeitslose aufgewendet. 70 % der Industrien arbeiten normal.
Russland: Die Preise sind um 40 % seit August gestiegen.

Geheimkrieg

Großbritannien: In einem Brief schreibt der Erste Seelord der Admiralität, Churchill an Premierminister Asquith: ‘Ich wollte Gallipoli gleich nach der türkischen Kriegserklärung angreifen’. Auch teilt er ihm mit, dass die Royal Navy bisher 809.000 Mann (einschließlich Verwundeter und Kriegsgefangene), 203.000 Pferde; 20.000 Fahrzeuge und 250.000 t Nachschubgüter seit dem 4. August transportiert hat, und dies alles ohne Verluste.

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